Frage von chroffer99, 61

Besteuerung einer Gbr ohne Einnahmen mit Einlagen für Betriebsmittel?

Hallo, ich habe mit 4 echten Personen eine GbR gegründet. Diese hat im KJ15 keine Einnahmen und startet mit 0€ Kapital. Wir Gesellschafter haben zu gleichen Anteilen je 400€ in ein Betriebsmittel investiert, welches zum Betrieb der GbR benötigt wird. Wie wird das steuerlich auf Seite der GbR und der Gesellschafter gerechnet? Was wird benötigt?

Antwort
von Traveller24, 45

DDie GbR muss eine Gewinn- und Verlust-Rechnung aufstellen. Der so ermittelte Gewinn oder Verlust wird am Jahresende auf die vier Personen verteilt. Die müssen dann ihre Anteile am Verlust oder am Gewinn in ihrer persönlichen Einkommensteuer-Erklärung aufnehmen und bezahlen dann entsprechend ihre Steuern darauf.

Kommentar von chroffer99 ,

Danke! Aber GuV sind wir auf Grund der Beschaffenheit der GbR nicht verpflichtet abzugeben soweit ich weiß. Und Einlagen der Gesellschafter werden nicht als Gewinn betrachtet. Sollte man die Ausgaben für Betriebsmittel (quasi ein Sportgerät bei uns) denn als Verlust rechnen und somit einen Verlust für 2015 von 2000€ angeben? Der wird ja aber durch die Einlagen gedeckt? :( Vllt brauchen wir doch einen Steuerberater :D

Kommentar von Traveller24 ,

Eine GuV müsst ihr machen, ansonsten könnt ihr ja nicht feststellen, ob ihr Gewinne oder Verluste gemacht habt.

Die Einlagen sind kein Gewinn und auch keine Kosten.

Die Ausgaben für das Sportgerät sind auch keine Ausgaben sondern eine Investition, denn das Gerät könnt ihr ja einige Jahre nutzen. Über die Jahre hinweg verliert es allerdings immer weiter an Wert und dieser Wertverlust sind Kosten. Die sorgen dafür, dass ihr im 2015 einen verlust gemacht habt und den könnte man steuerlich geltend machen.

Ihr braucht zumindest einen Grundkurs in Buchhaltung, besser eine Beratung.

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Eine Einnahme-Überschuss-Rechnung reicht auch. Das ist nicht das Problem.

Nur werden die Gesellschafter das nicht können. Weder so noch so. Das wird auch in einem Buchhaltungskurs nicht erklärt. Dort geht man in aller Regel von der Bilanz aus, allerdings für einen Einzelunternehmer.

Und die Eintragung in die entsprechenden Formulare lernen sie dort auch nicht kennen. Daher werden sie an der Beratung gar nicht herum kommen. Denn das Finanzamt wird auf Abgabe einer Gewinnermittlung (Bilanz mit GuV oder EÜR) und Einreichung der Erklärung bestehen.

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