Betreutes Jugendwohnen - Meinungen?

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7 Antworten

Hi,
ich kannte in meiner Jugend viele, die im betreuten Wohnen gelebt haben und habe auch 2 Freundinnen von zu Hause weg ins betreute wohnen emotional unterstützt.

Dein erster Weg muss jetzt zum Jugendamt gehen. Die werden dann beurteilen und entscheiden wie es weiter geht. Je nachdem wie schlimm es für Dich ist kannst Du auch schon in den nächsten Stunden ausziehen. Es gibt auch Not bzw. Übergangsbetreuungen bis man einen festen Platz hat.

Je nachdem wie viel Verantwortung Du schon für Dich übernehmen kannst, wird dann eine Betreuung für Dich ausgesucht. Entweder kommst Du in eine Einrichtung, wo rund um die Uhr oder von früh bis spät abends ein Betreuer da ist, man zusammen einkauft, kocht, isst und putzt oder aber in eine Einrichtung wo Du für Dich selbst sorgen musst. Das ist dann eher wie eine WG mit Ansprechpartner und die Jugendlichen organisieren sich selbst bzw. müssen nicht immer zum Abendessen zusammen hocken etc. Zeiten wo man zu Hause sein muss gibt es da aber auch und sobald man zeigt, dass man nicht zuverlässig ist, wird der Platz auch gewechselt. Bei uns sind diese beiden Möglichkeiten immer zusammen in einem Haus auf unterschiedlichen Etagen unter gebracht. Die Häuser sind auch sehr schön und auch gut gelegen.

Du musst Dich darauf gefasst machen, dass in diesen Einrichtungen auch sehr schwierige Charaktere unter gebracht sind und es evtl. Drogenprobleme gibt. Es kann aber auch harmonische sein und Du hast Deine Ruhe. Die Betreuer habe ich in den Häusern, die ich kennengelernt habe, immer als sehr engagiert empfunden und meinen Freundinnen hat es auch sehr gut getan von zu Hause weg zu kommen. 

Wenn es zu Hause wirklich nicht mehr geht, gehe diesen Weg. Du musst Dich hier auch nicht rechtfertigen. Du alleine entscheidest, wann Du es nicht mehr aushältst.

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Hallöchen,

ich bin auch mit ca 16 Jahren ins Betreute wohnen gezogen.

Ich versteh deine Lage sehr gut ! Du brauchst deine Resourcen jetzt für die Schule.

Also, der erste Schritt wäre dass du deinen Termin beim Jugendamt machst und dort dem dir zugeordneten Sachbearbeiter deine Situation schilderst. Bitte am besten um einen Erziehungsbeistand. Das ist ein Sozialarbeiter der sich näher um dich kümmern wird und sich mit dir einmal pro Woche treffen. Man kann diesen Leuten vieles anvertrauen und ein Erziehungsbeistand kann eher was beim Jugendamt erreichen als du alleine.

Wenns dann soweit ist dass du ins betreutes Wohnen einziehen kannst musst du aber damit rechnen dass es dort auch Regeln gibt. Meistens besteht das Bw aus mehreren Jugendlichen und ihr müsst gemeinsam die Wohnung sauber halten und gemeinsam wirtschaftlichen. Das heißt einkaufen, kochen etc

Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

Liebe Grüße Tjelfe

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Du kommst nicht einfach in ein betreutes Wohnen, nur weil du dich mit deiner Mutter nicht verstehst. WEißt du, was das kostet? Uns, den Steuerzahler!

Bevor so eine Lösung ins Auge gefasst wird, werden erst mal andere Maßnahmen ausprobiert. Beratungsgespräche, gemeinsame Gespräche mit dir und deiner Mutter, etc... Das betreute Wohnen ist dann die allerletzte Möglichkeit.

Und ehrlich gesagt, ich glaube bei deinem Schreiben nicht, dass du in ein betreutes Wohnen kämst. Dass Eltern ihre pubertären Kinder seelisch fertig machen, sagen vermutlich 80% aller Pubis. Jetzt müsste man mal die Meinung deiner Mutter hören. Vielleicht glaubt sie ja, dass du sie seelisch fertig machst....

Jedenfalls ist das Jugendamt kein Wunscherfüllungsverein.

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gutefragenet betreutes wohnen hilfreichste antworten

Mit dieser Suchabfrage findest Du auch Antworten von Fachmenschen. 

