Frage von MerryX, 138

Besseres Leben , Islam , mehr Ziele?

Assalamualeikum Liebe Community,
Im letzter Zeit habe ich mir viele Gedanken gemacht über mein Leben.
Ich möchte ein besseres Leben führen , egal was kommt , wenn ich krank werde , wenn ich wichtige Menschen verliere, ich möchte Allah glücklich machen , ich möchte , dass viele gute Taten machen , ich wollte schon immer sowas zwischen lebenslustig und gläubig sein , also jemand der sehr sehr nah an Allah ist und jemand der auch sehr lebenslustig ist
Vielleicht klingt das komisch , also ich meine damit , dass ich , oh das ist so schwer zu erklären , also irgendwie irgendwo auch " normal " sein , trotz eines starken Imans , also keine Sünden und bla bla bla
Ich hoffe ihr versteht mich
Was gibt es für Dinge die man für den Islam tun kann ? Wie kann ich es schaffen einen viel stärken Iman zu kriegen , besser Leben
Könntet ihr mir ein paar stichpunkte aufschreiben ? Also quasi eine Liste, Wallah für denjenigen der mir hilft und ein paar Stichworte aufschreibt , für den mache ich bittgebete
Danke im Voraus an die Muslime , an die Hilfsbereitschaft, möge Gott euch eure Wünsche erfüllen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von YassineB87, 27

Also das wichtigste im Islam ist immer die Niyya, also die Absicht - mit deiner Auffassung, hast du also schon eine Menge Plus Punkte! Was man tun kann:

- Spenden, nicht damit es andere sehen, sondern um zu wissen das du hilfst

- Soziales Engagement , arbeit mit Kindern lesen und schreiben beibringen. das ist gottgefällig. ich hatte immer in der AWO gearbeitet. vor allem ehrenamtlich macht es sinn und wird gebraucht! leider immer mehr gebraucht...

- lebe nach den Grundsätzen, auch so kleine Dinge wie nicht lästern und anderen menschen in möglichst vielen Belangen helfen. 

- Mach omra oder Hodj wenn du dafür bereit bist. 

- man kann auch immer fasten, wenn man möchte

ich hoffe das hillft

Antwort
von furkansel, 22

Du kannst dir ja eine Liste machen, in dem du dir Ziele setzt. Z.B. alle Pflichtgebete verrichten, täglich Kuran lesen usw. und dann Schritt für Schritt diese Liste abarbeiten. Dabei ist es sehr wichtig, dass du dabei nicht übereilt vorgehst, ein Auto kann auch nicht von einem Moment auf den anderen von 0 auf 100 beschleunigen. Fokussiere dich auf ein Ziel, nähere dich mit der Zeit diesem Ziel an und erreiche ihn dann. Hierbei ist es wichtig, sich in Geduld zu üben und nicht aufzugeben. Es kann sein, dass du zwei Schritte nach vorne und dann wieder einen zurück gehst, das passiert und gehört dazu. Da musst du es ganzheitlich betrachten und trotzdem weiter machen. Du kannst dir ja auch vornehmen, dich mehr in der Gemeinschaft zu engagieren. Du könntest ja z.B. später, wenn du bisschen älter bist, auch Flüchtlingen helfen usw. Wenn du dich in der Gemeinschaft mehr engagierst, lernst du auch andere Leute kennen und so. Bei mir z.B. ist es so, dass ich ein eher zurückhaltender und schüchterner ruhiger Junge war bzw teilweise noch bin. Aber ich bin jetzt in einer wg mit bekannten, wo wir zsm beten usw und ich helfe jetzt allgemein auch mehr, da ich den Sumpf bei meiner Familie (ich nenne das so, weil ich da unproduktiv Zuhause saß und von Schule abgesehen nur PC spielte und mich nur ab und zu mit anderen traf) verlassen habe (natürlich mit dem Einverständnis meiner Eltern).
Und ich muss sagen, es macht Spaß, ich habe in kurzer Zeit viele verschiedene Menschen kennen gelernt und ich fühle mich auch nicht mehr so nutzlos wie früher. Ich könnte dazu noch mehr schreiben, aber dies soll nur ein Anstoß für deinen eigenen Gedankengang sein. Und nicht vergessen: Die Jugend ist ganz wichtig, einmalig und vergeht sehr schnell. Nutze sie sinnvoll, du wirst im Jenseits Rechenschaft darüber ablegen, wie du deine Jugend genutzt hast. Tue Dinge, für die du später wegen Ausbildung oder Uni keine Zeit mehr haben wirst!

