Frage von hallo123allo, 62

Besteht für einen Staatsanwalt (NRW) eine Pflicht zur privaten Krankenversicherung und falls ja, wie hoch sind die monatlichen Beiträge?

Hallo,

ich habe gelesen, dass sich ein Staatsanwalt zusätzlich privat krankenversichern muss?

  1. Ist dies richtig, und wo ist dies geregelt (NRW) ?
  2. Wie hoch bemessen sich die monatlichen Beiträge?

Danke für evtl. Antworten

Antwort
von NochWasFrei, 39

Ein Staatsanwalt ist Beihilfeberechtigt. Das bedeutet, der Dienstherr zahlt für ihn einen Teil seiner Krankheitskosten (50%, bei mehr als 2 Kindern 70%).

Die Differenz zu den 100% ist über eine zusätzliche private Krankenversicherung zu decken. Dies sollte man auch definitiv tun. Es gibt immer wieder Beamte die sich weigern eine zusätzliche PKV abzuschließen. Das führt regelmäßig zum Ärger mit dem Dienstherren, der nicht selten droht, dass dann auch der Anspruch auf Beihilfe entfällt. Mein letzter Wissensstand ist, dass dies nicht rechtens ist. Der Beamte kann nicht zur PKV gezwungen werden. (Korrekturen falls dies nicht mehr stimmt sind willkommen @Kollegen) 

Trotzdem: der Abschluss ist unbedingt zu empfehlen.

Kosten können stark variieren, je nach Anbieter und Umfang. Bei einem 30 Jährigen mit 50% Beihilfe und ohne Schnickschnack so ca. 180€ monatlich. Grobe Schätzung, wie gesagt, hier kann es große Abweichungen geben.

Kommentar von NochWasFrei ,

70% Beihilfe gibt's natürlich nicht bei mehr als zwei Kindern, sondern bei zwei oder mehr.

Antwort
von schleudermaxe, 40

Nein, natürlich nicht. Warum auch? Eine freillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen kann doch wie bisher erfolgen.

Und wenn der Weg wirklich in eine private geht, frage ggf. den Berater von der HUK, den es ja in fast jeder Dienststelle gibt, und vergleiche natürlich auch die Mitbewerber. Nicht alle sind gut und günstig. Viel Glück.

Kommentar von Omikron6 ,

Für Beamte ist die freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung unklug. Man muss nämlich für eine 100%-Absicherung zahlen. Preiswerter ist, die Beihilfezahlungen des Dienstherrn (50% der Krankheitskosten) in Anspruch zu nehmen und die verbleibenden 50% der Kosten durch eine PKV abzusichern. Das ist wesentlich preiswerter.

Kommentar von schleudermaxe ,

... auch später, wenn denn der Ruhestand kommt?

Kommentar von Zumverzweifeln ,

Ja, die Beihilfeleistungen gehen auch an Pensionäre!

Kommentar von DolphinPB ,

"den Berater von der HUK, den es ja in fast jeder Dienststelle gibt ..."

Ja, leider !

Antwort
von basiswissen, 16

Ein Staatsanwalt ist beihilfeberechtigt. Er unterliegt, wie alle anderen auch, der Krankenversicherungspflicht. Er hat die Möglichkeit zu wählen ob er in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben möchte oder ob er, als Ergänzung zur Beihilfe, eine private Krankenversicherung schließen will. Beide Möglichkeiten stehen im offen und er muss eine von beiden Varianten wählen. Welche davon für ihn die bessere ist ergibt sich einerseits aus der wirtschaftlichen Betrachtung und andererseits aus seinen persönlichen Gegebenheiten und der Familienplanung.

Die Beiträge sind unterschiedlich hoch und hängen von verschiedenen Faktoren ab wie zum Beispiel dem Alter und der Beihilfe höher.
Bei der gesetzlichen Krankenversicherung wird der Beitrag nach seinem Einkommen erhoben und bei der privaten Krankenversicherung ist es davon abhängig ob er eventuell noch bestimmte Erkrankungen mitbringt (für die ein Risikozuschlag verlangt wird) und welche Leistungen er versichern möchte.

Antwort
von Zumverzweifeln, 38

Die Beihilfe erstattet dir einen gewissen Prozentsatz deiner Arztkosten , den Rest musst du mit einer PKV abversichern.

Die Höhe des Beitrags hängt z.B. von deinem Alter ab. 

Am besten, du holst dir Angebote verschiedener Versicherungen - übrigens bist du vermutlich nicht der einzige in der Staatsanwaltschaft dort und könntest deine Kollegen fragen. Da erhältst du mit Sicherheit bessere Informationen als hier!

Kommentar von hallo123allo ,

das Alter beträgt 28, wie Hoch wäre der Betrag nach einer "groben" Schätzung 

Kommentar von Zumverzweifeln ,

Du müsstest online ermitteln, wie hoch dein Beihilfeanspruch ist. Wenn das noch 70 % sind, dann gogglest du als nächstes PKVs für Beamte und kannst dir dann ausrechnen , wie viel du zahlen müsstest, um die Differenz hier also 30 % abzusichern.

Ganz grob schätze ich höchstens  200 € - aber das ist eher Kristallkugel- Lesen!

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