Frage von Lu0800, 33

Beste Organisation für einen Austausch?

Hey ihr Lieben, ich weiß, solche Fragen gibt es hier viele, und sie alle sind ziemlich ähnlich, dafür entschuldige ich mich schon einmal :) Doch mir liegt ziemlich viel an dieser Frage. Ich plane im Sommer 2017 für ein Jahr in die USA zu gehen, um dort die High School zu besuchen. Nach der Entscheidung, dies auch wirklich zu machen, kam für mich ein ziemliches Problem auf: die Organisation. Es gibt unzählige Organisation, mehr oder auch weniger bekannt. Zuerst habe ich an EF und AIFS gedacht, doch bei genauer Recherche gab es da Berichte, die mich daran zweifeln ließen. Natürlich gibt es keine "perfekte" Organisation, das ist mir klar. Doch dieses Jahr MUSS klappen, und die Wahl der Organisation ist dafür unerlässlich. In Foren und auch Ratgebern (Bücher) habe ich mich schon extrem viel informiert, doch entschieden habe ich mich noch nicht. Was sind so eure Erfahrungen? Ich werde mich wahrscheinlich für das PPP vom Bundestag zu bewerben. Dabei würde mir dann direkt die Organisation YFU, über die ich bisher einiges Gutes gehört habe, zugeteilt. Habt ihr Erfahrungen mit dieser Orga. und wenn ja wie sind sie so?

Zudem habe ich noch darüber nachgedacht, (wenn möglich) eine bestimmte Region/Bundesstaate zu wählen. Ist dies wirklich empfehlenswert? Und gibt es auch Möglichkeiten, Staaten auszuschließen anstatt sich auf einen festzulegen?

Ich weiß, das waren jetzt mehr als eine Frage, nur für mich ist es extrem wichtig, denn so ein Jahr ist eine einmalige Chance, die ich nutzen und auch bestmöglich erleben möchte. Danke, dass ihr bis hierhin ausgehalten habt ;) LG Lu

Expertenantwort
von stufix2000, Community-Experte für USA, 22

Hi,

Wenn du dich für das PPP bewerben willst,
schränkst du die Auswahl deiner Organisationen ja schon beträchtlich ein.

http://schueleraustausch-usa.e2make.com

Genau bei dreien kannst du dich sowohl für das PPP als auch generell für ein Austauschjahr bewerben.

Diese Organisationen sind so genannte gemeinnützige Organisationen und arbeiten in diesem Bereich schon sehr lange mit sehr viel Erfahrung und Unterstützern auf der ganzen Welt.

Diese Orgas würde ich mir einfach mal genauer anschauen.

Geh davon aus, dass Menschen immer eher geneigt sind in Foren ihre schlechten Erfahrungen zu schreiben als ihre guten.  

Du kannst mit jeder Organisation ein super Jahr haben, aber auch ein schlechtes.

Die Aufgabe der Organisationen ist es hauptsächlich, dich ordentlich vorzubereiten und dafür zu sorgen dass du dein Visum für die USA bekommst.

Das Visum wird von einer Partnerorganisationen in den USA, die als Sponsor fungiert, bearbeitet.

Es gibt nur eine hand voll Organisationen, die dies im Auftrag der Homland Security tun dürfen. Das ist der Grund, warum alle Organisationen, die in Deutschland arbeiten, nur mit diesen drei oder vier Organisationen in den USA zusammen arbeiten und deshalb ist die Auswahl der deutschen Organisation gar nicht so ausschlaggebend.

Denn sowohl das Visum als auch die Suche nach der passenden Gastfamilie übernimmt die Partner Organisationen in den USA.

Regionen Wahl ist meiner Meinung nach völlig unnötig und kostet nur Geld, das man lieber für andere Dinge einsetzen könnte.
Bei der Wahl gibst du bis zu drei Bundesstaaten. Da diese nun mal sehr groß sind, gibt es zum Beispiel in Kalifornien, nicht nur Städte am Strand oder Großstädte wie LA oder San Francisco, sondern auch viele kleine und mittlere Städte und Gemeinden, die irgendwo im Landesinneren sind. Auch dort kannst du ein wunderbares Austauschjahr verbringen. Wichtig ist deine Einstellung, deine Schule und deine Gastfamilie.

Die Region-Wahl schränkt zudem deine Platzierung ungemein ein, da man deine Gastfamilie eben nicht im gesamten Land suchen kann,  sondern nur in einem eingeschränkten Teil.

Antwort
von Suomenleijona, 18

Ich kann AFS empfehlen, ich bin Momentan mit AFS in Finnland.

Dort kannst du nicht auswählen, wo du hinkommst, sondern sie versuchen die best passende Gastfamilie zu finden.

Ein Kolleg von mir ist mit YFU hier in Finnland und er ist glaube ich ganz zufrieden.

Antwort
von LilliSpain, 12

Hi, ich habe vor 8 Jahren ein Austauschjahr gemacht und ich hoffe ich kann dir helfen.

Durch das PPP engst du die Orgaauswahl ja auch schon mal gewaltig ein, da kannst du dich dann bei keiner anderen Orga bewerben, solange du nicht weißt, ob du das PPP bekommst.

