Subalowo am 30.12.2008 um 23:02 Uhr
Hallo, sehe ich es richtig, daß ich beim Problem in einer Mietwohnung mit beschlagenen Fenstern und Schimmelbildung die Wahl bei den derzeitigen Außentemperaturen habe zwischen (ich sage es mal überspitzt) "Am Schimmeltod sterben oder an der Heizkostenabrechnung zu verhungern"????
(wenn ich die Heizung anmache, beschlagen meine Fenster nicht mehr)

Vor dem Heizen ordentlich lüften, dann frist die Abrechnung Dich nicht gar so sehr auf. :-)

Mehrmaliges Stoßlüften hilft dagegen und wirkt sich nicht so aus wie gekippte Fenster. 3-5 mal am Tag für 10 Minuten für Durchzug sorgen, dann dürfte die Luftfeuchtigkeit auf einen normalen Pegel sinken
GerdaG am 30. Dezember 2008 23:08 DH
Subalowo am 30. Dezember 2008 23:22 Wodurch steigt sie überhaupt? (selbst in den Zimmern, in denen wir weder feuchte Wäsche aufhängen, noch uns aufhalten)
ZwergS04 am 31. Dezember 2008 22:47 Da muß man aber auch die Heizung bei runterdrehen, sonst heizt man für "die Frankfurter", wie ich zu sagen pflege!

Genau das Problem hab ioch auch! Ich hab aber gemerkt - nachdem mir dies mehrere Personen undabhängig voneiander sagten - dass ich lüften muss! D.H. 2 Mal am Tag (morgens und abends) richtig auf Durchzug für 15 - 20 Minuten! Und vor allem nach dem Kochen!!! Seit dem ich das mache ist es viel viel besser geworden! Ich bibber zwar immer die 15 Minuten, aber ich sehe immer zu, dass ich mich da im Bad aufhalte und mich schminke oder so! Also Fenster richtig auf und richtig durchlüften. Danach die Heizung an und Fenster richtig dicht. NIEMALS auf Kipp stellen!

Boa muss die Wohnung feucht sein....such dir lieber schnell ne neue...
Subalowo am 30. Dezember 2008 23:15 Der Schimmel ist nur am Fenster gewesen, da sie immer beschlagen waren. Den habe ich weggemacht, dann lüfte ich jetzt immer und mache danach die Heizung an. Keine beschlagene Fenster mehr, und kein Schimmel. Aber eben die Heizung.... wir haben 8 Zimmer und da läuft im Moment in jedem die Heizung, nur damit die Fenster nicht beschlagen. Irgendwie Irrsinn, deswegen meine Frage.

Dir droht beides befürchte ich: Erst Verarmung wegen der Kosten, dann Tod durch Vergiftung.
Versuche eine bessere Lösung zu finden. Bei uns beschlagen die Scheiben gar nicht und es ist nicht überheizt, und es wird immer etwas gelüftet, und die Heizkosten sind dennoch moderat.
Subalowo am 30. Dezember 2008 23:19 Super, wir ziehen bei Euch ein! :-) Wie kann man die Vermieter dazu bringen, neue Fenster einzusetzen? In unserem Haus wohnen mit uns 3 Familien. Wenn die anderen nicht mitmachen, wegen einer möglichen Mieterhöhung, sieht`s mau aus. Oder? Der Schimmel ist ja jetzt weg. Bleibt nur noch die Heizung übrig.

Ja, und vergesse das Stoßlüften nicht. Mehrmals am Tag alle Fenster öffnen und Durchzug schaffen. Und dann nur leicht heizen.
Subalowo am 30. Dezember 2008 23:12 Wird es bei leichtem Heizen auch warm? Wir haben alle Fenster abgedichtet, es hat gezogen wie Hechtsuppe. Die Wohnung ist im positiven Sinne der Brüller, aber die Fenster sind irgendwie ..naja. Das Problem ist auch nur bei sehr kalten Außentemperaturen. Ich lüfte jetzt auch immer, aber danach ist ja alles kalt, also Heizung an.. sobald eine Heizung aus ist, geht es mit dem Beschlagen nach spätestens 1 Stunde los.