Kommentar von furkansel ,

Zu der Liste: Schreibe auf, was bei dir noch fehlt bzw lückenhaft ist beim praktizieren des Islams. Schreibe auch deine Sünden und schlechten Seiten auf und versuche von diesen wegzukommen. Da kannst du dich am selber am besten einschätzen. Und die Liste gut aufbewahren, falls du nicht willst, dass andere diese lesen.

Kommentar von MerryX ,

Danke Bruder für diese hilfreichen Tipps , ich werde versuchen es so zu machen , ein besseres Leben zu führen , im Sinne von , die Religion , mich mehr mit ihr zu beschäftigen. Möge Allah dir alle wünsche erfüllen und incha Allah werde ich bittgebete machen , für jeden hilfsbereiten Menschen sollte man sowas tun

Kommentar von furkansel ,

Gern geschehen und vielen Dank für dein Dua!

Antwort
von ArbeitsFreude, 38

Zum einen, liebe MerryX, schließe ich mich denen, die Dir hier schon geantwortet haben, an.

Ergänzen möchte ich noch, dass Du ein besseres Leben dann führst, wenn Du Dich für Deine Mitmenschen einsetzt dort, wo sie es nötig haben,

Hilfe denjenigen anbietest und leistest, die es nötig haben und wünschen und Dich dort zurückhältst, wo ein solcher Wunsch nicht auf Gegenliebe stößt...

Das umzusetzen ist enorm viel -

FREUDE aber dabei und im Leben überhaupt wirst Du nur haben, wenn Du von der klassisch-fundamentalistischen Auslegung Deines Glaubens weg kommst.

Denn ansonsten wirst Du vor lauter Angst (vor Sünde, vor Strafe, vor Zorn Allahs, vor Saytan, vor der Hölle....) keine Freude empfinden können!

Also lebe DEINEN Islam und nicht den, den Dir andere MENSCHEN vorgeben, weil andere Menschen Allah und seinen Willen gar nicht kennen können (auch wenn Sie es behaupten)!

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Lebensfreude!

Kommentar von YassineB87 ,

naja mir hört sich die/der FS nicht sehr fundamentalisticsch an durch die frage muss ich sagen... wie kommst du drauf?

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Mir kam sie auch nicht so vor, lieber Yassine,

ich wollte sie dennoch vor allzu wohl meinenden Glaubensgeschwistern warnen;)

- Irgenwie hatte ich da Bedenken - denn jemand, der unbedingt Allah glücklich machen möchte, den halte ich zumindest potenziell für anfällig, extremen Meinungen zuzuhören, wenn diese mit dem Allahgefälligseinversprechen einhergehen...;)

Kommentar von YassineB87 ,

Achso, ich hatte es so rausgelesen sorry lieber Arbeitsfreude!
aber soweit denke ich würde man nicht gehen, wenn man "nur" im Wohlgefallen gottes leben möchte. Das ist ja im Grunde der Grundsatz jeder religion - "glücklich machen" ist da nicht so zutreffend, wie "zufrieden stellen" denke ich, um die Belohnung zu erhalten (Paradies oder erleichtertes Leben)

Antwort
von DieSchiiten, 14

Viele Dua's rezitieren: Imam Baqir a.s sagte: „Werde niemals der “ Dua“ müde, da Allah s.t. ihm besonderen Wert zumisst.“

Dua Kumayl ist ein sehr gutes Bittgebet. Donnertags am Abend 

http://www.eslam.de/manuskripte/bittgebete/dua-ul-kumail.htm


Almosen: Der Gesandte Allah’s (s.) sprach: „Die Spende lässt das Feuer des Zorns des Herrn erlöschen und hält von einem üblen Tod fern.“(Nahj-ul-Fasaha, Hadith-Nr. 646)


Die Ahlul Bayt lieben und ihnen Folge leisten:   Der Prophet (s) sagte: „Uns (Ahlul Bayt) liebt einzig und allein der fromme Gläubige und nur der elende Heuchler ist des Hasses voll für uns.“

Der Gesandte Allah's sagte: Derjenige, der mich liebt und al Hassan (a) und al Hussein(a) ;und wer ihren Vater (Ali (a) und ihre Mutter (Fatima (s) liebt; der wird mit mir im Paradies sein.“

Prophet Muhammad (ص):„Dschihad einer Frau ist es ihren Mann gut zu behandeln.“ 

Der Gesandte Allah's (s)  sprach: "Das beste Nachdenken ist das Gedenken an den Tod.

