Frage von Magdalena2524, 88

Beschäftigungsverbot laut Frauenarzt, AG stimmt nicht zu was tun?

Hallo ich habe eine Frage :) Ich bin schwanger in der  4+6 Woche  und hAbe am Freitag einen FA Termin . Ich arbeite in einer Zahnarzt Praxis, in der Assistenz. Mein Chef weiß noch nicht Bescheid da ich noch nichts in der Hand habe das ich schwanger bin. Frage ab wann bekommt man ein BV ? Ist das nur möglich wenn der Chef damit einverstanden ist ? Oder bestimmt das der FA ? Die Kollegin an der Anmeldung würde mir das Leben richtig schwer machen da das ihr platzt ist :/ Und auf Stress und Probleme bin ich echt nicht aus.

Antwort
von Mieze1231, 43

Mach dir mal keine Sorgen! :-)

Also es gibt zwei Arten von Beschäftigungsverbot.

Das individuelle BV: Das spricht der Frauenarzt aufgrund von deiner individuellen Situation aus. Z.B. eine Risikoschwangerschaft, bei der es nicht mehr möglich ist zu arbeiten.
Ich wüsste zum jetzigen Punkt nicht, warum du das bekommen solltest!?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet den Bestimmungen des Mutterschutzes gerecht zu werden. Er muss dir also ab dem Zeitpunkt, wo er über die SS informiert ist, eine Tätigkeit geben, die du ausführen kannst bzw darfst. (Auch wenn das der geliebte Arbeitsplatz deiner Kollegin ist.) Du bist verpflichtet, diesen dann anzunehmen!

Nur wenn es ihm unmöglich ist, dir eine passende Tätigkeit anzubieten, spricht dein Arbeitgeber dir ein generelles BV aus. Unter welchen Umständen das der Fall ist steht im Mutterschutzgesetz und daran muss (und wird sich mit Sicherheit) dein Arbeitgeber sich halten. Sollte es da dennoch Probleme geben, sprich das bei deinem Frauenarzt an. Der könne dir dann ein vorläufiges BV geben und veranlassen, dass dein Arbeitsplatz überprüft werden soll.

Generell denke ich aber nicht, dass du ein BV bekommen wirst!
Es klingt nicht so, dass individuelle Gründe vorliegen und dein Arbeitgeber ist ja dazu in der Lage dir Tätigkeiten im Rahmen des Mutterschutzgesetzes anzubieten...

Antwort
von FuHuFu, 37

Du musst Deinem Arbeitgeber Deine Schwangerschaft unverzüglich mitteilen. Es reicht erst mal eine mündliche Mitteilung, die schriftliche Bestätigung vom Frauenarzt mit dem voraussichtlichen Geburtstermin solltest Du nachreichen. Du erhältst dann von Deinem Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot. Dieses allgemeine Beschäftigungsverbot ergibt sich aus der Analyse Deines Arbeitsplatzes. Es wird vermutlich kein vollständiges Beschäftigungsverbot sein, sondern sich nur auf bestimmte Tätigkeiten (Anwesenheit bei Röntgenaufnahmen, Heben schwerer Lasten, dauerhaft stehende Tätigkeit beziehen). 

Neben diesen allgemeinen Regelungen und Verboten wird auch auf die individuellen Bedürfnisse von Schwangeren eingegangen. Schließlich verläuft nicht jede Schwangerschaft genau gleich und die Schwangerschaftsbeschwerden können Frauen unterschiedlich stark belasten. Dann kann das persönliche Beschäftigungsverbot zum Tragen kommen. Du hast als Schwangere die Möglichkeit, Dir vom Frauenarzt eine Bescheinigung ausstellen zu lassen: Darin bestätigt er Dir, ob und warum Du ab welchem Zeitpunkt bestimmte Arbeiten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben darfst. 

Antwort
von Hummelkes, 41

Der Arzt ist der Fachmann und hat die alleinige Entscheidung. Boah wie krass wäre das, wenn das die Arbeitergeber entscheiden, die sind doch nicht vom Fach, auch wenn es ein Zahnarzt ist. Öhhmm bist Du 10 oder 46ig? grins....steht halt etwas seltsam im Text.

Kommentar von Magdalena2524 ,

Danke für deine Antwort,  ich denke nicht das diesen Text eine 10 jährige formuliert hat. Nicht jeder kann über alles Bescheid wissen.  

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Frauenarzt & Schwangerschaft, 44
  • Der Arbeitgeber muss dem Beschäftigungsverbot Folge leisten und wird das auch tun. 
  • Du bist schon sehr weit in der Schwangerschaft dafür, dass du einen gefährlichen Job hast, der das Kind schon längst geschädigt hätte haben können. Hat dein Frauenarzt dir denn nicht früher entsprechende Warnungen über Gefahrstoffe am Arbeitsplatz mitgeteilt?
  • Du solltest deine Prioritäten auf die Gesundheit des Kindes legen und nicht darauf, was Kolleginnen womöglich denken.
Kommentar von Mieze1231 ,

Sehr weit?
Sie ist nicht mal 5 Wochen schwanger...

