Frage von masterofpsy, 101

Besondere Begabung für Mathematikstudium?

Hallo, ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken, nächstes Jahr ein Mathematikstudium zu beginnen, schrecke allerdings wegen den hohen Abbrecherquoten und Erzählugen über die Härte des Studiums oft davor zurück. Ich interessiere mich im Allgemeinen sehr für Mathematik und habe auch Spaß an dem Fach; allerdings bin ich mir nicht sicher, ob mir die Mathematik an der Uni, bei der es vordergründig um trockene Beweise geht, genauso viel Spaß machen würde. Ich habe Mathe als Leistungskurs und habe meisten so 11-12 Punkte in der Klausuren. Meint ihr, diese und mein Spaß am Fach "reichen", um ein Mathestudium erfolgreich zu absolvieren; oder müsste ich noch überzeugter vom Beweisen sein und bessere Noten haben?

Antwort
von Physikus137, 55

Mathe an der Uni ist zunächst mal etwas sehr anderes, als das, was an der Schule unterrichtet wird. Und so kann es durchaus ein paar Semester dauern, bis man sich daran gewöhnt hat. Da heißt es dann durchbeißen... Wenn der Groschen aber mal gefallen ist und die Puzzlestücke anfangen ineinander zu passen tut man sich leichter und es kann - man glaubt es kaum - sogar richtig Spaß machen. 😀

Freude an abstraktem und logischem Denken sollte man natürlich schon mitbringen. Der Rest kommt mit der Zeit. 

Antwort
von FelixFoxx, 17

Das sollte eigentlich reichen, zumal Dir klar ist, dass im Studium nicht mehr gerechnet wird. Mir ging es genauso und ich habe das Studium geschafft, darf mich seit 1996 Diplommathematikerin nennen.

Antwort
von AnglerAut, 81

Deine Leistungskursnoten sind nicht sehr relevant.

Die Frage ist, ist dir Mathematik zugeflogen oder musstest du lernen ?

Wenn du lernen musstest, dann musst du noch viel viel mehr lernen. Wenn es dir zugeflogen ist, dann musst du anfangen einiges zu lernen. Wenn das für dich ok ist, dann passt alles.

Die Beweise sind nicht so langweilig, das ist meistens eher sowas wie eine knifflige Aufgabe lösen, suche den Trick. Das einzig wirklich ärgerliche aus meiner Erfahrung war, dass du nochmal eine neue Sprache lernst, die einfache Dinge sehr kompliziert ausdrückst und dafür gilt es dann Vokabel zu lernen.

Kommentar von Tannibi ,

Allerdings tun fast alle, die das Informatikstudium abbrechen,
das wegen der Mathematik. Ein Bekannter von mir, der Chemie
studiert hat, hat ein Semester Mathematik studiert und sagt
von sich selbst, er hätte gemerkt, daß er "einfach zu blöd dafür" sei.

Kommentar von AnglerAut ,

Wer Mathe mag  und sich gerne mit solchen Sachen beschäftigt ist normalerweise auf der intelligenteren Seite. Natürlich ist das eine gewisse Voraussetzung, aber ganz ehrlich, wer sich nicht für überdurchschnittlich intelligent hält, der versucht sich nicht an diesem Studium.

Antwort
von adler42, 56

Ich denke, du solltest nicht auf Abbrecherquoten und Erzählungen hören. Durch sowas wirst du nur verrückt gemacht. Ich hab zwar nicht studiert, aber vielleicht wäre es besser, wenn du dich vor Ort (Uni) informierst, was auf dich zukommt. Und vertrau auf das, was du kannst.

http://www.mathematik.uni-muenchen.de/studium/allgemein/index.html

http://www.uni-pur.de/studienrichtung_mathematik.php

https://mathematikstudium.plakos.de/

Antwort
von Tannibi, 51

Viele Unis bieten Einführungskurse an, manche auch Online-Selbsttests.
In die Studienberatung kannst du auch als Schüler gehen, du musst
noch kein Student sein.

Antwort
von SmartTim98, 28

Die Noten sagen nicht viel über die zu erwartende Eignung aus. Wenn du, ohne zu lernen immer 14 Punkte schreiben würdest und beim Wort „Beweis“ nicht gleich die Augen verdrehst, wärst du sicherlich sehr dafür geeignet. 

Wenn du mit mehrstündigem Lernaufwand pro Woche nur auf zehn Punkte kommen würdest, kann man wohl eher nur abraten.

