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Bester Whisky

Frage von QuBe11 QuBe11

Hallo,

welches ist eurer Meinung nach der beste Whisky?

Der meistverkaufte ist natürlich Jack Daniel's Old Nr. 7 und viele schwören darauf. Nur ich hab oft das Vorurteil, dass der "mainstream" eben nicht immer das beste ist. Vielleicht wird Jacky auch nur deshalb so oft gekauft, weil er unter 20 EUR liegt.

Viele andere wie z.b. Johnnie Walker Black Label (25 EUR) oder gar das Blue Label (100 EUR) liegen oft weit darüber. Und da ich nicht 1000 EUR erst mal zahlen will, um nach 30 Flaschen den besten gefunden zu haben, frag ich hier.

Jack Daniel's verspricht allerdings auch als einziger ein gewisses Mellowing-Verfahren (der Whisky läuft Tropfen für Tropfen durch einen 3 m dicken Holstapel eines bestimmten süßen Holzes, welches gleichzeitig brennt -> soll ihm den außergewöhnlichen und sehr milden Geschmack verleihen) und er wird angeblich in selbst hergestellten Weiß-Eichen-Fässern gereift. So viel Aufwand wird selten in einer Destillery betrieben.

Worauf schwört ihr?

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Antworten (11)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von BWLer89 BWLer89

    Hallo, schön dass du begonnen hast dich für Whisk(e)y zu interessieren.

    Ich persönlich mag schottischen Single Malt Whisky am liebsten und kann dir daher auch nur dazu wirklich brauchbare Informationen geben. Wie die einzelnen Whisk(e)y Arten hergestellt werden kannst du ja selber nachgooglen.

    Nun, was ist der beste (Single Malt) Whisky? Die antwort darauf ist sehr einfach: Der der dir am besten schmeckt, denn Geschmäcker sind verschieden. Es gibt ein Paar Whiskys die man probiert haben sollte (vgl. Video): Macallan 12 Jahre Sherrycask, Lagavulin 16 Years, Glenfiddich 12 Years.

    Wie genau die Aromen in einen Whisky kommen ist sehr komplex und immer noch nicht 100%ig erforscht, allgemein kann man abersagen, dass Ex-Bourbonfässer aus amerikanischer WEißeiche dem Whisky einen besonders weichen Charakter verleihen, während ihm Ex-Sherryfässer eher einen kräftigen Charakter verleihen Auch die Form und größe der Brennblasen hat großen einfluss darauf, sehr hohe dünne Pot-Stills wie bei Glenmorangie sorgen für einen besonders weichen, dicke und niedrige Brenblasen für einen kräftigen Whisky.

    Küstenmalts, besonders von der Insel Islay sind oft rauchig und torfig, da hier das verwendete Gerstenmalz häufig über Torfrauch gedarrt wird. Öb ein Whisky auch dadurch Torfaromen aufnimmt, dass das Wasser über Torfmoore geflossen ist, ist nicht eindeutig geklärt.

    Wenn du mehr über die Hintergründe wissen willst kannst du im Idealfall Whiskyliteraturlesen (z.B. von Michael Jackson oder Jim Murray), aber im Zweifel hilft auch Google

    Wie findet man aber jetzt am einfachsten seinen Lieblingsgeschmack? Am besten du probierst zunächst mal Whiskys aus verschiedenen Geschmacksrichtungen, z.B. Euuropäische Eiche (Sherryfass) oder amerikanische Eiche (Bourbonfass), rauchig oder nicht rauchig. Wenn dir dabei ein Whisky besonders gut schmeckt kannst du dir weitere Whiskys die in diese Richtung gehen kaufen und probieren.

    Hierzu kannst du auf http://www.whisky.de/shop/ die Geschmackssuche verwenden, außerdem gibt es dort zu sehr vielen Flaschen Tasting Videos.

    GANZ WICHTIG: Bleibe nicht bei einem Malt der dir gut schmeckt, sondern probiere etwas neues. Außerdem kann es passieren, dass dir rauchige Whiskys am Anfang gar nicht schmecken, allerdings kann sich diese ansicht nach ein paar verkosteten Whiskys ändern. Schließe als nie eine Geschmacksrichtung komplett aus, sondern wage dich einige Zeit später mal wieder mit einem Glas heran.