Die Wohnung ist Mist! Keine gut isolierte wohnung hat beschlagene Fenster!!! außer beim kochen! Such dir was neues, oder der Vermieter soll was machen!
Subalowo am 30. Dezember 2008 23:09 Sind erst seit einem Jahr drin. Ich liebe die Wohnung. Ich habe die Mieterin im untersten Stock gefragt, wie alt die Fenster sind, da sagte sie, die wären neu, die sind erst seit 30 Jahren drin! prusssttt
stef1601 am 30. Dezember 2008 23:12 Ich sag dir nen guten Rat, wenn du nicht krank werden willst, zieh dort aus, oder sorge selbst für eine bessere Isolierung. Was aber teuer werden kann. Das ist auf keinen Fall gesund! Meine Fenster sind noch nie beschlagen, so soll es auch sein.
Das hat nix mit der Wohnung zutun, sondern mit dem physikalischen Verständnis zwischen Wärme, Luft und Feuchtigkeit.
PS: "Isolieren" tun nur die Elektriker :-) Gebäude werden gedämmt! :-)
stef1601 am 31. Dezember 2008 10:58 Sorry das ich die Fachausdrücke nicht kenne :O) Dennoch liegt es mit großer Sicherheit an der wohnung! Sie ist halt schlecht gedämmt, bei 30 jahre alten Fenstern also kein Wunder!
An Deiner Stelle würde ich mir schnellstens eine andere Wohnung suchen.

