Frage von annikeks9, 76

Wie ist das Besitzerrecht bei Haustieren?

Meine Mutter und ich haben uns vor einigen Jahren einen Hund zugelegt, und ich bin vor einem Jahr vorübergehend zu meinem Vater in eine andere Stadt gezogen. Meine Mutter hat dann den Hund weggegeben, ohne dass ich etwas davon wusste. Ich möchte nun wissen, wie das mit dem Besitzerrecht des Haustiers aussieht und ob ich es zurückfordern könnte, da ich ja eigentlich auch rechtmäßiger Besitzer des Tieres bin. Ist das theoretisch auf rechtlicher Ebene möglich? Ich bin übrigens noch minderjährig.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 35

Hallo,

Besitzer (und nun auch Eigentümer) sind die neuen Menschen des Hundes - und nicht du.

Stellt sich höchstens die Frage nach dem Eigentumsrecht. Da du, wenn du noch nicht volljährig warst, bei dem Kauf des Hundes, an diesem kein Eigentumsrecht erwerben konntest - fällt auch das weg.

Einen Anspruch aus einer übernommenen Verantwortung kannst du auch nicht begründen - denn du bist ja einfach ausgezogen und hast den Hund bei deiner Mutter alleine gelassen.

Da deine Mutter dem Hund so sicher nicht gerecht werden konnte - war es bestimmt die beste Lösung für den Hund, in eine neue, verantwortungsvolle Familie zu kommen. Und als Eigentümer konnte sie das auch beschließen und durchführen.

Ergo: du hattest und hast keinerlei Eigentumsrechte an dem Hund.

Kommentar von AalFred2 ,

Wie kommt ihr nur alle auf die Idee, dass Minderjährige kein Eigentum an einem Hund erwerben können? Das ist doch Unsinn.

Antwort
von brandon, 55

Das war nicht sehr anständig von Deiner Mutter.

Kann es sein das dies die Rache Deiner Mutter war weil Du zu Deinem Vater gezogen bist? War Deine Mutter mit dem Auszug einverstanden?

Aus welchen Gründen auch immer Du ausgezogen bist und auch wenn es moralisch vielleicht nicht korrekt war, so hast Du trotzdem “Deinen Hund“ verlassen.und Du kannst nicht verlangen das Deine Mutter sich um Deinen Hund kümmert.

Ich habe mit 14 Jahren meinen ersten Hund bekommen und wenn ich mich nicht um meinen Hund gekümmert hätte wäre er ganz schnell im Tierheim gelandet. 

Wie lange ist der Hund nun schon weg und weißt Du wo er jetzt ist und was die neuen Besitzer womöglich gezahlt haben?

Wenn der Hund schon längere Zeit ein neues liebevolles Zuhause hat in dem er sich wohlfühlt ist es auch für den Hund besser wenn Du ihn loslässt.

Ich kann Dir nachempfinden das Dich das traurig macht aber irgendwann bist Du vielleicht mal in einer Situation in der Du Dir problemlos einen Hund halten kannst. *tröst*

LG

Antwort
von RKuchenbuch, 51

Nachdem ich nicht davon ausgehe dass Du den Hund von Deinem Geld erworben hast oder ihn Dir Deine Mutter geschenkt hat, bist Du wohl nicht der Eigentümer des Hundes geworden.
Das tut mir wirklich leid.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 27

als minderjaehrige hast du den hund nichtgekauft -sondern wohl deine mutter. aus welchen gruenden der hund abgegeben wurde, weiss ich nicht -aber nach einem jahr hat sich der hund dort hoffentlich gut eingelebt und sollte deshalb dort beliben...

du weisst ja nicht wie dein leben witergeht, meist steht da ja ausbildung oder studium an und das ist mit einem hund kaum moeglich...also lasse den hund bitte da wo er ist.

Antwort
von Kirschkerze, 46

" da ich ja eigentlich auch rechtmäßiger Besitzer des Tieres bin. " Als Minderjährige? Vergiss es. (Außerdem meinst du wohl "Eigentümer" - Eigentümer ist die Person, die das Tier gekauft und angemeldet hat

Antwort
von DCKLFMBL, 67

wenn du minderjährig bist dann kannst du nicht im Kaufvertrag stehen und bist somit auch nicht die Eigentümerin 

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist komplett falsch.

Kommentar von DCKLFMBL ,

habe nochmal nachgelesen und es stimmt man darf minderjährig ein Tier kaufen mit Einwilligung der Eltern,man muss aber mindestens 16 jahre alt sein 

Kommentar von AalFred2 ,

Woher nimmst du die 16 Jahre?

Antwort
von Muellermaus, 76

Du bist minderjährig und somit hat Deine Mutter den Hund vermittelt bekommen, oder gekauft. Also hat sie auch das Recht, ihn wieder abzugeben..

Das ist zwar schade für Dich, aber Du warst ein ganzes Jahr lang weg und die Verantwortung für das Tier lag bei ihr. Du hättest den Hund mitnehmen sollen.

Kommentar von AalFred2 ,

Nachdem sie auch als Minderjährige den Hund hätte kaufen können, stimmt schon deine erste Schlußfolgerung nicht.

