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Besteht eine Impressumspflicht für "Google Adsense" und "Google Anyltics"?

Frage von Revanche Revanche

Hallo!

Immer häufiger kommt es mir zu Ohren, dass im Bezug auf vorhandenes "Google Adsense" bzw. "Google Analytics" eine Impressumspflicht herrscht. Aufgrund der Cookies die von den Diensten eingesetzt werden.

Stimmt das nun wirklich? Muss ich diese Dienste in meinem Impressum erwähnen und wenn ja - gibt es dazu irgendwo Beispieltexte die ich verwenden könnte?

In puncto Datenschutz habe ich bislang nur diesen Text hier: Datenschutz Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Genügt dieser nicht, wenn man Google Adsense und Analytics in Anspruch nimmt? Und muss für beide Dienste ein eigenständiger Hinweis erfolgen? Vielen Dank schonmal für die Antworten!

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Antworten (3)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von ericMalaga ericMalaga

    Impressumspflicht nicht, aber im Rahmen der Datenschutzangaben ist es mehr als empfehlenswert.

    Das Problem sind Verbrauchervereine, Abmahnzocker und unbedarfte Richter. Es gibt für viele Angaben im Internet keine einheitliche Rechtsprechung. So geht man lieber auf Nummer sicher und gibt ein paar Sachen mehr an.

    Google AdSense verwendet Dart-Cookies. Diese können nicht wie normale Cookies deaktiviert werden, sind deshalb zumindest bedenklich.

    Google Analytics spreichert die IP-Nummer innerhalb ihrer Auswertungen. Auch das ist bedenklich, wenn auch nicht anders lösbar.

    Jetzt gehen manche Verbrauchervereine - ich hab mich da vor ein paar Wochen schlau gemacht - soweit zu sagen: "Mit der Datenschutzangabe für Google Analytics geben wir uns vorerst zufrieden, tendieren jedoch dazu, dass es eine Opt-In-Lösung geben müsste, d.h. der User sollte ausdrücklich vorher zustimmen, ob er das will. Dennoch wird nicht ausgeschlossen zu einem späteren Zeitpunkt gegen Diensteanbieter (Websitebesitzer) zu Klagen."

    Schöner Mist. So sind wir soweit wie vorher. Es ist weit verbreitet, es ist legal, aber wenn dich jemand verklagt, kannst du nie wissen, was dabei rauskommt.

    Eine Opt-In-Lösung ist nicht praktizierbar. Man stelle sich einen Java-Script-Alert vor für jeden der deine Seite betritt.

    Also: auf jeden Fall mit in die Datenschutzangaben (oder Impressum) schreiben und hin und wieder googlen, ob es nicht zu befürchteter Abmahnwelle gekommen ist.

    Da ist Google AdSense mit dem Dart-Cookie unbedenklicher. Gibst du das richtig an, bist du aus dem Schneider.

    Kommentar von ericMalaga ericMalagaericMalaga

    Hier ist das, was z.Zt. viele Websites deklarieren, die Google Analytics verwenden:

    Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

    Wie gesagt: Das ist das Mindeste, was du reinstellen musst bzw. überleg dir überhaupt mit Google-Analytics zusammenzuarbeiten außer du scheust dich nicht, dein Recht notfalls auch mit Anwalt vor Gericht einzufechten.

    Kommentar von Revanche Revanche

    Danke für die Info. Dass es um Analytics so steht, habe ich nicht geahnt. Im Prinzip kann derzeit auch keine wirkliche Verwendung dafür finden, da die Statistiken nicht "live" angezeigt werden und ich für die zusätzlichen Sache noch keinen nützlichen Bezug habe.

    Deshalb nehme ich diesen Tipp mal dankend wahr und entferne Analytics vorerst von meinen Seiten. Bringt ja nichts, sich eine Abmahnung zu holen ohne wirklichen Nutzen von Analytics gehabt zu haben,

    Kommentar von ericMalaga ericMalagaericMalaga

    Ja, und wenn, versuch dich auf dem Laufenden zu halten. Aber es ist leider so, dass Verbraucherschutzverbände da schon Aktionen für die Zukunft ankündigen. Die wollen eben auch an Kohle kommen - im Sinne des Verbrauchers natürlich ;-)

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    Antwort von Lyriana01 Lyriana01

    ja, besser wär's. Manche gehen sogar so weit zu sagen, dass diese Dienste gegen das Gebot der Datensparsamkeit verstoßen und gar nicht zu nutzen seien.

  • 1
    Antwort von freejack75 freejack75

    ja, besser wär's. Manche gehen sogar so weit zu sagen, dass diese Dienste gegen das Gebot der Datensparsamkeit verstoßen und gar nicht zu nutzen seien.