Amir ul-Mu'mineen Imam Ali ibn Abi Talib (a) sprach: "O ihr Menschen, fürchtet Allah, Der hört, wenn ihr sprecht, und Der kennt, was ihr verbergt. Bereitet euch auf die Begegnung mit dem Tod vor, der euch ereilen wird, auch wenn ihr davonlauft, der euch fassen wird, auch wenn ihr stehen bleibt, und der an euch denkt, auch wenn ihr ihn vergesst."

(Nahjul-Balagha, Ausspruch Nr. 203)

Unser edler Prophet Muhammad (s.) sagte: „Die gute Tat, die Belohnung schneller nahe bringt ist die Aufrechterhaltung der Verwandtschaftsbande.“
(al-Kulainī, al-usūl min-al- kāfī, Band 2, S. 152)

Imām  Jafar as-Sādiq a.s erzählte: „Jemand kam zum Gesandten Gottes (s.a.a.s.) und sagte: O Gesandter Gottes, wem soll ich etwas Gutes tun? Er antwortete: Deiner Mutter. Er fragte weiter: Und wem dann? – Deiner Mutter. Und wem dann? – Deiner Mutter! Und wem dann? – Deinem Vater.“
(al-Kulainī, al-usūl min-al- kāfī Band 2, S.160)

Usw. 

Antwort
von Temas, 32

Du brauchst Gott nicht glücklich zu machen, und um ehrlich zu sein habe ich diesen Satz auch so noch in keiner Schrift gelesen. 

Ich finde der heutige Islam ist sehr autoritär geworden und verlangt von den Menschen blinden Gehorsam. Ich glaube das geht in eine ganz andere Richtung als es ursprünglich gedacht war. 

Und wenn du zwanghaft versuchst, dich nach etwas zu richten, dann wirst du nie glücklich werden. 

Die glücklichen Gläubigen, die ich kenne, egal ob Christ oder Muslim, sind glücklich weil sie sich an die religiösen Vorschriften und Regeln einhalten, ohne sie explizit zum Ziel zu machen. 

Ich meine, gib einem Kind drei Kuscheltiere mit dem es spielen darf, und noch dazu ein viertes, welches aber verboten ist anzurühren. Nun wird das Kind so darauf Lust bekommen, genau mit dem Spielzeug zu spielen, welches verboten ist, obwohl es noch drei erlaubte Alternativen zu Verfügung hat. 

Leb du dein Leben, und richte dich vor allem nach den Werten und Normen, die du als Mensch als vernünftig wahrgenommen hast. Der Islam ist eine sehr strenge Religion und verlangt vollkommene Unterwerfung vom Menschen, das ist nicht einfach, vor allem nicht für solche, die immer noch Zweifel und Schwierigkeiten haben, ähnlich wie du. 

Es ist wie eine Treppe, du kannst nicht auf einmal hundert Stufen steigen, das geht alles Schritt für Schritt, fange klein an.

Das wichtigste in Sachen Glauben ist, dass es wirklich vom Herzen kommt, Wenn man sich zwanghaft Vorschriften unterordnet, und davon gibt es im Islam wie gesagt sehr viele, dann kann dadurch auf Dauer Frustration enstehen, und dies kann zu Aggressionen, Depressionen etc. führen. 

Antwort
von Cruiser67, 37

Ich bin zwar nicht religiös,  aber trotzdem weiß ich, dass man zumindest die Meinung anderer respektieren sollte.

Deine "Androhung" jeden Kommentar zu melden, der gegen den Islam geht, ist kindisch und beweist, dass dir noch einiges an geistiger Reife fehlt.

Das verurteile ich aber nicht, sondern ich nehme das einfach so hin. Jeder macht seine eigene Entwicklung durch und ich respektiere dich und deinen Glauben. Wenn auch du das von dir behaupten kannst, bringt dich das im Leben auf jeden Fall weiter.

Finde deinen Weg und werde glücklich damit, aber bitte verliere nie den Respekt gegenüber denen,  die nicht an ein göttliches Wesen glauben.

Kommentar von MerryX ,

Ich meinte , dass ich die Kommentare melde , mit Beleidigungen gegen meine Religion und nichts anderes

Kommentar von Cruiser67 ,

Okay, das nehme ich so zur Kenntnis! Alles Gute für dich!