So lange ist es ja nicht kalt. Gründlich lüften hilft auch schon eine Menge.
stell mal ein schälchen mit salz in deinen zimmern
Hier mal was aus dem Internet zum Schimmel: Lüftungsregeln
Luft enthält immer zu einem gewissen Teil nicht sichtbaren Wasserdampf.
Durch unsere Lebensweise gelangt dieser Wasserdampf in beträchtlichen Mengen in die Luft und muß in regelmäßigen Abständen wieder aus der Wohnung hinaus transportiert werden, da er ansonsten zu Feuchteschäden an den Baumaterialien und Schimmelbefall führen kann.
Wie aus der Tabelle 1 zu ersehen ist, können in einem 4-Personenhaushalt während eines Tages bis zu 10 Liter Wasser an die Raumluft abgegeben werden. Damit diese erheblichen Feuchtigkeitsmengen innerhalb der Wohnung keinen Schaden anrichten, in dem sie sich in Form von Tauwasser an den Wänden niederschlagen, müssen sie weg gelüftet werden.
In die Wohnung eingebrachte Wasserdampfmengen Feuchtigkeitsabgabe pro Tag ca. Mensch 1,0 - 1,5 Liter Kochen 0,5 - 1,0 Liter Duschen, Baden (pro Person) 0,5 - 1,0 Liter Wäschetrocknen (4,5 kg) geschleudert 1,0 - 1,5 Liter tropfnass 2,0 - 3,5 Liter Zimmerblumen, Topfpflanzen 0,5 - 1,0 Liter
Warme Luft kann eine höhere Feuchtigkeitsmenge aufnehmen als kalte Luft. Dieses hat zur Folge, daß die Luftfeuchtigkeit an kalten Stellen des Raumes z.B. Wänden, Fenstern und in den Raumecken bei zu hohem Wasserdampfgehalt der Luft kondensieren kann und als Tauwasser ausfällt. Derartige Erscheinungen werden bei Raumluftfeuchten von bis zu ca. 60 % sicher vermieden; darüber hinaus wird bei dieser Feuchte der Luft (+/- 10%) ein gesundes Wohnklima geschaffen.
Eintretende Frischluft senkt bei ihrer Erwärmung die Luftfeuchtigkeit im Raum beträchtlich, da die Wasserdampfmengen im Raum nach außen gebracht werden. Richtiges Lüften in der Wohnung ist unabdingbar, um Kondenswasserbildung und eine Schimmelpilzbildung wirksam zu vermeiden.
Wird in einem Raum eine größeren Feuchtigkeitsmenge freigesetzt, sollten Sie beispielsweise beim Kochen, schon während der Wasserdampf entsteht, lüften. Auch nach dem Duschen sollten Sie Spritzwasser mit einem Lappen aufnehmen. Da die Wände und Decken des Raumes sowie die Einrichtungsgegenstände auch bis zu einem gewissen Grade Feuchtigkeit aufnehmen können, muß nach dem erstmaligen Lüften die Raumluft wieder erwärmt werden. Denn nur so kann die erhöhte Materialfeuchtigkeit wieder an die Luft abgegeben werden. Nach einer gewissen Zeit (1/2 - 1 Stunde) wird es in den meisten Fällen deshalb erforderlich sein, nochmals kurz nachzulüften, um wieder normale Feuchtigkeitswerte im Raum zu erreichen. Gerade in Badezimmer und Küche, also Orten mit erhöhtem Wasserdampfanfall ist dieses Nachlüften wichtig.
Lüften zum Abtransport von Feuchtigkeit bedeutet demnach ein Austausch der warmen und feuchten Raumluft gegen kühlere und trockenere Außenluft. Ein solcher Luftaustausch sollte schnell vonstatten gehen, damit möglichst wenig Wärmeenergie verloren geht. Erreicht werden soll ja nur eine Feuchtigkeitsreduzierung, wohingegen die Wände und Einrichtungsgegenstände nicht durch langes Einwirken von Außenluft auskühlen sollen.
Ziel einer Lüftung ist es immer, einen völligen Luftaustausch im Raum mit der Außenluft herbeizuführen. Dieser dauert in Abhängigkeit von der Lüftungsart unterschiedlich lange. In nachfolgender Tabelle sind die verschiedenen Arten der Fensterlüftung und die dazugehörigen Lüftungszeiten aufgeführt. Hieraus ist auch zu ersehen, daß mit ganz geöffnetem Fenster (am besten noch mit „Durchzug“) ein völliger Luftaustausch schon nach etwa 3 Minuten erreicht werden kann, während bei der „Kipplüftung“ bei geschlossener Zimmertür der gleiche Effekt erst nach 45 Minuten eintritt.
Lüftungsarten
In dieser Zeit kühlen aber bestimmte Außenwandzonen (besonders der obere Fensterlaibungsbereich) sehr stark aus, so daß an diesen kalten Oberflächen nach Schließen des Fensters eine besonders große Gefahr der Tauwasserbildung besteht. Aus dem gleichen Grund ist von einer Dauer- Kipplüftung in der kalten Jahreszeit nachdrücklich abzuraten, da an derartig unterkühlten Wandstellen dann schnell eine Kondenswasserbildung entsteht.
Zum Abtransport der tagtäglich in unseren Wohnungen entstehenden Feuchtigkeitsmengen muß unbedingt mehrmals täglich gelüftet werden. Und das insbesondere, wenn moderne, isolierverglaste Fenster vorhanden sind, die auf Grund ihrer umlaufenden Lippendichtungen viel dichter schließen als alte Fensterkonstruktionen.
Durch die dicht schließenden, modernen Isolierglasfenster müssen auch die Feuchtigkeitsmengen die früher über die sogenannte Fugenlüftung infolge der Undichtigkeit der Fenster abtransportiert wurden, durch Öffnen der Fenster abtransportiert und unschädlich gemacht werden.
Subalowo am 2. Januar 2009 22:12 Ja, wir haben vorher alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann-sogar nach dem Baden haben wir die Badtür schön weit aufgemacht, weil es so gut riecht.. ;-) Asche auf mein Haupt Gelüftet haben wir NUR mit angekippten Fenstern und dann auchnur kurz-und schön immer alle Türen zugehalten-vor dem Zubettgehen alle Heizungen ganz ausgeschaltet, etc.-- aber das Problem ist gelöst. Hätte ich nicht gedacht, daß Stoßlüften so ausschlaggebend sein kann.

