Frage von Katrinchen86, 102

Beschäftigungsverbotwie bekomme ich das hin?

Hallo,ich bin in der 8. Woche schwanger und übergebe mich seit 4 Wochen mehrmals täglich. Auch habe ich seit 4Wochen richtig hässlichen Husten und jetzt beginnt auch noch der Schnupfen.Durch den Husten habe ich Schmerzen im Zwerchfell,sodass seit 1 Wo. sitzen unmöglich ist. Ich bin durch den Hausarzt jetzt bereits 4Wo. krank geschrieben. Desweiteren arbeite ich in einem kleinen Altenheim mit nur 20Bewohnern und wäre allein in der Schicht für alle zuständig. Der Frauenarzt möchte das Beschäftigungsverbot nicht ausstellen, weil er sagt,der Ag ist dafür zuständig. Der Ag macht es nicht,da er es mit Gesetzen nicht so ernst nimmt.Meine Hausärztin findet es fahrlässig, somal ich bereits 2 Kaiserschnitte hatte. Habe schon bei anderen Frauenärzten angerufen, aber keiner hat mehr Kapazitäten für mich... Was mache ich jetzt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nightstick, 102

Ich würde sofort persönlich (!) zu meiner Krankenkasse gehen, den Zweigstellenleiter verlangen, ihm den Fall genauestens vortragen, und dringend auf die (wechselwirksamen) Gefahren für Dich, das Ungeborene und die Bewohner des Altenheims hinweisen, und um Rat bitten.

Sollte sich der Gesprächspartner nicht hilfsbereit zeigen, nicht abweisen lassen und noch während des Gesprächs eine sofortige Eilvorstellung beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) beantragen.

Außerdem würde ich einen Zeugen mit zur Krankenkasse nehmen!

Viel Erfolg und alles Gute!

Antwort
von landregen, 82

Ich habe mich geirrt. Eine Ärztin kann auch ein individuelles Beschäftigungsverbot attestieren.

Siehe hier, insbesondere ganz unten: http://www.sozialhilfe24.de/arbeitsrecht/mutterschutz/beschaeftigungsverbot.html

Antwort
von landregen, 98

Ein Beschäftigungsverbot ist gesetzlich geregelt - das liegt prinipiell bei Schwangerschaft vor oder nicht. Kommt auf den Beruf und das Arbeitsfeld an.

Ansonsten kann man sich bei Beschwerden nur krank schreiben lassen.

Kommentar von Katrinchen86 ,

Man darf ja eigentlich nicht mehr als 10kg heben,doch es kommt häufig vor,dass die Omis fallen und nicht mehr hoch kommen... Da kommen schnell mal 80 kg zusammen, die ich hochwuchte und das gegen die Schwerkraft.

Kommentar von landregen ,

Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, dich in Bereichen einzusetzen, in denen das Mutterschutzgesetz eingehalten wird oder er beurlaubt dich bei Lohnfortzahlung.Letzteres wird er wohl nicht tun, Ersteres ist in der Praxis schwer durchzusetzen, aber da musst du auf dich achten und dich auch Konfrontationen aussetzen.

... oder du wirst krank geschrieben von der Ärztin, wenn es um weitere Beeinträchtigungen wie Übelkeit geht.

Kommentar von landregen ,

Ich meine aber, dass es in der Altenpflege seit 2012 in bestimmtem Rahmen tatsächlich ein Beschäftigungsverbot gibt... (?) Werde mal googeln...

Kommentar von MaggieSimpson91 ,

Ein Krankschreibung ist ungünstig, da man nach 6 Wochen Bezug ins Krankengeld fällt.

Antwort
von Katrinchen86, 61

Achja hinzu kommtnoch ein eröffnetes Verfahren gegenüber dem Ag. Weilder der Meinung war,mir einfach 200 Überstunden zu kürzen und daher jetzt extremes Mobbing angesagt ist.

Antwort
von grubenschmalz, 8

Ein BV kann jeder Arzt ausstellen. Du Haft hier aber normale Schwangerschaftsbeschwerden, das ist kein Grund für ein BV.

Antwort
von satebati, 55

Zuständig für die Einhaltung des Mutterschutzgesetzes sind die im Mutterschutzgesetz erwähnten Aufsichtsbehörden. Hier http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=31058.html findest du die für dein Bundesland zuständige. Und die sollten auch wissen, was alles verboten ist in der Schwangerschaft.

Antwort
von pirela, 74

Normalerweise kann darf die Frauenärztin ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Durch Krankschreibung unter anderem. Vielleicht sich mal bei einer Anderen Frauenärztin beraten lassen.

Kommentar von landregen ,

Die Ärztin darf krank schreiben. Ein Beschäftigungsverbot ist gesetzlich geregelt, das darf und kann eine Ärztin nicht aussprechen. Bei langer Krankschreibung gibt es nur Krankengeld, bei einem Beschäftigungsverbot aber volle Lohnfortzahlung.

Kommentar von satebati ,

"Ein Beschäftigungsverbot ist gesetzlich geregelt, das darf und kann eine Ärztin nicht aussprechen"

Da sagt das Mutterschutzgesetz aber was anderes.

"(1) Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist."

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/__3.html

Kommentar von Katrinchen86 ,

Das kenne ich auch so ,kann es auch verstehen, wenn die Gefahr von der Arbeit ausgeht,dass da der Ag zuständig ist. Bloß wenn dem alles egal ist und bei mir gute Gründe (gesundheitliche ) vorliegen, müsste er es doch ausstellen.

Kommentar von Katrinchen86 ,

Doch das darf sie ,kenne so viele Fälle in den wo ein individuelles Verbot durch den Arzt ausgestellt wurde,weil Mutter und Kind in " Gefahr "waren

Kommentar von landregen ,

Habe mich geirrt, du hast Recht. Ein individuelles Beschäftigungsverbot kann auch ärztlicherseits attestiert werden.

Kommentar von Katrinchen86 ,

Genau das kenne ich auch.

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