Kommentar von Magdalena2524 ,

Nein, ich habe angerufen gesagt  das ich schwanger bin und in einer zahnarzt  praxis abreite . War dann auch bei einem Termin dort ,  meinte aber ist zu früh da sieht man noch nichts soll diesem Freitag nochmal kommen. Dann schauen wir mal weiter. 

Kommentar von Kajjo ,

Sorry, hatte die Zeitangabe nicht genau genug gelesen. Nein, du bist ja noch ganz früh. Das passt schon alles. Besprich mit deinem Frauenarzt alles genau und handel dann so, wie er empfiehlt.

Antwort
von Puppa74, 9

Ich rate Dir, raus aus dem Behandlugszimmer und an die Rezeption ! !!! Und nichts anderes. Schwanger zu sein ist keine Krankheit aber wenn du Dir da was holst an Infektionskrankheiten , dann dankt Dir das garantiert niemand ! 

Antwort
von Emmakili, 28

Das entscheidet der fa. Ich hab ne tolle Firma erwischt...sobald eine Mitarbeiterin schwanger ist, wird vom Arbeitgeber ein beschäftigungsverbot ausgesprochen! Ist auch nicht unbedingt in der Pflege an der Tagesordnung...

Antwort
von xjmcx, 32

Ich arbeite selber in einer Zahnarztpraxis und irgendwie ist das Leben für uns Assistentinnen echt schwer dort 😒 eigentlich muss er dir das BV aussprechen ! Hast aber diesen besonderen Schutz dass du danach wieder da anfangen dürftest ohne gekündigt zu werden vorher !

Kommentar von Magdalena2524 ,

Hast du das selbst schon durch. Also das du oder eine Kollegin dort schwanger geworden bist wenn ja wie lief es bei euch ab?

Kommentar von xjmcx ,

Ja bei mir in der Praxis ist eine schwanger geworden. Unsere Chefin wollte sie auch an die Anmeldung setzen woraufhin die schwangere das dann auch getan hat (so hat sie bis zur Geburt des Kindes noch Geld verdient). Sie hat dann nach dem Mutterschaftsurlaub wieder ganz normal bei uns angefangen.
Grundsätzlich gilt, dass der Chef dich nicht einfach so kündigen darf er sich allerdings freistellen muss. Allein schon aus Infektionsgefahren bzw. Du eig überhaupt nicht mehr assistieren darfst! (wegen Anästhesien und Blut). Also würde ich jetzt erstmal abwarten was dein FA sagt, und wenn es 100% sicher ist dass du schwanger bist, würde ich ihm das sagen. Entweder du entscheidest dich selbst dafür, komplett bis nach der Geburt da aufzuhören und danach wieder anzufangen , oder du setzt dich weiterhin an die Anmeldung (und mir persönlich wäre das egal wenn die Olle an der Anmeldung dir was sagt weil es ihr Bereich ist). Du verdienst dadurch noch dein Geld und solltest du da bis nach der Geburt aufhören, verdienst du ungefähr die Hälfte deines jetzigen Gehaltes.

Hoffe die Antwort hat dir geholfen, Liebe Grüße :-)

Kommentar von Mieze1231 ,

"Entweder du entscheidest dich selbst dafür, komplett bis nach der Geburt da aufzuhören und danach wieder anzufangen , oder du setzt dich weiterhin an die Anmeldung..."

Das funktioniert so leider nicht! Der Chef entscheidet, wo die Schwangere arbeiten soll. Natürlich nur im Rahmen des Mutterschutzes! Aber wenn er die werdende Mami an die Anmeldung setzt, dann ist das so. Punkt. Fertig. Sie kann sich nicht aussuchen, ob sie das möchte. Sie kann nicht einfach aufhören. Das wäre eine Kündigung! Und bei einer Kündigung ihrerseits hätte sie keine Möglichkeit später weiter in der Praxis zu arbeiten und würde selbstverständlich auch kein Geld mehr bekommen.

Antwort
von Maximilian112, 27

Ein BV gibt es aber weniger wenn auf Arbeit Zank zu erwarten ist. 

Es gibt ein BV wenn das Kind oder die Mama durch Berufstätigkeit gefährdet sind. Mama neigt zu Sturzgeburt FA zieht also die Schwangere aus dem Verkehr und erteilt ein individuelles BV.

Des weiteren gibt es ein BV wenn Arbeit mit Giften oder mit Ansteckungsgefahr zu verrichten ist. Das spricht aber der AG aus.

Oder er hat einen Arbeitsplatz auf dem auch eine schwangere Frau arbeiten kann. 

Antwort
von DerBube01, 41

Das hat der Arzt zu entscheiden ab wann!

Da kann dein Chef nicht Mitreden.

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