Frage von CarlosCarne, 204

Beschwerde gegen Erbschein?

Hallo.

im April 2014 ist ein Erbschein erlassen worden, alle Erben (mein Onkel, mein Bruder und ich) sind gehört worden.

Wir sind laut Erbschein zur Hälfte (Onkel) und je zu einem Viertel (mein Bruder und ich als Nacherben unserer verstorbenen Mutter als Vorerbin) Erben meiner verstorbenen Großmutter.

Kann mein Onkel jetzt auf einmal - fast zwei Jahre danach! - Beschwerde dagegen einlegen? Obwohl er bereits damals die Gelegenheit hatte und es nicht getan sondern dem Erbschein zugestimmt hat? Und es KEINEN neuen Sach- oder Informationsstand gibt?

Vielen Dank für die Hilfe!

Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 150

Eine Beschwerde gegen die Erteilung den Erbschein ist in der Form nicht mehr möglich, es kann aber die Einziehung des Erbscheins beantragt werden.

Die Einziehung erfolgt, wenn der Erbschein nach den Kenntnisstand zur Einziehung nicht erteilt worden wäre. Da die Rechtslage im Falle der gesetzlichen Erbfolge eindeutig ist, ist, wenn sich an der Faktenlage nichts ändern,  das Begehren der Einziehung ziemlich aussichtlslos. Der Onkel hätte die Erteilung des Erbscheins auch gar nicht verhindern können.

Antwort
von freiwild98, 139

Das was du da beschrieben hast klingt für mich stark nach der gesetzlichen erbaufteilung. Davon mal abgesehen wenn er da zugestimmt hat wird er wohl kaum was erreichen wenn er sich beschwert (weil er beschwert sich ja über seine eigene Entscheidung). Ausschließen würde ich es trotzdem nicht

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