Frage von HansJur, 98

Besoldungsgruppe als Beamter?

Hallo

Vielleicht gibt es hier ja ein paar Beamte unter uns oder welche die sich damit auskennen. Wenn ich ein duales Studium zum Beamten im gehobenen nichttechnischen Dienst mache komme ich später in die Besoldungsgruppen A9-A12. Jetzt habe ich gesehen, dass A9 erst ab Erfahrungsstufe 2 ist. Jetzt ist meine Frage ob ich dann trotzdem in A9 komme oder erst weiter unten anfangen muss.

Meine 2. Frage ist dann wie ich später in den Besoldungsgruppen aufsteigen kann oder ob ich immer in A9 bleiben werde.

Und meine letzte Frage ist ob ich sogar vom gehobenen in den höheren Dienst aufsteigen kann?

Vielen dank an alle

Antwort
von Schnoofy, 98

Ich versuche es einmal aber unter Vorbehalt weil meine Kenntnisse vielleicht nicht ganz so aktuell sind und vielleicht die Praxis bei den unterschiedlichen Dienstherren (Kommune, Land, Bund) auch anders aussehen kann.

Ich gehe davon aus, dass Du nach einem erfolgreichen Sudiumsabschluß in der Besoldungsgruppe A9 als Beamter auf Probe übernommen wirst. Die Erfahrungsstufe 1 durchläufst Du ja quasi schon durch das Duale Studium, so dass die 2 schon korrekt sein dürfte.

Ein Übergang in den höheren Dienst ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung dafür ist mindestens die Besoldungsgruppe A12 und der erfolgreiche Abschluss der sogenannten Ochsentour. Das ist auch so eine Art Duales Studium, das mit einer Prüfung vor dem Bundespersonalausschuss endet (bezogen auf einen Dienstherrn beim Bund).

Aber nochmals - das Ganze unter Vorbehalt.



Antwort
von SimonG30, 85

sollte die jeweilige Behörde noch verbeamten, was mittlerweile nicht mehr alle machen, steigst Du nach dem Studium mit A9 ein.

Du kommst danach aber nicht zwangsläufig automatisch in höhere Besoldungsstufen (A10, A11 usw), sondern das kann, je nach Dienstherr, von Dienstjahren oder Beförderungen in höhere Dienstposten abhängen.

Ob der Übergang vom gehobenen in den höheren Dienst so leicht möglich ist, kann ich nicht beurteilen. Ich kenne 2 Beamten im höheren Dienst einer Bundesverwaltung, die dort nach dem Jura - Studium eingestiegen sind & dann eine spezielle Fortbildung für den höheren Dienst durchlaufen haben. In beiden Fällen zog die Behörde die externen Bewerber den internen Bewerben vor.

Antwort
von Apolon, 63

Jetzt habe ich gesehen, dass A9 erst ab Erfahrungsstufe 2 ist. Jetzt ist meine Frage ob ich dann trotzdem in A9 komme oder erst weiter unten anfangen muss.

A9 ist die Eingangsstufe für den gehobenen Dienst. Bereits als Beamter auf Widerruf, bekommt man schon A9.

Eine Möglichkeit in den höheren Dienst zu kommen, wird davon abhängig sein, dass man eine weitere Ausbildung, bzw. ein entsprechendes Studium absolviert.

Kommentar von grubenschmalz ,

Beamter auf Widerruf sind in der Regel Anwärter, die bekommen Anwärterbezüge

Kommentar von Apolon ,

Richtig - und was willst Du damit sagen ?

Antwort
von grubenschmalz, 63

Du fängst nach dem Studium in A9/2 an, richtig. Theoretisch kannst du weiter aufsteigen, das kommt aber drauf an, ob Planstellen verfügbar sind. 

Realistisch ist der Aufstieg in A10 durchaus, darüber ist für den "normalen" Beamten der bei A9 startet eigentlich Glück oder man muss sich richtig reinknien.

Ist bei mir nicht anders, mache ich immer normal meine Arbeit bleibe ich in A12. 

Antwort
von basiswissen, 48

Ja, Du beginnst mit A9 in der Erfahrungsstufe 2.

Alle (so meine ich doch) zwei Jahre steigt deine Erfahrungsstufe gemäss der Besoldungsordnung und damit auch dein Einkommen.
Durch Fortbildungen kannst Du dich dann noch weiter qualifizieren...

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