Kommentar von Muellermaus ,

Da bist Du wohl falsch informiert, denn Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren sind beschränkt geschäftsfähig. Das heißt, dass sie sich Dinge, die sie mit ihrem Taschengeld bezahlen, selbst kaufen können. Wenn Kinder Dinge kaufen wollen, die weit mehr kosten als sie im Monat Taschengeld bekommen, sollten sie ihre Eltern mitnehmen oder eine schriftliche Erlaubnis ihrer Eltern dabeihaben.

Und der Kauf eines Hundes fällt wohl eindeutig unter diese Bestimmung. Hundefutter, Tierarzt, Hundesteuer us. können wohl nicht vom Taschengeld finanziert werden.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, im Gegensatz zu dir bin ich richtig informiert.

Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren sind beschränkt geschäftsfähig.

Das ist richtig.

Das heißt, dass sie sich Dinge, die sie mit ihrem Taschengeld bezahlen, selbst kaufen können.

Das ist falsch.

Wenn Kinder Dinge kaufen wollen, die weit mehr kosten als sie im Monat Taschengeld bekommen, sollten sie ihre Eltern mitnehmen oder eine schriftliche Erlaubnis ihrer Eltern dabeihaben.

Sollten ja, müssen nein.

Und das alles ändert ja immer noch nichts daran, dass sie den Hund auch selber hätte kaufen oder geschenkt bekommen können.

Kommentar von Muellermaus ,

Ich hoffe, das überzeugt Dich:

Minderjährige können Verträge abschließen, jedoch ist nach § 106 BGB ff. Folgendes zu beachten:
Rechtlich vorteilhafte Verträge, die für den Minderjährigen weder einen Rechtsverlust noch eine Verpflichtung zur Folge haben, werden auch ohne Zustimmung der Eltern wirksam (z.B. Schenkung ohne Auflage).
Rechtlich nachteilige Verträge, die dem Minderjährigen Verpflichtungen (Kaufpreis, etc.) aufbürden oder einen Rechtsverlust herbeiführen (Übereignung einer Sache), bedürfen der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter.

Kommentar von AalFred2 ,

Ja, das überzeugt mich, dass du falsch liegst. Wobei ich das ja schon vorher wusste. Denn da steht ja, dass sie mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter den Hund hätte kaufen können.

Kommentar von Muellermaus ,

Aber nur, wenn keine  Verpflichtung die Folge des Kaufes ist. Und dass ist bei dem Kauf eines Hundes eindeutig der Fall.

Du bist ein harter Brocken;-))

Kommentar von AalFred2 ,

Natürlich auch, wenn eine Verpflichtung Folge des Kaufs ist. Steht doch in dem von dir fett markierten Teil.

Kommentar von Muellermaus ,

Schwitz...... Dann geht es nicht ohne gesetzlichen Vertreter!!

Kommentar von AalFred2 ,

Endlich hast du es eingesehen. War doch gar nicht so schwer.

Kommentar von Muellermaus ,

Ich geb`s auf ;-))))

Kommentar von AalFred2 ,

Du hast behauptet, aufgrund ihrer Minderjährigkeit müsse ihre Mutter den Hund gekauft oder überlassen bekommen haben. Nun haben wir aber ja gemeinsam festgestellt, dass sie den Hund auch mit der Zustimmung ihrer Mutter selber gekauft haben könnte. Somit war deine ursprüngliche Antwort schlichtweg falsch. Da ist es logisch, dass du aufgibst.

Antwort
von AalFred2, 17

Es stellt sich die Frage, wer damals Eigentümer des Hundes geworden ist. Warst du es, hätte deine Mutter den Hund nicht weggeben dürfen. Daraus folgen allerdings nur zivilrechtliche Ansprüche gegen deine Mutter, die du wohl kaum einfordern willst. Den Hund bekommst du nicht zurück.

Antwort
von Digarl, 31

Besitzrecht 

Das ist immer noch ein Lebewesen 

Das ist deine Mutter, da kannst du als Minderjährige eig. nichts machen. 

Antwort
von Cascadafan98, 63

Wer ist als Hundebesitzer eingetragen? Wer zahlt die Hundesteuer? Auch Minderjährige ab 16 dürfen (mit Erlaubnis der Eltern) Hundehalter werden und wenn die Eltern es erlaubt haben und du der Hundehalter bist darf sie den nicht einfach weggeben ohne dir das zu sagen

Kommentar von wotan0000 ,

Hundehalter und Hundebesitzer ist ein Unterschied.

Mein Mann und ich sind beide die Halter unseres Hundes. Gem. Kaufvertrag ist mein Mann aber der Besitzer.

Antwort
von wotan0000, 27

Minderjährig kannst Du keinen Kaufvertrag unterschrieben haben. Somit ist es nicht Dein Hund.

Du beweist auch mit Deiner Frage die fehlende Reife. Wer will ernsthaft einen Hund wieder aus der jetzigen Familie heraus reissen.

Es ist kein Pokal, sondern ein Lebewesen.

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