Frage von MikeRat, 189

Besuchsrecht alle 14 Tage, wer zahlt die Reisekosten wenn sie in eine andere Stadt zieht?

Mal angenommen, die Frau zieht mit den Kindern weiter weg. So dass man sie nicht mal eben abholen kann mit dem Bus oder Auto für das Wochenende, sondern soweit weg das einige Stunden Fahrt dazwischen sind. Mit der Bahn oder dem Flugzeug. Das Besuchsrecht steht ja nun mal fest, die Kinder haben ein Recht darauf. Der Vater natürlich auch. Wer zahlt die Fahrten, wer begleitet die Kinder auf der Fahrt?  Durch den Umzug das Besuchsrecht zu erschweren, ist hoffentlich nicht die Konsequenz.
Gegen einen Umzug kann keiner etwas haben, nur das Besuchsrecht ist ja allen bekannt und darauf bestehen die Kinder und der Vater.  

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 112

Wenn das gemeinsame Sorgerecht besteht, hast du bezüglich des Umzugs der Kinder ein Mitspracherecht.

Die Frau kann nicht "einfach nur mal so" weit wegziehen mit den Kindern und diese somit aus der gewohnten Umgebung reißen, sondern dafür muss es einen triftigen Grund geben, z.B. die Aussicht auf eine besser bezahlte Arbeit o.ä....

Sollte dir durch den Umzug der Frau der Umgang mit den Kindern erschwert werden, die Kosten dafür unverhältnismäßig steigen (Fahrtkosten, ggf. Übernachtungskosten am neuen Wohnort der Kinder etc...), so kann ggf. von der Frau verlangt werden, sich an den erhöhten Kosten zu beteiligen oder dir in anderer Weise entgegen zu kommen (z.B. durch Bringen/ Abholen der Kinder.)

Kommentar von Schnoofy ,

Wenn das gemeinsame Sorgerecht besteht, hast du bezüglich des Umzugs der Kinder ein Mitspracherecht.

Das kann so sein, muss aber nicht. Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Wenn das Aufenthaltsbestimmungsrecht ausschließlich der Kindesmutter zugesprochen wurde muss der Kindesvater einen Umzug akzeptieren.

Kommentar von maja11111 ,

deine antwort ist falsch und ein sache die du dir ausgedacht hast. abr ist bestandteil des gsr und in der regel verbleibt es bei beiden eltern. selbst wenn die mutter es hat, kann der vater einen antrag auf entzug des abr stellen und auf sich übertragen lassen.

in der regel ist es aber nicht so und verbleibt bei beiden eltern.

Antwort
von maja11111, 59

warum sollte keiner was gegen den umzug haben? wenn der vater mit dem umzug über weite strecken nicht einverstanden ist, dann kann er das der mutter deutlich machen und dann kann sie umziehen, aber die kinder nicht mitnehmen.

ansonsten gilt, wer die distanz schafft, der zahlt auch die kosten des umgangs jede zwei wochen. warum verwehrst du dich nicht gegen den umzug unter mitnahme der kinder? kannst du die kids nicht zu dir nehmen und klagen auf abr unter hinweis das du das soziale umfeld erhältst oder wollen das die kinder nicht?

Antwort
von Allyluna, 110

Natürlich kann das Elternteil, bei dem das Kind nicht ständig lebt, etwas gegen den Umzug haben! Meist haben doch beide Eltern das Sorge- und das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Soweit ich weiß, muss in erster Linie das "besuchende" Elternteil die Kosten tragen, obwohl man sich die Kosten natürlich auch teilen darf. Kann keine Einigung erzielt werden, entscheidet im Zweifel das Familiengericht.

Antwort
von XC600, 67

wenn die Mutter mit den Kindern so weit weg zieht und somit die große Entfernung ja geschaffen hat muß sie auch dafür sorgen das die Kinder den Vater weiterhin regelmäßig sehen können , somit muß SIE auch die Reisekosten zahlen damit der Umgang stattfinden kann .......... so wurde es mir jedenfalls mal vom JA erklärt ......

