Frage von DrKarlMarx, 37

Betrachtet der Materialismus in vollem Einklang mit der Naturwissenschaft als das ursprünglich gegebene die Materie als das Sekundäre?

Betrachtet der Materialismus in vollem Einklang mit der Naturwissenschaft als das ursprünglich gegebene die Materie als das Sekundäre?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Juli277di, 5

Ja, verkürzt gesagt natürlich schon. Materialismus und Empiriokritizismus ist eine philosophische Abhandlung von W. I. Lenin, die er im Untertitel kennzeichnet als „Kritische Bemerkungen über eine reaktionäre Philosophie“.

„Materialismus ist die Anerkennung der ‚Objekte an sich‘ oder der Objekte außerhalb des Geistes; die Ideen und Empfindungen sind Kopien oder Abbilder dieser Objekte. Die entgegengesetzte Lehre (Idealismus) sagt: die Objekte existieren nicht ‚außerhalb des Geistes‘; sie sind ‚Verbindungen von Empfindungen‘.

LG

Antwort
von Eselspur, 14

Der Materialismus ist nicht "in vollem Einklang mit dem Naturwissenschaften", sondern die unwissenschaftliche Behauptung, dass es nichts außer Materie gibt.

Antwort
von Rosenblad, 4

Materialismus, als philosophische Denkformation eines monistisch gefärbten Realismus impliziert einen grundlegenden, nomothetischen Vorlaut: „Für den Materialismus ist das Physische das Primäre und Entscheidende, er wird deshalb auch als Physikalismus bezeichnet. In den strikten Formen des Materialismus gibt es überhaupt keine geistigen Zustände.“ (Rainer Westermann, „Verknüpfung natur- und geisteswissenschaftlicher Theorien als Aufgabe einer humanwissenschaftlichen Methodenlehre“ In: Gerd Jüttemann (Hrsg.), Psychologie als Humanwissenschaft, Göttingen, Verlag Vandenhoeck& Ruprecht, 2004, darin S. 61-80, hier. S. 64)

Neben der strikten Form des genannten Physikalismus sind „moderatere“ Arten eines Energetismus (verbunden mit dem Namen Wilhelm Ostwalds), eines eliminativen Materialismus (verbunden v.a. mit dem Namen Paul Churchland) oder eines emergentistischen Systemismus (verbunden v.a. mit dem Namen Mario Bunges). Bunges Materialismus verlässt die enge monistische Einsperrung und lässt pluralistisch-materialistische Primäreinheiten – in Gestalt physikalischer, chemischer biologischer (z.B. psychischer Subsysteme), soziale oder technische Systeme nicht nur zu, sondern verbreitert diese zu den Systemen „eingefrorenen“ Regelmäßigkeiten – Muster, Schematas, Konstanten, Gesetze bis hin zu Attraktorenlandschaften (letzteres dann im Rahmen einer gesonderten Denkrichtung, der des radikalen Konstruktivismus).

Für Bunge besteht die reale Welt aus materiellen „Dingen“ - „……abstrakte oder begriffliche Objekte, wie Zahlen oder Theorien, existieren (…..) nicht real, sondern fiktional: Sie sind Konstrukte.“ (Martin Mahner, / Mario Bunge, „Philosophische Grundlagen der Biologie.“, Berlin, Springer Verlag, 2000, S.5) Und: „Jedes konkrete Ding ist entweder ein System oder Bestandteil eines Systems.“ (ebd. S.27)

Antwort
von Ottavio, 13

Leider ist Deine Frage ziemlich unverständlich, weil ein Komma unds ein Satzteil fehlen. Man kann nur raten, was Du meinst.

Der Materialismus im Sinne von Karl Marx betrachtete im Übereinstimmung mit dem damaligen Stand der Naturwissenschaften die Materie als das ursprünglich Vorhandene. Nach den heutigen Stand der Naturwissenschaften ist das die Energie, und Materie ist nur eine ihrer Seinsformen.

Geist war für Marx das Sekundäre im Sinne einer "Höheren Organisationsform".

Nach dem gegenwärtigen Stand der Naturwissenschaft handelt es sich um eine "Höhere Organisationsform" von Energie, deren Wesen es ist, dass nicht so sehr Energieströme fließen, sondern Informationsströme. 

Kommentar von musenkumpel ,

sag ich doch ;P

Antwort
von musenkumpel, 10

Soweit mein Horizont das versteht, wäre das ja dann wieder Idealismus.
Die Materie ist im Materialismus das ursprüngliche und die Wissenschaften das Sekundäre. Denkvorgänge würden auf Materie beruhen, durch die Arbeit der Menschheitsentwicklung ..
(aber da ich keine Ahnung hab schonmal downvoten)

(Tja, interessante Frage. Da betrachtet der Materialismus die Materie durch den Vorgang im Gehirn, der auf Materie basiert und der Idealismus, um eine Wirkprinzip verschoben, geht davon aus, dass die Wirklichkeit der Audruck des Bewusstseins ist welches wahrnimmt..

((Wenn ich mich mal aus dem Fenster lehnen darf. Beide vergessen, dass es weder Anfang noch Ende gibt. Die ganze Wahrnehmung ist wie ein Fraktal und in einem Teil erkennt man immer das Ganze. Eine Situation hat immer ein Vorher und Nachher aber ist immer jetzt. Vielleicht naja, wie die Unendlichkeit zwischen zwei Spiegeln. Aber sehen sich verschiedene Spiegelbilder an, die sie vergleichen.)))

(((Was wenn der Materialismus gestalttheoretisch betrachtet? Ich glaub dann wäre die Materie sekundär... aber wie gesagt, keine Ahnung... :D )))

(ich habs eher mit Denkanstöße geben, als mir 'irgendwas wissen' :/ :)

Grüße

Antwort
von VeryBestAnswers, 12

Es ist schwierig, eine Frage zu beantworten, die aus fünf Nebensätzen besteht und selbst beim fünften Lesen noch keinen Sinn ergibt.

Kannst du bitte deine Frage genauer beschreiben?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten