Frage von melky2000, 29

Beste Taktik für 1. und 2.Wahlstimme?

Ich habe mich jetzt für eine Partei entschieden die laut aktuellen Prognosen ca.3% schafft.Deswegen möchte ich jetzt eine meiner Wahlstimmen einer großen Partei geben, damit ich da auch noch etwas `bewirken´ kann.

Wie sollte ich jetzt meine 2 Wahlstimmen am besten einsetzen, so dass beide davon profitieren können? Welche Stimme braucht die große und kleine Partei mehr?

Berlin2016

Antwort
von MrHilfestellung, 26

Mit der Erststimme wählt man ja eine Einzelperson. Ich gehe mal davon aus, dass deine favorisierte Partei auch nicht besonders große Chancen hat den*die Direktkandidat*in in deinem Wahlkreis zu bekommen, also wäre es da wahrscheinlich taktisch klüger den*die Kandidat*in der großen Partei zu wählen.

In Berlin gibt es aber viele Wahlkreise wo der*die Gewinner*in der Erststimme schon so gut wie feststeht. In Friedrichshain-Kreuzberg bspw. werden zu 99% die Grünen alle Wahlkreise gewinnen, also ist es da fast egal, ob man die Erststimme der CDU, der PARTEI oder der Bergpartei gibt.

Ähnlich ist es in Steglitz-Zehlendort, nur dass da halt die CDU gewinnt.

Die Zweitstimme ist wichtiger, da wählt man auch quasi die Partei und nicht nur eine Person, und da würde ich immer die Partei wählen, die man selbst am besten findet. Also in deinem Fall die kleinere Partei.

Bei der dritten Stimme für die BVV ist es dann wieder eine komplett andere Situation, da man ja nur 3% braucht um Sitze in der BVV zu bekommen.

Antwort
von tryanswer, 20

Mit der Erststimme wählst du einen Abgeordneten, mit der Zweitstimme eine Partei bzw. deren Liste.

Es macht also Sinn die Erststimme an die "große Partei zu geben" - in der Regel werden kaum Abgeordnete kleiner Parteien gewählt. Die Zweitstimme gibst du dann deiner Wunschpartei - denn Zweitstimmen spalten sich nicht auf einzelne Abgeordnete auf, sondern unterstützen die Partei insgesamt.

Antwort
von ThommyGunn, 10

Die Erststimme macht i.d.R nur bei den beiden großen Parteien CDU und SPD Sinn, da die sich Direktmandate letztlich teilen.

Sinn macht z.B. Erststimme SPD, Zweitstimme Grüne, oder Erststimme CDU und Zweitstimme FDP, um eben den klassischen kleinen Partner zu stützen und zu hoffen, dass es für den größeren Partner Überhangsmandate gibt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Erststimme für die größere Partei bzw. die Partei die im jeweiligen Wahlkreis vermutlich das Direktmandat gewinnt (das kann lokal auch mal die Linke sein), Zweitstimme für die kleinere Partei - sofern man die großen Parteien stützen möchte.

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