Du hast leider nicht mitgeteilt, ob das Haus eine Vollwärmeschutzverkleidung hat, oder ob außen nur Putz dran ist.
Bei Vollwärmeschutz (VWS) kann es durch mangelhafte Verarbeitung zu sogenannten Wärmebrücken kommen, die dann den Schimmelbefall und auch das Beschlagen der Fenster verursachen.
Solche Verarbeitungsmängel sorgen beispielsweise dafür, dass der Taupunkt, also der Bereich im Mauerwerk, an dem die von innen nach außen diffundierende Feuchte kondensiert, zuweit in Richtung Innenraum verlagert wird. Da die Fensterleibungen und Fensterbrüstungen/Fensterstürze ohnehin Schwachstellen im VWS sind, sollten diese Bereiche besonders sorgfältig gedämmt werden, aber leider werden die Leibungen oft garnicht gedämmt. dadurch entstehen da die Wärmebrücken, d.h. dort ist es gegenüber der übrigen Wand so kalt, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft direkt innen am Putz kondensiert - was dann zu den beschlagenen Fenstern und dem Schimmel führt.
Abhilfe schaffst du tatsächlich dann nur mit Lüften, allerdings solltest du die Heizung nicht ausschalten, wenn du lüftest, denn die Raumluft ist dann im Winter zu kalt und nimmt kaum Feuchte auf, sondern läßt sie sogleich wieder an den Wänden kondensieren. 10 Minuten sind maximal anzuraten, 3-5x täglich, aber wenn es sehr kalt ist, reichen auch 5 Minuten.
Abhilfe anderer Art wären neue Fenster, die so gewählt werden, dass man außen eine Dämmung der Fensterleibungen durchführen kann. Doch das ist Sache des Vermieters. Bitte auf keinen Fall von Innen eine Dämmung durchführen, ihr holt euch den Schwarzschimmel dauerhaft in die Wohnung.
Subalowo am 2. Januar 2009 22:09 Seit letzter Nacht und konsequentem Stoßlüften 3x am Tag, haben wir auch selbst bei ausgeschalteter Heizung keine beschlagene Fenster mehr, den Schimmel auf dem unteren Fensterrahmen hatten wir gleich als erstes entfernt. Ich bin froh, daß es so einfach war, das Problem zu lösen. Ich weiß nicht, was eine Fensterleibung ist etc. und wie das Haus gedämmt ist, aber die Fenster, an denen es GANZ SCHLIMM war, sind so gebaut, daß sozusagen die Wand da nur die halbe Dicke hat und man einen Schritt vor gehen muß, um am Fenster zu stehen. (keineAhnung, wie ich es anders beschreiben könnte)Wie nennt man das?
Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist beschlagen scheiben nun mal. Heizungsluft ist trocken. Stosslüften und dann heizen. Dann ist ist es schön warm und trocken.

stell an die fenster teelichter! die wärme von kerzen reicht schon!!
Subalowo am 30. Dezember 2008 23:12 Abbrennen wollte ich eigentlich nicht auch noch. ;-)
SadOne am 30. Dezember 2008 23:19 löl ;)
Teelichter bewirken nur, dass in diesem Bereich Konvektionsströmung entsteht. Das verringert aber nicht die Rel. Luftfeuchte.
Teelichter können auch bewirken (wenn zu nah am Fenster), dass sich die Glasscheiben punktuell aufheizen, welches zu thermischem Glasbruch führen kann.
hä?warum denn das?was hilft das?
Genau, richtig heizen und lüften muss im Verhältnis zueinander stehen.