Antwort
von Empylice, 26

Ich bin Atheistin und muss zugeben, dass ich nichts vom Islam halte, deinen Glauben aber dennoch respektiere. Um respektiert zu werden, muss man aber selbst auch andere Ansichten respektieren. Wenn du mich also meldest, weil ich keine Freundin deiner Religion bin, respektierst du mich definitiv nicht, somit auch keinen anderen mit anderer Meinung, heißt: Du könntest mit deiner Einstellung andere User provozieren und noch mehr negative Bemerkungen bekommen.

Also, zu deiner Frage: Ihr Muslime seid sicher, dass Allah barmherzig und gütig ist. Ok, von diesem Standpunkt ausgehend müsste es Allah doch gefallen, wenn man Gutes tut, vielleicht, indem du Bedürftigen hilfst, ähm...kranken Menschen, armen Menschen...Dich also sozial betätigst.

PS: So könntest du auch den anderen Menschen zeigen, dass der Islam tatsächlich gut ist. Wäre das nicht eine bessere Methode, jemanden von Allah zu überzeugen als mit dem Zorn Gottes zu drohen?

Das ist KEIN Angriff und auch nicht böse gemeint.

Kommentar von MerryX ,

Ja ich verstehe , aber ich wiederhole , ich meinte dass ich die Kommentare melde , mit Beleidigungen gegen meine Religion und nicht , die Kommentare von Leute , die eine andere Religion haben

Kommentar von Empylice ,

Gut, dann muss ich mich entschuldigen. Das ist selbstverständlich dein gutes Recht. Keiner möchte wegen seines Glaubens oder Nichtglaubens beleidigt werden. Ein Gläubiger sollte einem Ungläubigen seine Sicht der Dinge zugestehen, aber das muss natürlich auch umgekehrt so sein.

Ich entschuldige mich nochmal aufrichtig für dieses Missverständnis.

Kommentar von Wurzelstock ,

Empylice, schlag nicht versehentlich mit dem Kopf auf dem Boden auf!

Denn was eine Beleidigung ist, bestimmt sie zunächst selbst. Ob die Moderatoren ihrer Auffassung gefolgt sind, erfahren wir nicht. Auf diese Weise werden im deutschen Sprachraum massiv negative Äusserungen aus der Diskussion um den kräftig missionierenden Islam herausgefärbt, während sie für alle anderen Weltanschauungen erhalten bleiben.

Ist das noch niemand aufgefallen? Ich jedenfalls sehe es mit Sorge! Die Maxime des Christentums jedenfalls ist eine andere, seit dessen Religionsgründer nach der Überlieferung mit Purpur, Zepter und Krone verhöhnt wurde.

Kommentar von Empylice ,

Hab je abgestritten, dass sie das selbst bestimmt? Ich sagte lediglich, dass eine andere Sicht nicht gleich eine Beleidigung sein. Oder verstehe ich dich grad falsch?

Kommentar von Empylice ,

ist...nicht sein. *g*

Kommentar von Wurzelstock ,

Nein, wir sind uns grundsätzlich einig. Nur halte ich deine Form des Bedauerns für etwas allzu devot, und meine, dafür einen berechtigten Grund zu haben. Ich hätte die Einleitung so formulieren sollen, wie ich es hier getan habe; denn es war abzusehen, dass jeder an meiner schnodderigen Ironie hängen bleibt, statt am eigentlichen Anliegen. Entschuldigung! :-(

Kommentar von Empylice ,

Och, kann vorkommen. ;)

Antwort
von Andrastor, 45

Um ein wirklich glückliches Leben führen zu können, musst du erst einmal frei sein. Das bedeutet auch frei von religiösem Zwang und den Einschränkungen deiner Religion.

Du bist niemals frei, wenn du dir immer überlegen musst ob das was du zu tun gedenkst oder was dir angeboten wird, nicht in irgendeiner Weise verboten wäre.

Antwort
von Jogi57L, 16

hm... interessante Sache...

liegt es am Menschen Gott... bzw. "Allah" glücklich zu machen ?

ODER:

ist die Hoffnung eher, dass sich ein Mensch selbst glücklich macht, indem er/sie sich an Regeln hält.... die ihn/sie ins Paradies bringen ?

ich weiß konkret nicht, inwieweit es im Islam entscheidend ist.... WELCHES Motiv jemand hat....

Was wäre denn DEIN Motiv ?

Antwort
von Wurzelstock, 44

Du brauchst Gott nicht glücklich zu machen. Er ist sich selbst genüge. Er gibt sich auch selbst die Ehre. Wer dir was anderes erzählt, ist ein Scharlatan.

Wenn Du dies einsehen kannst, hast Du bereits sehr viel für den Islam getan.


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