Frage von Fandre25, 74

Besteht bei mir Anspruch auf Bafög oder sonstige Leistungen?

Hallo ihr Lieben,

kommen wir nun zur näheren Erläuterung meiner bereits oben gestellten Frage.

Habe ich Anspruch auf Bafög oder sonstige Leistungen, wenn ich auf einem Berufskolleg in NRW das berufliche Gymnasium für Gesundheit und Soziales besuchen würde um das Abitur nachzuholen?

Zu meiner Person und Situation:

Ich komme aus NRW und bin 25 Jahre alt, derzeit beziehe ich ALG 2 und wohne noch bei meiner Mutter. Die gewünschte Schule liegt 15 KM entfernt von meinem Wohnort. Im Sommer 2014 habe ich die Fachhochschulreife (Fachabitur) in Sozial-und Gesundheitswesen mit 3,2 bestanden

Selbstverständlich bin ich aktuell auch auf Ausbildungsstellensuche , habe aber bei meiner Suche als Kaufmann für Büromanagement leider NOCH keinen Erfolg gehabt.

Das erreichen des Abiturs ist einer meiner größten Wünsche und ich würde ...alle Risiken miteinkalkuliert...

mir diesen Wunsch lieber jetzt als gleich erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen

Fandre25 (Ja, ich bin ein Spinner, ist okay!)

Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 29

Hi, also ich kann nur was zu Bafög sagen:

Du hast bisher also keine Berufsausbildung? Und was hast du die letzten Jahre so gemacht? Wie war denn bisher dein schulischer Werdegang?

Ein Berufskolleg ist kein geschützer Begriff, das kann also vieles sein. Wie lange geht die Schule? Gab es bestimmte Voraussetzungen (Berufsausbildung etc.)

Wie lange musst du für diese 15km fahren? Es gilt immer der Fahrtweg, deswegen reicht die Kilometerangabe nicht.

Kommentar von Fandre25 ,

Hi, Fortuna1234

zu meinem Werdegang folgendes:

Im Jahr 2008 habe ich den Hauptschulbschluss Typ A gemacht

Ab Sommer 2008 bis Sommer 2010 folgte dann der Realschulabschluss im kaufmännischen Bereich (Handelsschule)

Im Jahr 2010 habe ich ebenfalls keine Ausbildungsstelle gefunden und so habe ich ab Juni 2011 als Praktikant in einem Pflegeheim gearbeitet.

Weil es mir in diesem Seniorenheim so gut gefiel und zur gleichen Zeit ein neuer Bildungsgang an dem Berufskolleg in meiner Stadt angeboten wurde (Fachoberschule für Gesundheit und Soziales mit einjährigem Praktikum) entschloss ich mich dazu, in der selben Einrichtung mein Praktikum weiterzumachen und an dem Kolleg mein Fachabitur zu machen.

Im Jahr 2014 habe ich das Fachabi mit 3,2 bestanden und habe dann ab Herbst 2014 als Pflegehelfer in einem Seniorenheim gearbeitet, allerdings hatte ich dort pech mit meinen Kollegen, die mich mehr oder weniger nach zwei Wochen rausgemobbt haben.

Seit 2015 war ich dann wieder auf Ausbildungsstellensuche, aber leider auch hier nicht erfolgreich, so das ich im Juni vergangenen Jahres an einem Bewerbungstraining der AA teilnehmen musste. 

Und seit dem Suche ich vergebens eine Ausbildungsstelle als Kaufmann für Büromanagement bzw.Kaufmann im Gesundheitswesen, nachdem ich mit der Pflege abgedankt habe.

Seit Anfang diesen Jahres geistert mir der Gedanke durch den Kopf, an einem Berufskolleg in meiner Nachbarstadt das Abitur nachzuholen um so endlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, alle Risiken natürlich bedacht.

Die Schule hat keine besonderen Vorraussetzungen, man muss nur mindestens 19 sein und darf nicht älter als 30 sein. Durch mein Fachabi würde sich die Schulzeit von 3 auf 2 Jahre verkürzen.

Die Fahrt in die Nachbargemeinde dauert 45 Minuten.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Okay,

also dann wäre es einfach ein Abitur machen und nicht nachholen (da du dich immernoch auf dem ersten Bildungsweg befindest). Du baust also nach und nach einfach immer mehr Bildung auf. Respekt dafür!

Aber: Genau deswegen müsstest du für einen Auszug von daheim einen anerkannten Grund haben. Nur mehr als 2 Stunden Fahrtweg (pro Tag) sind unzumutbar.

Du kannst da den schnellsten Weg zur Schule rechnen. Dazu gerechnet werden kann aber auch zB der Fußweg zur Haltestelle (jeder angefangene Kilometer kann mit 15Min angerechnet werden), auch Wartezeiten zwischen mehrere Bussen/Zügen können eingerechnet werden. Und der Fußweg von Haltestelle zur Schule und ggf. Wartezeiten (zb wenn du um 7:15 Uhr ankommst, die Schule erst um 7:50 Uhr anfängt). Genauso der Rückweg. Ist die Schule um 13 Uhr vorbei, der nächste Bus fährt aber erst um 13:20 Uhr? Dann sind diese 20 Minuten Wartezeit und damit Fahrtweg.

Kommst du mit dieser Rechnung auf mind. 2 Stunden Wegzeit pro Tag?

Antwort
von Fandre25, 16

JA, auf dem Hinweg müsste ich zirka 1 KM bis zur Haltestelle laufen(10 Minuten) dann etwa 15 Minuten auf den Bus warten, mit dem Bus fahren (etwa 25 Minuten) und dann nochmals 1 KM laufen (etwa 10 Minuten), sind auf dem Hinweg 1 Stunde und das Gleiche nochmal zurück, also insgesamt 2 Stunden.

Kommentar von SimonG30 ,

diese Aufstellung würde das Amt für Ausbildungsförderung (zumindest bei uns im Bezirk) nicht akzeptieren & zwar deswegen:

dann etwa 15 Minuten auf den Bus warten

Diese Wartezeit würde man streichen oder kürzen, da sie nicht notwendig ist. Du könntest einfach 10 später von zu Hause los & wärst trotzdem ausreichend früh vor der Abfahrt des Buses an der Haltestelle.

Das fällt dem Amt auf, wenn durch solche Sachen die Zeit künstlich erhöht wird.

Eher mit 15 Minuten Laufzeit pro km kalkulieren. Nur so als Tipp, wenn Du nach den Wegezeiten gefragt wirst...

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