skyseeker am 04.06.2008 um 11:20 Uhr
Der besagte Sohn ist volljährig, hat eine eigene Wohnung, eine Freundin und ist ständig pleite. Es ist zu einer lieben Angewohnheit geworden, ihn sporadisch (mal mit mal ohne Freundin) zum Essen, einen Ausflug oder einfach nur auf einen Zug durch Berlins Biergärten einzuladen. Oder ihm auch mal ein Hemd zu kaufen. Sein Verhältnis zu seinen Eltern ist recht gespannt. Kürzlich meinte sein Vater (ein guter Freund ) zu mir, ich würde bei seinem Sohn einen Bereich abdecken, den er nicht abdecken kann (nicht aus finanzieller sondern aus persönlicher Sicht), der aber nur dem Vater zustehen würde. Daher untersagte er mir, fortan seinem Sohn Geschenke zu machen oder ihn sonstwie einzuladen.

Ich finde das von diesem Vater ziemlich dreist! Wenn der Sohn volljährig ist, kann er selber entscheiden, mit wem er seine Freizeit verbringt und von wem er Geschenke annimmt. Rede mit dem Vater mache ihm das klar. Soll er sich vielleicht einfach mal besser um seinen Sohn kümmern, dann müssens andere nicht tun.

Verstehe ich das richtig? Der Vater hat in der Beziehung zu seinem Sohn ein Defizit, ist der Ansicht, dass dieser Bereich nur von ihm abgedeckt werden kann, kann dies aber nicht leisten. Und nun verbietet er seinem volljährigem Sohn (bzw. Dir), dass jemand, der dieses Defizit beheben kann, eben dieses tut?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er damit durchkommt.
Aber der Vater ist ein guter Freund von Dir - und vermutlich möchtest Du diese Freundschaft ja auch nicht aufs Spiel setzen. Ich denke, dass nur ein eindringliches Gespräch mit dem Vater/also Deinem Freund dort weiterhelfen kann.
skyseeker am 4. Juni 2008 11:32 Das Problem ist, ich hab sie beide lieb. Sobald ich aber ein kritisches Gespräch über seinen Sohn beginne, blockt er ab.
Baiana am 4. Juni 2008 11:36 Dann versuch in dem Gespräch nicht sein Verhältnis zu seinem Sohn zu thematisieren und ihn damit in eine Verteidigungshaltung zu drängen, sondern betone die liebenswerten Eigenschaften des Sohnes. Führe also ein positives Gespräch über den Sohn und nicht ein negatives über den Vater.
Jetzt ist es an dir zu entscheiden:
Die weitere Freundschaft des Vaters oder weiter Kontakt zum Sohn.
Notwendig wäre da mal längere Gespräche mit dem Vater und zwischen Vater und Sohn.

Wenn der Sohn volljährig ist würde ich mich an das Verbot nicht gebunden fühlen, trotzdem nochmal mit dem Vater (deinem Freund) sprechen.

Geschenke anzunehmen,ist demjenigen zu überlassen,wenn er selbständig und volljährig ist. jedoch kann es in einigen fällen so sein,dass der junge Mann mal in finanziellen Situationen doch die Hilfe seiner Eltern durch Arbeitslosigkeit z.B. annehmen muss,ob er möchte oder n icht.Das Gesetz schreibt dann vor,dass die Eltern dafür Sorge zu tragen haben..
Doch er muss auch mal lernen,nicht die Hilfe zu bekommen,denn es könnte sein,dass er das alles später mal zu einer Selbstverständlichkeit aussprechen würde.
Na wenn Du Ihn weiter besuchen möchtest dann machst Du das falls Du es nicht möchtest besuchst Du Ihn halt nicht mehr. Es ist ganz allein Deine Entscheidung Jemanden was zu schenken oder Jemanden zum essen ein zu laden. Und der Jemand kann die Einladung annehmen oder ausschlagen. Wenn Papa das nicht gefällt kann er darüber seinen Unmut äußern aber mehr ist da nicht drin. Ich würde einfach so weiter machen wie bisher und dem Papa sagen wenn er nicht möchte das der Sohn mit Dir zum essen geht soll er Ihn doch einladen.

