Besitzer und Eigentümer eines Pferdes?

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5 Antworten

Die E-Pässe selbst sind kein Eigentumsnachweis auch müssen E-Pässe immer beim Pferd liegen. Was ist mit den Eigentumsurkunden - wo sind die und gibt es überhaupt welche.

Sind die Pferde Zuchttiere oder sind sie bunt zusammengewürfelte Rassen?

Wenn es keine Eigenturmsurkunden gibt, dann kann man die Pferde auch verkaufen. Genauso hätte es jemand ohne Eigenturmsurkunde sehr schwer ein verkauftes Pferd wieder zurück zu holen.

Erkundige dich mal bei der Frau ob da welche existieren.

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Ihr solltet der Besitzerin die beiden Pferde für einen symbolischen Kaufpreis abkaufen. Im Kaufvertrag sollte drin stehen, dass es sich um einen Notverkauf handelt, um die Tiere vor Verwahrlosung (fehlendes Geld für den Unterhalt  durch die Besitzerin) zu schützen.

Wenn der frühere Eigentümer, also der Mann, Eigentumsrechte geltend machen sollte, kann sich die Frau auf § 959 BGB berufen. Da sich der Mann nicht um die Pferde gekümmert hat und über Jahre keinen Unterhalt gezahlt hat, kann durch sein "konkludentes Handeln" darauf geschlossen werden, dass er auf sein Eigentum an den Pferden verzichtet hat.

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Kommentar von MinaR
04.01.2016, 10:36

Das hört sich ja alles viel besser an als ich erwartet hatte! Super, danke!

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alles kein Problem, ihr könnt den Unterhalt für die Pferde nachträglich einfordern - einfach einen gerichtlichen Mahnbescheid erstellen, die forderung darf nicht älter als ein Jahr sein - der titel ist 30 jahre gültig. 

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Zunächst, der Pferdepass, bzw. der Equidenpass gehört zum Pferd und muss jederzeit einsehbar sein, z.B. wenn eine Kontrolle durch das Veterinäramt stattfindet, dazu müssen dort die Impfungen eingetragen werden. Ifluenza ist eine Pflichtimpfung und sie gilt für alle Equiden. Diese ist im Pass lückenlos nachzuweisen. Wie soll das gehen, wenn die Pässe weg sind?

Der Equidenpass ist kein Eigentumsnachweis!

Das zweite Dokument ist die Eigentumsurkunde, wer diese besitzt, ist Eigentümer im Sinne des BGB.

Beide Dokumente sind wiederrum Eigentum des jeweiligen Zuchtverbandes und müssen, nach dem Ableben des Tieres zurückgegeben werden.

Ist also der ehemalige Partner tatsächlich Eigentümer, dann muss er auch für die Kosten aufkommen, denn ich gehe nicht davon aus, dass es einen Überlassungsvertrag für die Pferde gibt. Ob man einen stillschweigenden Vertrag unterstellen kann, lässt sich schwer behaupten, denn es ist offensichtlich, dass das finanziell gar nicht zu bewältigen ist.

Entweder ein Gericht muss das klären oder die Parteien einigen sich. Es wäre vlt. praktisch wenn die Dame dem ehemaligen Partner eine Kostenaufstellung der letzten 2 Jahre zukommen lässt. Reagiert er nicht, veranlasst man einen Mahnbescheid. I.d.R. führt das zu einem Widerspruch oder, wenn dieser nicht stattfindet, zu einem Titel, das ganze ohne besonders hohe Kosten. Einen Anwalt benötigt man nur als Prozessvertreter.

Was Du persönlich machen kannst um zu helfen, wäre eine Kostenübernahme für eine Rechtsberatung sollte Dir etwas daran gelegen sein.

Das hier ist keine Rechtsberatung!

Auch stellt sich die Frage, was sind wahnwitzige Preise? Möglicherweise versuche einen zweiten Anlauf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Ex sich weiterhin mit den Pferden belasten will.

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Kommentar von Wonderhorse02
04.01.2016, 15:32

Influenza ist keine Pflichtimpfung, erst Nachdenken bevor man hier etwas falsches behauptet ;)

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Sie darf nicht gezwungen werden sich um die Pferde zu kümmern. Das geht nicht. Es gibt eine Möglichkeit, nämlich klagen. Schließt euch zusammen und holt euch die Pässe und den legalen Kauf vor Gericht. Das ist die einzige Möglichkeit. Da die Frau kein Geld hat, müsstet ihr das wohl machen.

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