Mein Vater (84) bewohnt seit über 40 Jahren eine Doppelhaushälfte. Nie hatte er irgendwelche Probleme mit den Nachbarn. Seit ein paar Jahren wohnt in der anderen Hälfte eine alleinstehende Frau, ca. 35-40.
Bald jeden Tag sind deren Eltern bei ihrer Tochter und werkeln in Haus und Garten herum, alles muß perfekt sein, kein Blatt darf herumliegen (Ausspruch des Mannes: "Natur muß gepflegt werden!").
Einer sehr alten Dame von gegenüber (die dort auch schon mehrere Jahrzehnte wohnt) haben sie auch schon zugesetzt, weil das Laub ihres Baums teils auf den Hauseingang dieser Leute fällt. Die alte Dame sieht man jetzt jeden Abend mühsam das Laub dort wegfegen.
Im Garten meines Vaters standen einst hohe Tannen. Weil diese Nachbarn ihn ständig bedrängten, daß sie keine Sonne im Garten hätten, hat er die Tannen schließlich fällen lassen, um des lieben Friedens willen. Jetzt steht da immer noch eine große Esche, die natürlich auch Laub abwirft. Auch da wurde gemosert, bis mein Vater ein paar überhängende Äste absägte. In großer Höhe ragt aber immer noch ein Teil der Baumkrone über das Nachbargrundstück.
Jetzt schmeißen die ihm immer einfach das Laub, das in ihren Garten fällt, über den Gartenzaun. Heimlich natürlich.
Dürfen die das? Kann mein Vater das Laub einfach wieder zurückwerfen? Warum ziehen solche Leute in die Natur, wenn sie keine Natur wollen?
ja, da waren mal welche vom baumschutz, und die haben gesagt, daß die esche sogar unter naturschutz steht. mein vater will den baum auch auf keinen fall auch noch fällen. er ist den spießern ja schon sehr entgegengekommen, indem er alle tannen gefällt hat und auch von der esche was abgesägt hat.