Sehe ich da eine Form von Eifersucht? Wenn der Vater Dein Freund ist und Dir am Sohn was gelegen ist, wovon ich Deinen Schilderungen nach ausgehe, sollte es möglich sein dies in einem Gespräch zu klären.
o.k. die vorangegangenen Antworten sind sicherlich richtig.Für mich stellt sich aber auch die Frage, ob der Vater vielleicht einfach auch erreichen möchte, daß sein Sohn lernt, mit seinem Geld besser zu haushalten.Weshalb sind die Zwei denn notorisch pleite?Sprich doch noch mal mit dem Vater und laß Dir die Beweggründe für seine Aussage erklären.

Nur weil der Vater nicht fähig ist, sich um seinen SOhn zu kümmern wie er es eigentlich sollte, sollst Du den Kontakt einstellen? Sorry, aber der Junge ist 18 und damit Volljährig. Das kann der Vater Dir nicht verbieten und ich würde es mir auch nicht verbieten lassen. Wenn ich meine ich muss mich um den Jungen kümmern, dann mache ich das.
ich finde es von dem Vater nicht in Ordnung so etwas auszusprechen, aber irgendwie muss der Sohn ja auch mal auf eigenen Füssen stehen und selber Geld verdienen und nicht auf die gutmütigkeit von Dir hoffen. Es ist in Ordnung gelegentlich mal Essen zu gehen und sonstiges, aber Geld sollte keine Freundschaft ersetzen bzw. damit sollte man sich keine Freunde halten. Würde dieser junge Mann auch Kontakt zu dir halten, wenn du ihm nichts gibst?
skyseeker am 4. Juni 2008 11:41 Ob ich mir seine Freundschaft erkaufe? Nein, wir telefonieren, auch wenn ich ihn nicht eingeladen habe.

Wenn der Vater so was nicht abdecken kann, sollter froh sein, dass es jemand anders tut.
Ist der Vater sonst auch so einschränkend?
Ob der Sohnh wohl (auch) deshalb seine heutigen Probleme hat?
skyseeker am 4. Juni 2008 11:47 Bin kein Psychologe. Sicherlich will jeder Vater das Beste für seinen Sohn, oder das was er dafür hält. Man vererbt leider aber auch eigene Verhaltensprobleme weiter.
JoWaKu am 4. Juni 2008 11:54 Bin auch kein Psy., habe aber in deren Banche zu tun.
War auch erst mal nur so ein Gedanke am Rande dessen, was hier schon stand.

Wie ich bei der Mabnu schon schrieb UND: Dem Papa würde ich mal ernstens ins Gemüt reden, ob er den tüddlsohn auch noch mit 40 bemuttern will...
Menno. In dem Alter haben andere Kinder...
Engelsherz am 9. September 2008 13:25 Ja aber davon gibts trotzdem jede Menge!!Erlebe genau das Gleiche mit den Eltern meines Freundes...und der ist 43!!!!!!!Es gibt also nichts was es nicht gibt!!

Tja, dann lach ihm mal freundlich ins Gesicht und teile ihm mit, dass er keinerlei Recht darauf hat, dir die Besuche bei seinem Sohn zu verbieten.
Der Junge ist volljährig, hat seine eigene Wohnung und dort auch das Hausrecht.
Bestell deinem guten Freund mal einen lieben Gruß von mir, dass dies auch eine Art sei, sich gute Freunde zu vergraulen.
Dir gebührt meine Hochachtung, weil du dich um den Jungen kümmerst und ihm das zukommen lässt, wozu der Vater nicht imstande ist.
LG
Wieselchen
skyseeker am 4. Juni 2008 11:43 Geht mir runter wie Öl. Danke! Werde deinen Gruß ausrichten ;-)
Dies ist doch wirklich unglaublich. Da kann doch der Papa froh sein, wenn du sein Sohn etwas unterstützt. Wir waren doch alle mal jung und waren irgendwie pleite. Da ist es doch herrlich, wenn man eingeladen wird. Und so wie du es beschreibst, genießt er es ja auch - so wie du. Also alles in Butter. Du machst es schon richtig.
Manche werden halt nie erwachsen... ;oo)) Dem Bengel würde ich nun erst recht Hemden schenken... Grellstes gelb und fiesestes Orange ;oo))) ( Däumchen )
Oh ja, das wäre ein Spaß