Antwort
von webya, 100

Die Kosten zahlt der reisende Elternteil. Evtl. beteidigt sich der andere an den Kosten. 

Das der Expartner weg zieht kannst du nur verhindern, wenn es grundlos ist um dich zu ärgern. 

Kommentar von Menuett ,

Dass der Expartner wegzieht, das kann er überhaupt nicht verhindern.

Allenfalls dass die KInder mitziehen.

Antwort
von kokomi, 111

es zahlt der, der bahn fährt, logisch - oder? habt ihr geteiltes sorgerecht, so kann der andere partner dem umzug auch nicht zustimmen

Kommentar von Allyluna ,

Es kommt hierbei nicht auf das Sorgerecht, sondern auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht an - und das kann auch losgelöst vom Sorgerecht geregelt sein...

Kommentar von maja11111 ,

es kommt auf das sorgerecht an. nur weinn gsr besteht, dann geht es auch um gemeinsames abr. welches ja in der regel bei beiden eltern ist. wenn wir von asr reden, dann kann es garkein gemeinsames abr geben.

Antwort
von howelljenkins, 98

fuer solche situationen gibt es kindergeld und kinderfreibetraege.

Kommentar von MikeRat ,

Das ist selbe, Kindergeld ist der Vorschuss auf den Freibetrag.

Die Frage hast du glaube ich nicht verstanden.

Kommentar von MikeRat ,

Ich nehme es zurück, dass du die Frage nicht verstanden hast.

Die Antwort ist aber immer irgendwie die selber. Der Vater ist der Ar*** der Nation.

Kommentar von martinzuhause ,

wenn gemeinsames sorgerecht besteht wird auch das aufenthaltsbestimmungsrecht gemeinsam ausgebübt. da ist die zustimmung beider elternteile bei einem weiteren wegzug notwendig.

vor dieser zustimmung kann auch geklärt werden wer die dann höheren kosten für den umgang zu tragen hat. das dürfte dann der sein der die höheren kosten verursacht

Antwort
von micha191163, 106

Wie immer der Vater.....und gegen den Umzug kannst Du auch nichts machen, es sei denn Du hast das Aufenthaltsbestimmungsrecht

Kommentar von Allyluna ,

Das haben in der Regel beide Elternteile... von daher kann der Vater sehr wohl etwas gegen einen Umzug machen - nämlich ihm schlicht nicht zustimmen.

Kommentar von DFgen ,

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht regelt lediglich, bei wem die Kinder ihren Lebensmittelpunkt haben.

Es gibt dem betreuenden Elternteil aber noch nicht das Recht, eine solch relevante Entscheidung - wie z.B. eine Veränderung dieses Lebensmittelpunktes - allein zu treffen. Dazu muss er sich mit dem anderen sorgeberechtigten Elternteil abstimmen

Kommentar von Allyluna ,

Das ist so nicht ganz richtig! Das (im Normalfall genau wie das Sorgerecht geteilte) Aufenthaltsbestimmungsrecht bedeutet schlicht, dass sich beide Eltern einigen müssen - eben, bei wem das Kind lebt, ob ein Umzug möglich ist oder auch eine größere Reise.

Kommentar von DFgen ,

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt auch nach der Scheidung, bei beiden Eltern, können sie sich allerdings nicht einigen, bei wem die Kinder leben, so wird ggf. einem Elternteil das alleinige ABR vom Familiengericht zugesprochen.

Das ändert aber dann auch nichts am gemeinsamen Sorgerecht.

Antwort
von Goodnight, 86

Die Ehefrau darf nicht einfach mit den Kindern so weit wegziehen um das Besuchsrecht zu unterlaufen. Da muss man sich rechtzeitig wehren.

Antwort
von Lunarhea, 90

Ganz ehrlich? Ich glaube der Vater hat dann nun mal die Rote Karte gezogen. Man sollte immer vorher alles klären

Kommentar von maja11111 ,

hat er nicht. er behält das kind ein und lässt das abr auf sich übertragen.

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