    Nun noch ein paar empfehlungen als Einsteigerwhiskys zur Orientierung:

    Sherryfass, nicht rauchig:

    Macallan 10 oder 12 Jahre (nicht die fine Oak serie): Vulominös, mit viel Sherryaroma, etwas Süße

    Glenfarclas 15 Jahre: starkes Sherryaroma, anklänge von Rosinen und Gebäck

    Bourbonfass, nicht rauchig:

    Glenmorangie 10 Jahre: Weich, Süß, honigaromen

    Dalwhinnie 15 Jahre: fruchtig süß, weich, Heidekraut

    Sherryfass, rauchig:

    Lagavulin 16 Jahre: Sehr Sehr kräftig, voluminös, rauchig, es brennt nicht, es glüht, Seetang, Meeresaromen

    Talisker Distillers Edition: Sehr ausgewogen zwischen rauch und Sherry aromen, dunkle Früchte, Pfeffer, Chili, langer warmer Abgang, einer meiner Lieblinge

    Bowmore 12 Jahre Enigma

    Bourbonfass rauchig

    Laphroaig 10 Jahre: sehr sehr sehr sehr sehr sehr rauchig, medizinisch, kräftig

    Ich würde dir empfhelen aus jeder Richtung mal eine Flasche zu kaufen da man einen Whisky manchmal einfach öfter probieren muss um ihn zu verstehen. Wenn dir das jedoch zu teuer kommt, gibt es auch die Möglichkeit kleine Samples von 5cl zu kaufen, was sich aber meiner Meinung nach erst bei teureren Flaschen ab 50€ rentiert.

    Lass dich dadurch, dass ich jetzt nur von schottischem Single Malt geschrieben habe aber nicht davon abhalten auch mal einen guten Blend (keinen Supermarktblend, sondern z.B. Whyte & Mackay), einen irischen Whisky, oder einen guten Bourbon (z.B. Rowan's Creek, leider auch nicht im Supermark erhältlich) zu probieren. Auch japanischer Whisky ist in der Regel sehr sehr gut, ich habe aber leider zu selten einen verkostet um brauchbare Tips dazu zu geben.

    Jack Daniel's werde ich persönlich nicht mehr trinken, da er mir nicht schmeckt, weil er, wie leider sehr viele Ami-Whiskeys ein sehr starkes Seifenaroma enthält, egal ob nun Old No. 7, Gentlemans Jack oder Single Barrel. Wie gesagt einfach mal in jede Richtung hineinschnuppern und dann vertiefen.

    Zum Schluss noch meine Lieblingswhiskys, denn danach war ja gefragt:

    1. Macallan Sherryfass 12Y

    2. Macallan Sherryfass 10Y

    3. Talisker Distillers Edition

    4. Glenmorangie Exremely Rare 18Y

    5. Glenfarclas 15Y

    6. Glenmorangie 12Y The Quinta Ruban

    7. Ardbeg Corryvreckan

    8. Dalwhinnie 15Y

    9. Lagavulin 16Y

    10. Laphroaig Quarter Cask

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    Antwort von Jangor Jangor

    Hallo QuBe,

    den besten Whisky gibt es nicht. - wenn man mal von den Umsatzzahlen usw. absieht. Das einzige was zählt ist der Geschmack und über Geschmack lässt sich nicht streiten...

    Am besten gehst Du in ein Fachgeschäft und lässt Dich beraten. Oftmals werden hier auch Proben angeboten, so dass Du nicht gleich in eine ganze Flasche investieren musst.

    Es gibt sehr viele verschiedene Whiskys und die meisten Destillen betreiben schon einen recht hohen Aufwand um einen guten Whisky zu produzieren.

    Das Mellowing-Verfahren klingt aufwendiger als es ist. Die amerikanischen Whiskey werden in der Regel nur einfach destilliert und dieses Verfahren mag das Destillat etwas weicher zu machen.

    Die Schotten brennen zweifach und die Iren sogar dreifach, dadurch bekommt das Destillat einen geringeren Anteil an Fuselstoffen, was ihn weicher und bekömmlicher macht...

    Einen guten Whisky bekommt man ab ca. 25 Euro. Der Blue Label von Jonny Walker ist zwar ein sehr guter Blend aber für knapp die Hälfte hole ich mir lieber einen Lagavulin 16 Jahre - der schmeckt aber auch nicht jedem... ;-)

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    Antwort von Marco7Stgt Marco7Stgt

    Ich schwöre nur auf die echten Single Malt Highland Whiskies aus Schottland, wie z.B. Glen Morangie oder 'The Glen Livet'

    z.B. ==> http://www.spirituosenworld.de/produkte/scotch/details/glenlivet_21.html

    Kommentar von jofischi jofischijofischi

    Geschmacksache, ein Speyside ist kein Anfängerwhisky

    Kommentar von Marco7Stgt Marco7StgtMarco7Stgt

    Aber sehr lecker.... :-))

    oder auch ein LAPHROAIG ....

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    Antwort von promises promises

    Ich find den irischen Whiskey "Tullamore Dew" am leckersten.

