Frage von ibibik1, 77

Besichtigungstermin Wohnung, welche Informationen dem Vermieter geben und welche nicht?

Hallo,

habe nächste Woche eine Besichtigungstermin bei einer Wohngesellschaft. Da sie Warmmiete max. die hälfte meines Bruttoeinkommens betragen darf, aber die Miete mehr als die hälfte meines Netoeinkommensbeträgt benötigen ich einen Bürgen.

Meine Fragen:

  • Kann der vermieter in der Schufa-Auskunft des Bürgen sehen, dass dieser dabei ist einen Kreidt zu Tilgen?

  • Ist es nennenswert zu erwähnen, dass der Bürge einen Eigentumswohnung hat und daher keine Miete zahlt (daher die Frage, ob Vermieter in der Schufa-Auskunft des Bürgen seine Kredittilgung sehen kann)

  • Sollte ich der Wohnungsgesellchaft bzw. dem Vermieter einen Nachweis über einen befristeten Wohngeldanspruch vorweisen, jedoch ist dieser befristet, weil mein Arbeitsvertrag als Werkstudent (teilzeit) befristet ist.

-Sollte ich meinen jetzigen Mietvertrag mitnehmen, als Nachweis dafür, dass ich die Miete des besichteten Wohnungs auch selbst zahlen kann, weil die miete beider Wohnung fast gleich hoch sind.

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Antwort
von rotreginak02, 20

Hallo,

ich würde mir das reiflich überlegen, ob die Wohnung es wert ist, über die Hälfte deines Netteinkommens dafür zu opfern...1/3 wäre optimal, unter 1/2 nur dann akzeptabel, wenn du weit und breit Nichts günstigeres finden kannst und diese Wohnung unbedingt haben möchtest/ brauchst. Über 1/2 des Nettoeinkommens, ist sehr grenzwertig.....

Abgesehen davon, würde ich mich auch im Vorfeld über besagte Wohnungsgesellschaft informieren, manche haben nämlich üble Nebenbedingungen....... z.B. Kaution und weitere Einlagen sofort, Kautionsrückzahlung etc aber erst nach mehr als einem Jahr nach Auszug.

Wenn du die Wohnung unbedingt nach Besichtigung haben möchtest, dann zeig dein Gefallen und bring auch gleich eine Bescheinigung deines Noch-Vermieters mit, dass du immer pünktlich und regelmäßig deine Miete bezahlt hast, das hilft ungemein.

Ich wünsch dir viel Erfolg!

Antwort
von TreudoofeTomate, 34
  1. Ich gehe mal davon aus, denn wenn der Bürge insolvent ist, würde das dem Vermieter ja gar nichts nutzen.
  2. Es kann auf jeden Fall nicht schaden.
  3. Nein, denn Wohngeld ist nur eine Zuschuss zur Bezahlung der Miete und kann jederzeit wegfallen bzw. sich ändern. Das weiß der Vermieter und daher bleibt Wohngeld im Regelfall bei seinen "internen Berechnungen" unberücksichtigt.
  4. Nein. Aber nicht, weil das nicht hilfreich wäre sondern weil der Vermieter ohnehin einen Nachweis des bisherigen Vermieters haben will, dass du dort keine Mietschulden hast. Besorg dir daher bis nächste Woche besser eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und leg diese vor.
Antwort
von chvoyage, 20

Da in Deinem Fall die Fausregel  "max. 1/3 des Nettoeinkommens für das Waohnen ausgeben" stark überschritten wird, würde ich Dir besonders vor dem Hintergrund das Du einen Bürgen brauchst, dringend davon abraten, dieses Mietverhältnis anzustreben.

Das ist keine gesunde Lage.

Antwort
von troublemaker200, 33

ich sage mal "ja" zu allem. Tip: "ehrlich währt am längsten"

Antwort
von ALEMAN2015, 37

Alle Fragen wuerde ich mit ja beantworten. Guten Erfolg!

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