Man sollte sich für die USA immer bei 2-3 Orgas bewerben, denn nicht alle werden dich nehmen. Durch das PPP kannst du aber mal nur YFU nehmen, da du ja von den anderen Orgas eine Zusage bekommst, wo du dann innerhalb von ein paar Wochen den Vertrag unterschreiben musst.

Bei YFU hast du die Auswahl zwischen 2 Verträgen durch das PPP. Der eine ist ein ganz normaler, sprich auch wenn du das PPP nicht bekommst, wirst du mit YFU gehen. Der andere, ist einer wo drin steht, dass du nur mit YFU gehst, wenn du das PPP nicht bekommst.

Beim ersten solltest du dir also sicher sein, dass du YFU auch wirklich willst, und ob du das PPP so wichtig ist, auch wenn dir YFU nicht gefällt. Beim 2. würde sich der Vertrag nach einer Absage vom PPP auflösen und du könntest dir eine andere Orga suchen, die dir mehr gefällt.

Dies kannst du allerdings erst machen, wenn das ganze mit dem PPP abgeschlossen ist, was Januar oder Februar sein kann, was dann knapp wird für andere Orgas, da die Bewerbungsfrist Mitte März endet, falls es da überhaupt noch Plätze gibt.

Ich dann dir YFU; AFS; AIFS, Xplore und iSt empfehlen, von denen hört und liest man sehr viel gutes. Natürlich liest man von all diesen Orgas auch schlechtes, weil sie eben doch nicht so klein sind, und sie somit mehr ATS haben. Dass nicht immer alles klappt ist auch klar, oft können aber die Orgas in Dland garnichts dafür, da sie ja alle Partnerorgas haben, die haben Betreuer und die haben die Gastfamilien, da kann einiges schief gehen.

Aber das kann dir bei jeder kleinen Orga, wo man keine negativen Berichte im Internet findet genau so passieren. Nur gibt es da weniger ATS, also weniger denen sowas passieren kann, und von denen schreiben wahrscheinlich nicht gerade viele alles ins Internet.

Du solltest da immer schauen, was die genau schreiben, kann dir Orga in Dland wirklich was dafür, haben sie ev. selcher auch eine Teilschuld, etc.

Wenn dir YFU gefällt und du auch mit denen gehen willst, falls du das PPP nicht bekommst, dann kannst du gleich den ersten Vertrag unterschreiben, und die Sache ist geritzt.

Das solltest du jetzt mal zuerst klären, sagt die YFU so zu, dass du keine andere Orga brauchst, oder willst du ohne PPP doch mit einer anderen Orga gehen.

Das mit der Regionen- oder Staatenwahl solltest du gleich bleiben lassen, das kostet nur sehr viel Geld und bringt nichts. Durch das ganze schränkst du die Gastfamiliensuche nur unnötig ein. Was wenn deine perfekte Familie in einem ganz anderen Staat wohnt, und du dann zu einer kommst, die nicht so gut passt?

Dann gibt es immer weniger Gastfamilien und immer mehr ATS, wenn dich in deinen Staaten keiner will, was dann? Entweder du landest dann doch ganz wo anders, hast dich aber schon auf deine Staaten gefreut, oder du musst zuhause bleiben, weil man zu lange gewartet hat, bis man dich an anderes Staaten geschickt hat.

Man kann in jedem Staat in der Pampa landen, in den USA sogar sehr sicher, von daher sind die 1000 Euro wirklich besser angeleget, wenn du sie mitnimmst, und dir dort was kaufst, was dich immer an dein Jahr erinnert.

Antwort
von saintemarie, 15

Hallo Lu,

erstmal freue ich mich, dass du diesen Entschluss gefasst hast und dich auch schon rechtzeitig darum kümmerst.

Ich selber war mit AFS weg, mehrere Freunde mit YFU. Ich kann dir beide Organisationen empfehlen? Warum? Nun, die meiste Arbeit wird von Freiwilligen erledigt, vor allem im lokalen Komitee. Das hat auch Nachteile, hatte aber für mich den Vorteil, dass ich von Leuten betreut wurde, die selber ein Auslandsjahr hinter sich hatten und voll hinter der Sache standen.

Ich rate dir ab, dich auf bestimmte Staaten festzulegen. Meiner Erfahrung nach, geht es in dem Jahr nicht darum, die beste, tollste, coolste Großstadt zu erwischen; sondern darum dich in ein System mit anderen Regeln zu integrieren und dich dabei selbst besser kennenzulernen - da spricht nichts gegen eine Kleinstadt in Montana ;)

Kommentar von Lu0800 ,

Danke :)

Es geht mir nicht darum, in irgendeine Stadt zu kommen oder so was in der Art. Ich habe nur z.B. viel Schlechtes über die Schule in Mississippi gehört, andererseits bin ich kein großer Fan von Kälte (Beispiel Alaska), obwohl ich nicht deshalb das Jahr doch nicht machen würde. Jeder Staat ist auf seine Weise schön und ich bin mir bewusst, dass die "perfekte" oder besser gesagt am besten für mich geeignete Familie nicht unbedingt in meinem Wunschstaat liegen kann. Trotzdem mache ich mir halt schon viele Gedanken und möchte alle Möglichkeiten abwägen... :)

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