Du machst es meiner Meinung nach genau richtig !!!
Du willst dich langfristig und Zielgerichtet auf dein Alter vorbereiten. Und das machen die wenigsten.
Ein anderer Teil denkt es reicht aus sich auf das zu besinnen was man schon immer zu Hause machen wollte.
Und wenn dann eines Tages der Chef und die Kollegen da stehen und ihn mit besten Wünschen in den Ruhestand verabschieden, dann ist noch alles prima.
Die erste Zeit wird vielleicht etwas gefaulenzt. Dann repariert und renoviert man was schon lange vorgesehen war in Haus, Wohnung, Garten usw.
Irgendwann sind aber alle Arbeiten erledigt und erst in Jahren wieder erforderlich.
Bei Paaren kommt vielleicht noch dazu, das sie sich nun täglich 24 Stunden arrangieren müssen. Und das gibt natürlich mehr Nährboden für Konflikte.
Ich könnte noch viele andere Dinge aufzählen.
Ich denke einfach man muss im Laufe des Lebens seine Kerninteressen heraus finden. Und diese auf das Alter übertragen. Und dann setzt man sich "Eckpunkte" was man machen möchte und wo man seine hauptsächliche Energie investieren will.
Wenn man dan ein breit gefächertes Feld an Möglichkeiten hat, wird auch keine Langeweile aufkommen.
Ich werde z.B. im nächsten Jahr 60 Jahre. Aus dem Berufsleben bin ich bereits ausgeschieden.
Und es gibt nur eine Sache über die ich mich maßlos ärgern kann.
Wenn andere Menschen kommen und sagen "Du arbeitest ja nicht mehr".
Sie werten sich damit auf das sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Und in dieser Tätigkeit 8 Stunden am Tag verbringen. 40 Stunden in der Woche.
Da lache ich nur. Wenn ich 40 Stunden in der Woche tätig wäre, würde ich mich voraussichtlich langweilen. Ich komme jetzt auf 60 bis 70 Stunden in der Woche in denen ich aktiv bin in verschiedenen Bereichen. Ich arbeite wesentlich mehr als mancher Erwerbstätige.
Aber darauf kommt es doch gar nicht an. Es zeigt jedoch das die Wertung und Sichtweise entscheidend ist.
Etwa vor 15 Jahren hat eine Bekannte mit mir mal über das Thema "Mehrgenerationenhaus" gesprochen. Ich habe damal das Thema aufgegriffen und über die Jahre weiter verfolgt und es als EINE, von vielen Zielmarkierungen nie aus den Augen verloren.
Und jetzt ist es soweit. Andere haben mich über Jahre belächelt, wegen meiner "Spinnerei". Heute lächeln sie nicht mehr. Es gibt das Mehrgenerationenhaus. Zusammen mit anderen, jeden Alters, habe ich es umsetzen können.
Unsere Bewohner leben alle für sich in ihrer eigenen Wohnung. Ergänzend haben wir gemeinsame Räume geschaffen. So ist jeder für sich. Aber keiner ist allein.
Das Alter liegt zwischen 3 Monaten und 87 Jahren. Alles erleben wir gemeinsam. Geburt und Tod. Freude und Leid. Streit und Gemeinschaft. Und die Kinder haben ein unwahrscheinlich großes Lernfeld.
Es gibt Senioren die gern reisen und 4 mal im Jahr in der Welt unterwegs sind. Es gibt Leute die lieber im Garten etwas machen und zu Hause sind. Viele Hobbys treffen aufeinander.
Ich kann nur sagen es ist unwahrscheinlich wie gut das ist und was für eine große Auswahl man hat.
Und ich denke ebenso kannst du für dich im Laufe deines Lebens Eckpunkte für dein Alter setzen. Hin und wieder kannst du sie verändern und ergänzen. Oder auch mal einen streichen. Aber insgesamt, wirst du dann gut auf deinen Ruhestand vorbereitet sein.
Wirklich vorausschauend :) Danke für die guten Tipps. Solch ein Mehrgenerationshaus wäre wirklich etwas interessantes. Ich werde mich dazu mal näher informieren.