Frage von blumenfrau,

"Bestrafung" für vergessene Hausaufgaben: Geschenke für die Klasse?!

Hallo zusammen! Mir schien es als Witz, aber dem ist nicht so! Möchten es aber SO nicht hinnehmen!

Seit vergangener Woche müssen in einer 3.Klasse Kinder, die die Hausaufgaben vegessen, Aufkleber, Süßigkeiten o.ä. für die komplette übrige Klasse mitbringen...Klar, Hausaufgaben MÜSSEN SEIN und man solte sie auch immer gewissenhaft erledigen, aber was haben Gummibärchen für die anderen damit zu tun?!

Allerdings wollen wir die betroffenenKinder nicht dem Unmut der Lehrerin aussetzen, wenn wir, also die Eltern, diese Forderung nicht nachkommen....Hat irgendjemand vielleicht ein schlagendes Argument?! DANKE IM VORAUS!

PS Elternbeirat hält sich 'raus und Lehrerin ist generell nicht gesprächsbereit! die erste Ladung Süßes MÜSSTE es morgen geben...

Antwort von Draschomat,
24 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schon verblüffend, auf welche irren und unvernünftigen Ideen manche Lehrer kommen. Es wäre hilfreich zu wissen, wer der Schöpfer der Regelung ist - ob sich das die Lehrerin (kurze Beschreibung bzw. Charakterisierung der Lehrerin wäre interessant) hat einfallen lassen oder ob es ein Vorschlag der Kinder bzw. der Lehrerin war, der dann von der Mehrzahl gutgeheißen wurde.

Schlagende Argumente: Kind bzw. Eltern müssen bei einem Vergehen als Strafe Geld investieren (Lerneffekt: Fehler sind stets mit Geld wiedergutzumachen). Kind bzw. Eltern müssen das Geld für Süßigkeiten ausgeben, das dann die anderen bekommen (Lerneffekt: Ungerechte Behandlung geht in Ordnung (Wohlhabende sind bevorteilt), Süßigkeiten sind etwas äußerst Positives). Und das Schlimmste: Die Klasse profitiert von der Strafe eines Einzelnen (Lerneffekt: Fehler und daraus resultierende Strafen sind für die Allgemeinheit etwas Gutes).

Offensichtlich sind all das Lernziele, die sich die Lehrerin vorgenommen hat - wie paradox sie sind, brauche ich wohl nicht weiter auszuführen. Wenn kein sinnvolles Gespräch mit ihr möglich ist, schließt euch als Eltern zusammen (je mehr, desto besser) und geht zum Rektor (der Elternbeirat ist an Unfähigkeit nicht zu überbieten, wenn er nicht mitzieht - sitzen da nur gut betuchte Ja-Sager drinnen, die den Schulverantwortlichen nie widersprechen wollen?).

Und natürlich solltet ihr nie irgendwelchen Forderungen nachkommen oder nachgeben - irgendwann kommen hoffentlich alle wieder zur Vernunft. Mit "alle" meine ich übrigens ausschließlich die, die solche Praktiken befürworten. ;-)

P. S. In solchen Fällen ist wirklich das Engagement der Eltern gefragt. Sicher kommt es vor, dass Eltern übertreiben oder in der Schule unnötig Ärger machen. Das ist hier aber wohl kaum der Fall, also lasst es nicht einfach so über euch ergehen, sondern setzt euch entschlossen für die Vernunft und für eure Kinder ein!

Antwort von Entdeckung,
15 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Elternbeirat hält sich raus, die Lehrerin selbst ist nicht gesprächsbereit.

Da bleiben dir nur zwei Möglichkeiten:

  1. mit der Schulleitung sprechen, und wenn das nichts nützen sollte

  2. dich an die nächste Instanz ... die vorgesetzte Schulbehörde wechseln.

Denn so etwas geht nun mal überhaupt nicht ... und zwar aus mehrenen Gründen, dieses Verhalten ist vom pädagogischen Standpunkt und von gesundheitlichen her zu verurteilen.

Und ... was Hänschen nicht lernt, das lernt auch der Hans nicht mehr ... wer in seiner Schulzeit vom Lehrer vermittelt bekommt, dass er sich von seinen Pflichten durch "Geschenke" freikaufen kann ... der wird das auch in seinem späteren Leben versuchen.