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    Antwort von QuBe11 QuBe11

    Ich habe nun selbst ein paar Whiskys durchprobiert und muss sagen, ihr hattet Recht! In der Regel sind die irischen Whiskys einen Tick milder als vergleichbare Scotch oder Canadian Whiskeys.

    Mein Favorit im Augenblick: Bushmill's Single Malt 10 Years (zu einem Preis von wirklich günstigen 30 EUR) Es handelt sich um einen sehr milden, nicht rauchigen Triple Destilled Irish Whisky.

    Danke für eure Hilfe!

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    Antwort von QuBe11 QuBe11

    Ist denn amerikanischer Whiskey dann automatisch "schlecht" weil er aus corn gemacht wird? Wie zb Jack Daniels.

    Kommentar von oliverma3 oliverma3

    Absolut nicht. Es gibt sehr gute amerikanische Whisky. Ist halt alles eine Frage des Geschmacks.

    Kommentar von BWLer89 BWLer89BWLer89

    Rowan's Creek zum Beispiel

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    Antwort von oliverma3 oliverma3

    Es ist der Whisky der beste, der Dir am besten schmeckt und bei einem Glas zuviel nicht gleich den Kopf zerspringen lässt am nächsten Tag. Das Probieren bleibt halt leider nicht aus dabei. Meine Favoriten sind schottische Single Malts (speziell Islay Whisky's). Aus Erfahrung kann ich sagen dass der Preis dabei eine nebensächliche Rolle spielt. Ein kleiner Tipp: Manche Bar's haben eine sehr gute Auswahl an Whisky Sorten und ein Gläschen (auch wenns manchmal überteuert ist) ist immer noch billiger als eine ganze Flasch um 100 Euro oder ev. mehr, die einem unter Umständen dann nicht einmal schmeckt.

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    Antwort von Cougar99 Cougar99

    Zu allererst ein paar Basics zu Whisk(e)y: Kenner unterscheiden schottischen Whisky nach Blended (verschnittenes Produkt aus verschiedenen Brennereien) Scotch, der immer gleich schmeckt, und Single Malt (das Produkt einer Brennerei). Beide sind holzgelagerte Brände aus Gerstenmalz, das über Torffeuern getrocknet wurde. Weiters gibt es Irish Whisky, den finden viele milder und aromatischer finden, der auch aus Gerstenmalz erzeugt wird. Amerikanischer Whiskey wird meist aus verschiedenen Getreidearten, vor allem aber aus Mais hergestellt (daher Corn Whiskey - die Amerikaner nennen den Mais "Corn") und schmeckt deutlich anders. Die Lagerung erfolgt auch hier in Eichnholzfässern, manchmal auch in gebrauchten Sherryfässern, gelegentlich werden die Fässer sogar getoastet (angebrannt) - und jeder Hersteller hat natürlich das beste Produkt der Welt! Übrigens erzeugen auch japanische Firmen nach schottischen Rezepten und Methoden, nach Meinung von Feinschmeckern durchaus gute Whiskies. Aber um das Selberkosten und selber entscheiden führt kein Weg vorbei!

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    Antwort von jofischi jofischi

    Jack Daniel's ist kein Whisky sondern ein Whiskey und somit ein fürchterliches Gebräu welches nichts mit Whisky zu tun hat.

    Kommentar von QuBe11 QuBe11

    dann sag mir doch bitte nen guten Whisky

    Kommentar von jofischi jofischijofischi

    Jameson, Highland Park

    Kommentar von Jangor Jangor

    Jameson ist auch ein Whiskey... aber kein fürchterliches Gebräu ;-)

    Kommentar von jofischi jofischijofischi

    bei den Iren mache ich mal eine Ausnahme

    Kommentar von BWLer89 BWLer89BWLer89

    trinkt mal einen wirklich Guten Bourbon, dann redet ihr vielleicht nicht mehr so schlecht über amerikanischen Whiskey, leider ist es einfach so, dass die Billigware sehr seifig schmeckt und dadurch das gesamtbilt von amerikanischem Whiskey sehr schädigen. Für einen guten Bourbon muss man nur leider in der Regel mindestens 40 oder 50€ berappen, Scotch ist da noch etwas preiswerter

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    Antwort von Giovani93 Giovani93

    PAPA JACKY ! Nichts anderes :)

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    Antwort von lamarle lamarle

    Auf Scotch (Black and White)

    Kommentar von QuBe11 QuBe11

    was meinst du damit?

    Kommentar von lamarle lamarlelamarle

    Ich meine damit, dass ich amerikanischen Whisky nicht mag. Ich trinke am liebsten den Schottischen. Irgendwo hab ich mal eine Flasche geschenkt bekommen, die Sorte hieß "Black an White" und auf dem Etikett waren ein schwarzer und ein weißer West-Highland-Terrier abgebildet.

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