Du bist 18, da wird es schwierig. 

Dann habe ich mir Deine Fragen mal sehr kurz angelesen. Und finde da keinen Grund für Deine Frage. 

Ja. Streit mit den Eltern ist Teil der Pubertät in sehr vielen Fällen. Denn tatsächlich hat uns die Natur für die Pubertät folgende Aufgaben mit auf den Lebensweg gegeben: 

Die Welt der Erwachsenen zu erforschen

Die Welt der Erwachsenen zu hinterfragen

Die Welt der Erwachsenen infrage zu stellen

Sich auf ein Leben als selbständige und erwachsene Person durch regelmäßige Übungen vorzubereiten

Die eigenen Stärken und Schwächen kennen zu lernen

Soziale Kompetenz zu entwickeln

Soziale Netzwerke zu knüpfen - im realen Leben

In diesen Zusammenhängen kann es selbstverständlich zu Streitereien kommen. Sie sind dann aber noch lange kein Grund, dass die Allgemeinheit die hohen Kosten für ein außerfamiliäres Wohnen übernimmt. 

Und selbst, wenn Du irgendwo einen Platz finden würdest, dann wärst Du dort für Deine alltäglichen Bedürfnisse selbst zuständig. 

Ab 18 ist das Thema Unterhaltsanspruch auch in Deiner Verantwortung. 


Viele junge Menschen bilden sich in unserer Gesellschaft ein, so lange sie zuhause wohnen, hätten sie dort keine Pflichten. Das ist allerdings ein Trugbild. 

Ebenso bilden sich viele junge Menschen in unserer Gesellschaft ein, bloß weil sie 18 sind könnten sie nun tun und lassen wie ihnen beliebt. Auch hier liegt ein schwerer Irrtum vor. 

Falsch ist die Ansicht: 

So lange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst hast Du zu tun Was ich Dir sage. 

Richtig ist allerdings: 

Die elterliche SorgePFLICHT besteht durchaus über das 18. Lebensjahr hinaus. Diese beinhaltet auch die ErziehungsPFLICHT. 

Nur wenn nachweislich das sogenannte Kindeswohl gefährdet ist besteht ein Anspruch auf einen Platz in einem Wohnheim. In der Regel muss diese Kindeswohlgefährdung dann allerdings schon vor Vollendung des 18. Lebensjahres vorliegen. 


Aber belese Dich selbst. Es gibt ja genug ausführliche Antworten hier. 


Ich lese gerade, dass Du hier schreibst, Du bist 16. In einer Frage aus Mai 2015 bist Du fast 17. 

Wenn Du uns anlügst kann Dir nicht geholfen werden. 

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Dafür muss es schon ziemlich krasse Gründe geben. Also ab zum Jugendamt und die werden erst einmal vermitteln, Gespräche und Unterstützung vom JA und so weiter. Betreutes Wohnen kostet eine Menge Geld.

Und mal ehrlich, mit 16 braucht man doch niemanden der sich nonstop um einen kümmert. Also was spricht gegen deine Großeltern?


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Kommentar von cosi151
01.08.2016, 17:41

Es spricht dagegen, dass mein Opa im Heim ist und meine Oma so ziemlich einmal im Monat ins Krankenhaus muss weil sie jedesmal kurz davor steht, das zeitliche zu segnen, aber danke für deinen Kommentar 

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Das sind keine billige Hotels, man muss gute Gründe haben, erklärt alles dem Jugendamt. Außerdem bekommen die Eltern dann kein Geld mehr und müssen sogar was für Dich zahlen, was viele nicht so gut finden. 

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Kommentar von cosi151
01.08.2016, 17:40

Es geht mir ja nicht darum  irgendwie auf der faulen Haut zu liegen,  im Gegenteil,  ich würde alles darfür tun um irgendwie von Zuhause weg zu kommen.

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dann bleibt wohl nur der umzug zu deinem vater. warum glaubst du das deine mutter alleinig schuld an deinem psychischen zustand ist? in der regel sind es zwei menschen die ein schlechtes verhältnis schaffen. vielleicht liegts auch an deinem verhalten?

da sie dich nicht schlägt, nicht missbraucht, nicht misshandelt gibts kein betreutes wohnen für dich oder wie finanzierst du das?

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