Antwort
von fjf100, 28

Du musst einen Beruf wählen,wo du möglichst flexibel bist.

Dies bedeutet :

- möglichst viele mögliche Stellen in Deutschland

- gute Aufstiegschancen zum Abteilungsleiter und höher

- Möglichkeit für eine Beamtenlaufbahn

- Möglichkeit dich mit wenig Geld selbständig zu machen

Schlecht sind ein Physikstudium oder Luft- und Raumfahrt,wegen der geringen Stellen und dieses Fachwissen wirst du wo anders nicht anwenden können.

Etwas besser ist Maschinenbau,weil hier mehr mögliche Stellen vorhanden sind. 

Nachteil : Selbständigkeit ist praktisch nicht möglich,weil CNC Maschinen sehr teuer sind und man als Ingenieur solche Summen nicht verdienen kann.

Günstig ist ein Architekturstudium.

Vorteil :

- Der Architektist vorlageberechtigt beim Bauamt

- der Architekt ist federführend bei der Bauausführung

- der Architekt kann selber eine Baufirma oder Architektenbüro (Selbständigkeit) haben.

- der Architekt kann bei einer Behörde (Beamtenlaufbahn) oder für Firmen arbeiten.

- Er kann sich mit wenig Geld selbständig machen , Putzfirma,Estrichfirma

usw. Dies kostet nur ca. 20000 Euro , also machbar.

FAZIT : Was du nun machen willst,musst du selber entscheiden.Wenn du nur auf Stellen bei Firmen angewiesen bist,dann bist du auch total abhängig von den Firmen.

Es gibt Fälle,wo Angestellte mit 50 Jahre schon zu alt sind.

Frage : "Was machst du,wenn dir man mit 50 Jahre sagt :"Besorg dir Krücken"!

Natürlich kannst du mit 50 Jahre das Arbeiten einstellen,aber bis dahin musst du Millionen verdient haben,damit du die Zeit zwischen 50 Jahre und 65 Jahre finanziell überbrücken kannst.

MERKE : "kopieren geht über studieren,man muss nur wissen,wo es steht und man muss damit umgehen können.

An der Universität gehst du sofort zum "ASTA" (Allgemeiner Studentenausschuß) und zu den höheren Semestern und besorg dir dort die Prüfungsaufgaben (durchgerechnete Beispielaufgaben).

Es kommt nur darauf an ,die Prüfungen zu bestehen und das kann man nur,wenn vorher die Prüfungsaufgaben geübt worden sind.

Hast du Prüfungen bestanden,dann gibst du deine Unterlagen kostenlos den unteren Semestern ,damit diese auch eine Chance haben.

Kommentar von Physikus137 ,

Nun ja, es schaut ja jeder durch seine eigenen Brille auf die Wirklichkeit...

Zum einen muss ich natürlich als Physiker eine Lanze für die Physik brechen. Wie kommst du bloß darauf, dass da schlechte Berufsaussichten winken und das Fachwissen woanders nicht angewendet werden kann??? 

Wovon man nicht reden kann, darüber soll man schweigen. 

Es ist genau das Gegenteil der Fall. Gerade als Physiker - und im gleichen Maße als Mathematiker - kann man ein unglaublich weites Feld beackern, von der Unternehmensberatung über den IT-Bereich bis zum Lehrbetrieb, um mal nur Beispiele aus meinem Bekanntenkreis zu nennen.

Zum anderen sollte man einen Beruf wählen, der einem Spaß macht und höchstens in zweiter Linie nach dem möglichen Verdienst schauen. Schließlich muss man das dann ja auch 30 Jahre oder länger machen. Es muss ja nicht jeder Millionär werden (wollen)...

Kommentar von fjf100 ,

Ich habe Maschinenbau an einer Fachhochschule studiert.Das waren so insgesamt 20000 Arbeitsstunden und mehr.

Dann konnte ich vor 20 Jahren in Koblenz Beamter werden.

Der Haken an der Sache war, alle billigen Wohnungen waren belegt. Es wurden mir Mietswohnungen angeboten für 2000 DM pro Monat und mein Nettoverdienst lag bei 2400 DM .

der Sozialhilfesatz lag bei 540 DM pro Monat (Regelsatz) ,für Essen ,Kleidung usw.

Folge war dann,ich musste die Stelle aufgaben und als Maschinenbauingenieur kann ich mich nicht selbstständig machen,weil dies so hohe Kosten sind,die ich niemals bezahlen kann.

Also mach ich seit über 20 Jahren nichts mehr.

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