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Besteht bei geschlossenen Fonds ein unternehmerisches Risiko?

gefragt von tomscheck am 18.07.2008 um 21:00 Uhr

Ich habe gehört, dass bei geschlossenen Fonds der Anleger als "Kommanditist" zu sehen ist, sprich: ich hafte nur in Höhe meiner Kapitaleinlage. Gibt es für mich auch ein Risiko zu beachten?

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Finanzen x 23.690 Anlage x 383 Kapital x 81 Kommanditist x 2 geschlossener Fonds x 1

Niklaus
beantwortet von Niklaus am 18. Juli 2008 22:46
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Geschlossene Beteiligungen unterliegen immer dem unternehmerischen Risiko. Wenn die Beteiligung eine Nachschußpflicht hat, kann es zu einem erhöhten Verlust kommen. Ein Laie kann in der Regel, an Hand des Prospektes feststellen, ob sich di Investition lohnt und welche weiche Kosten darin enthalten sind.


justii
beantwortet von justii am 19. Juli 2008 16:08
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Lasse Dir die verbindlichen Prospektunterlagen eines geschlossenen Fonds zusenden und lese Dir aufmerksam die komplette Risikobeschreibung durch. Da gehen Dir die Augen von selbst auf.

Diese Risiken bleiben auch bestehen, wenn gut daran verdienende Vermittler noch so geschickt von diesen Risiken ablenken und diese für "kaum wahrscheinlich" einstufen.

100%ig seriöse Anbieter gibt es in diesem Bereich nur gaaaaanz wenige, aber sehr viele, die sich auf einer rechtlichen Gratwanderung befinden. Natürlich sagt aber jeder von sich: "Ich bin der Gute!"

Um gigantische Kosten zu vertuschen, werden oft die genialsten Konstrukte entwickelt, welche von Laien überhaupt nicht und von Fachleuten oft erst nach detaillierter Beschäftigung mit den Unterlagen und den Verschleierungskonstruktionen nachvollzogen werden können. Leider ist es für Privatanleger oft zu spät, bis sich entsprechend kritische Fachleute (oder die Gerichte) mit diesen Konstrukten beschäftigen.

Oft werden solche geschlossene Fonds auch mit einem vollkommen falschen Ansatz an Privatanleger verkauft. Ihnen wird z.B. im Falle von geschlossenen Immobilienfonds vorgegaukelt, daß so auch der Kleinanleger an den Vorteilen einer Immobilieninvestition partizipieren kann. Dabei geht es den Initiatoren dabei allein um das breite Kapital der Masse. Denn da die Beteiligung im Zweifelsfall vollkommen unliquide sein kann, bedeutet dies für viele Kleinanleger das finanzielle Aus!

Für wen ist so eine Beteiligung geeignet? Wenn eine sehr vermögende Privatperson mehrere Immobilien hintereinander gehandelt hat (Kauf/Verlkauf), dann wird diese steuerrechtlich als gewerblich eingestuft. Dies bedeutet gravierende Nachteile. Beteiligt sich diese Person nun in geringfügigem Umfang an einem geschlossenen Fonds, so bleiben die steuerlichen Vorteile für Privatpersonen erhalten. Und wenn sich so eine vermögende Person mit 3 Millionen an einem 30 Millionen-Objekt beteiligt, dann ist das nunmal geringfügig. Diese vermögende Person ist i.d. Regel finanziell erfahren und kann es durchaus verkraften wenn die Anlage auch für einen längeren Zeitraum unliquide ist. Für diesen Personenkreis bedeutet dies auf jeden Fall nicht das finanzielle Aus!

Leider gibt es für die vielen Grauzonen-Initiatioren viel zu wenig wirklich vermögende Privatpersonen, so daß irgendwann jemand auf die äußerst zweifelhafte Idee gekommen ist, den unerfahrenen Kleinanlegern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Schöne Grüße

justii


anonym
beantwortet von dfranke am 18. Juli 2008 22:25
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Die oben gemachte Antwort ist nur insofern richtig, als keine Nachschusspflicht besteht. Ist eine solche vereinbart, besteht nicht nur das Risiko des Totalverlustes, sondern auch darüber hinaus. Diese Fondskonstruktionen werden heutzutage aber von kaum einem seriösen Anbieter mehr verwendet. Eine erste Übersicht der Risiken geschlossener Beteiligungen kannst Du auf http://www.geschlossener-fonds.net/risiken.html nachlesen.


regideur
beantwortet von regideur am 18. Juli 2008 21:06
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Dein Risiko ist Deine Einlage.

Im schlimmsten Fall verlierst Du alles.

Ein weiteres Risiko gehst Du nicht ein.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 18. Juli 2008 22:43

Manche Beteiligungen haben ein Nachschußpflicht. Da kann essogar dann noch mehr werden.


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