Kommentar von Entdeckung,

Sorry oh, das Fehlerteufelchen hat wieder einmal bei mir "zugeschlagen":

... die vorgesetzte Schulbehörde wechseln ... wenden ... muss das natürlich heißen!

Und der Dativ ...* von* vom gesundheitlichen her ... müsste hier stehen.

Antwort von abendstern150,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hey Blumenfrau!

Ich könnte dir nur eine Elternversammlung empfehlen, und ihr geht geschlossen zum Direktor... möchte mal wissen was der Direx zu diesem Lerneffekt sagt:

"Wenn ich genug Geld habe, muss ich nichts machen!"

Wenn das auch nichts bringt, würd ich auf die Barrikaden steigen... Was soll die Lehrerin denn tun, wenn KEINES der Kinder mehr Hausaufgaben macht und stattdessen nur noch Süßigkeiten bringen...

Vor allem aber, es dürfte nicht rechtens sein, Hausaufgaben mit Finanziellem abzugelten...

Viel Glück! Und du hast vollkommen recht, dass es so NICHT geht!

Lg *

Kommentar von abendstern150,

Wie BigRoyal auch sagt: derjenige, der die meisten Süßigkeiten mitbringt, wird warscheinlich am beliebtesten sein.... und wer zahlt drauf? Die Kids, deren Eltern nichts springen lassen oder die es sich finanziell einfach nicht leisten können...

Finde es wirklich schlimm, was diese Aktion im schlimmsten Fall anrichten kann... (Konsumverhalten, 2-Klassen-Gemeinschaft, "haste-was-biste-was-Mentalität",...)

Antwort von diewildeHilde,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, das geht gar nicht. Man kann sich nicht freikaufen von der Hausaufgabenpflicht. Ich würde mich strikt weigern, und wenn die Lehrerin den Kindern dafür schlechte Noten gibt, würde ich mich beim Direktor und im Zweifel sogar beim Schulamt beschweren.

Wenn der Elternbeirat sich raushält aus so ner Nummer, würde ich Neuwahlen anstreben; dann sind die für den Posten nicht geeignet. Trommle alle Eltern zusammen und zieht an einem Strang.

PS: "Argumente" würde ich nicht anbringen; ich würde mich weigern und das ohne Begründung, da jedes Wort in dem Fall zu viel ist.

Antwort von BigRoyal,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Lehrerin hat woh einen Vertrag mit dem Zahnarzt oder Supermarkt oder mit Haribo. Wende Dich an die Schulleitung. Das geht gar nicht. Schadet der Gesundheit und belastet die Kassen der Eltern ohne Nutzen für die Kinder.

Kommentar von BigRoyal,

Sorry, nun die Argumente:

  • Gesundheitsschädlich (Übergewicht, Zähne)

  • Teuer

  • Straft mehr die Eltern, als die Kinder

  • Macht notorische Hausaufgabenvergesser zum Star der Klasse

Kommentar von Einzelfahrer,

Ich hab´noch einen: Lerneffekt für die Kinder: Man kann sich, wenn genug Geld da ist, von den Hausaufgaben quasi "freikaufen"! - Da läuft was total in die falsche Richtung!!

Antwort von frugi,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

... Du machst doch hoffentlich bei diesem vorgezogenen "1. Aprilscherz" nicht mit, oder ?

Antwort von Gernspieler,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dazu kann ich als ehemaliger GS-Leiter nur den Kopf schütteln: Unglaublich! Nein, absolut untragbar. Da würde ich mal den Schulleiter fragen, was er dazu meint, aber vorher die Lehrerin über den Gang zum Chef fragen. Ich hasse "Hinter-dem-Rücken-Fragerei"!

Antwort von Cell123,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eine Frechheit, die Eltern sollen für die vergessenen Hausaufgaben des Kindes bezahlen... Wo bleibt da der Lerneffekt? Ne Stunde nachsitzen wäre wohl effektiver. So würde er für seine Vergessligkeit selbst bezahlen, die Süßigkeiten welche sowieso die Eltern kaufen, belohnen ja dann noch, da das Kind gewiss auch davon essen wird...

Antwort von AndyRandy,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde am nächsten Tag, die Süssigkeiten der Lehrerin auf den Tisch legen. Das geht schon mal gar nicht, und wenn Sie nicht Gesprächsbereit ist würde ich mit dem Schuldirektor darüber reden. Dafür ist es Ratsam diese Verfehlung auch zu Dokumentieren. Wann, Was und Wieviel.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community