Frage von nichit59, 43

Besiegelt eine Ausbildung für immer das berufliche Schicksal?

Ich habe vor wenigen Jahren mein Fachabi mit einem 3er Schnitt gemacht und im nächsten Schuljahr werde ich eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten machen.

Ich bin der Typ der noch nie richtig wusste, was er machen will, unsicher und scheu ist, was vieles betrifft.

Ich habe schon ein Praktikum im Landratsamt, in der Bücherei (ich lese gerne, aber in einer Bücherei zu arbeiten ist langweilig), im Krankenhaus (bei Kontakt mit Alten Menschen weiß ich nie was ich mit ihnen reden soll, ich schweige sie nur an und für mich ist das unangenehm) und als Elektriker (wenn was funktioniert freue ich mich) und Industriemechaniker (das liegt mir nicht, handwerklich mit Bohrern umgehen bin ich nicht gut, keine Genauigkeit) gemacht. Ich habe auch schon gearbeitet, als Servicekraft und als Verkäuferin (mir liegt die Gastronomie offensichtlich nicht). In einer Behörde habe ich auch eins gemacht, ich fand es ok, auch wenn nicht spannend und so habe ich mich für diese Ausbildung beworben (die einzige Bewerbung die ich abgeschickt habe) und bekam eine Zusage.

Nun, wenige Monate vor Beginn: Ich habe den Ausbildungsvertrag in der Hand und habe Angst ihn zu unterschreiben. Verwaltungsfachangestellter ist öffentlicher Dienst.

Was ist, wenn ich in ein paar Jahren merke, dass ich in die freie Wirtschaft will?
Was, wenn ich die Sehnsucht verspüre, in ein anderes Bundesland zu ziehen? Und wenn ich während der Ausbildung merke, dass es das Falsche ist? Habe ich dann komplett verkackt?

Ich bin 21.

Antwort
von Denise1993i, 15

Viele Menschen lernen einen Beruf in dem sie aber nicht ihr ganzes Leben arbeiten. Es gibt immer Auswege und Lösungen. Ob man den Ausbildungsberuf das ganze Leben machen möchte oder nicht weiß man vorher einfach nie. Hab keine Scheu, du kannst dich nach der Ausbildung immer noch Weiterbilden oder eventuell dich umorientieren. Aber wichtig ist dass du eine Ausbildung vorzuweisen hast. Das kommt bei vielen Arbeitgebern natürlich sehr gut.

Antwort
von Dhalwim, 14

Das muss nicht sein,

es gibt zahlreiche Leute, die ein oder mehrere Ausbildungen hinter sich haben. Dass jedoch nicht alle die Qualifikation nutzen, bzw. nicht jeder auf diesem Gebiet bleiben wird, leuchtet ein.

Denn man muss sich vergegenwärtigen, dass Menschen Fehler machen, und ausversehen einen falschen Weg einschlugen oder ähnliches.

Jedenfalls, zu deinem angesprochenen Problem, nun komplett verkackt hast du deswegen noch lange nicht. Das ist so, als würdest du aufgrund eines Steines stolpern.

Irgendwann (wenn auch nicht einfach sofort), stehst du wieder auf.

LG Dhalwim

Antwort
von Bianca1349, 15

heutzutage ist es schon möglich, unter umständen nochmal was anderes zu lernen, also keine panik. mach erstmal die ausbildung fertig, damit du was "in der hand" hast. wenn du mal dringend nen job brauchst, ist es sicher nicht schlecht, schonmal ne abgeschlossene ausbildung zu haben.

solltest du dann nach der ausbildung tatsächlich was anderes machen wollen, kannst du das dann immernoch versuchen. ich kenne einen, der mit mir angefangen hat zu studieren, und der ist bereits über 40 jahre alt und hat eine familie und so. sein beruf hat ihn nicht mehr erfüllt und jetzt lernt er eben was komplett anderes.

ein anderes beispiel ist das von einer guten freundin von mir: sie hat eine ausbildung als hörgeräteakustikerin abgeschlossen, und danach nur teilzeit weitergemacht (des geldes wegen) und gleichzeitig das tätowieren gelernt. es ist also schon möglich, trotz abgeschlossener ausbildung in ne komplett andere richtung zu gehen.

am einfachsten ist es jedoch, wenn du dir von anfang an ne ausbildung suchst, bei der du die möglichkeit hast, dich danach noch in die ein oder andere richtung weiterzubilden.

Antwort
von Carlystern, 10

Dir steht es immer frei eine Zweitausbildung zu machen oder mit deiner Fachhochschulreife zu studieren.

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