    Kommentar von ericMalaga ericMalagaericMalaga

    Ja, ich lass auch die Finger von Google Analytics, sobald die Webistes den deutschen Markt ansprechen. Nicht wg. der Datensparsamkeit sondern wegen der potentiell hohen Abmahngefahr, die von Verbraucherverbänden schon angekündigt wurde. Irgendwann wird es in Deutschland sowieso nur noch ein kastriertes Internet geben. Ich wohne in Spanien und bin manchmal erstaunt, wie viele Seiten - von Youtube bis Justin.tv - in ihrer deutschen Version eben keinen Fußball oder viele Songs bieten, mit Hinweis auf die Vermarktungsrechte während in anderen Ländern es die Plattengesellschaften und TV-Sender selbst sind, die die Sachen ins Netz speisen, um auf sich aufmerksam zu machen.

    Kommentar von freejack75 freejack75freejack75

    Naja, Verbot von Adsense und Analytics führt ja jetzt nicht zu einem schlechteren Netz. Die andere Thematik ist das Urheberrecht, aber da sind es ja auch zum Großteil Konzerne wie Sony Music usw., die durch ihre Borniertheit zu einem spärlichen Angebot führen.

    Kommentar von ericMalaga ericMalagaericMalaga

    Was aber sehr einschneidend ist, ist die Rechtsunsicherheit, die in Deutschland besteht. Das gibt's sonst nur noch in den USA. Wenn woanders Angaben fehlen, wirst du von der Behörde darauf hingewiesen. Es geht darum, dass das Impressum korrekt ist und nicht darum, Privatuser mit Abmahnbescheiden zuzumüllen und auf unerfahrene Richter zu setzen, die in Hamburg anders urteilen als in München.

    Eine Sache sind Internet-Abzocker. Eine andere ist, trotz aller Sorgfalt kann heute kein Mensch sagen, ob dein Blog nicht doch als kommerziell eingestuft wird. Es geht nicht mehr darum, ob du Geld damit verdienst sondern findige Abmahner stellen die Begriffe kommerziell und privat gegenüber und finden Richter, die Blogschreiber verurteilen, weil ihr Blog eben kein privater sei, denn er kann auch außerhalb der Familie und des Freundeskreises gelesen werden.

    Abmahnanwälte nutzen jegliche Lücke im Gesetz aus, z.B. auch ob (angebliche) journalistisch-redaktionelle Inhalte vorliegen, für die ein Chefredakteur genannt werden muss. Eine reine Liste mit Top-10 ist nach manch einer Rechtsprechung aktuell als journalistisch-redaktionell anzusehen und setzt voraus, dass die verantwortliche Person genannt wird. Ansonsten gibt es bis zu 50.000 Euro Bußgeld.

    Und noch ein Beispiel: ein Beamter des Bezirks Mittelfranken hat Real Madrid verklagt, weil deren Website einen Sportwettenanbieter zeigt. Real Madrid hat B-Win als Sponsor und dies ist auf ihrer Website - die übrigens nicht einmal auf Deutsch erscheint - zu sehen. Da Real Madrid jedoch nicht dafür sorgt, dass ihre Webiste nicht in Mittelfranken abrufbar ist, kam ein Ordnungsgeldbescheid, der später zur Klage ausgeweitet wurde.

    Gut, dass Europäisches Recht für Real spricht und die das nötige Kleingeld haben, darüber ausgiebig zu lachen. Ein Blogschreiber zahlt dagegen oder ihm wird der Prozess gemacht.

    Und das ist genau das, was es im restl. Europa nicht gibt. Es werden Betrüger und Abzocker verfolgt, nicht Normalbürger.

    Kommentar von freejack75 freejack75freejack75

    Ja, das Abmahnunwesen treibt manchmal schon komische Blüten. Wobei es in der letzter Zeit besser wird, da die Kosten und Streitwerte bisweilen auch wieder radikal niedrig angesetzt werden.

    Ganz so Schwarzmalen würde ich nicht. Auf der anderen Seite ist nämlich auch gut, wenn man kommerziellen Bilderdieben einen Denkzettel verpassen kann.

    Kommentar von girokonto girokontogirokonto

    Na, aber eben doch: Deutschland ist auf Grund des existenten Paragraphen Djungels und der hiesigen Regelungswut zu einem Land geworden, indem ich am liebsten keine Webseiten mehr online stellen will. das heisst nicht, dass ich Bilder klauen würde... das tu ich nicht und ich finde es auch Gut, dass man hier eine Impressumspflicht hat. Bloß meine ich, dass man anscheinend hier schon die rechtliche Pflicht hat, einen Anwalt zu konsultieren bevor man einen Webauftritt startet. Nur so kann man sicher gehen, kein Opfer von Abmahnungen zu werden... aber selbst dass schützt einen nicht dauerhaft: denn der Anwalt kennt sich ja vielleicht auch nicht so toll aus und berät einen zu dem Recht dass heute noch gilt, aber vielleicht morgen nicht mehr. 

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