Hallo,
ich beobachte in "meinem" Altenheim, dass die Bewohner gerne Tätigkeiten aus ihrem früheren Leben ausüben. (Eine ehemalige Schneiderin strickt halt gern, jemand der früher in der Kreis-Verwaltung gearbeitet hat engagiert sich im Heimbeirat, etc.)
Um das Gefühl des "Nicht-mehr-gebraucht-werdens" zu mindern, kann es sinnvoll sein, wenn man ihr solche Tätigkeiten ausüben lässt.
Natürlich sollte man dabei auch beachten, ob sie nicht auch froh ist diese Tätigkeiten nun im Alter endlich nicht mehr machen zu müssen. Also vorher auf jeden Fall ausdiskutieren.
Wo ich auch noch ein Problemfeld sehe ist der Bereich der Bewegung.
Wenn man sich wegen seiner Gebrechlichkeit zurückzieht und sich nur noch im Hause aufhält, sollte man es als Bezugsperson versuchen dieses Rückzugsverhalten zu durchbrechen. Wer rastet der rostet. Vielleicht kann man ja einen Begleitservice organisieren.
Ich beobachte oft, dass Bewohnerinnen Langeweile auch als Grund vorschieben um ihren Angehörigen zu drängen sie öfter zu besuchen. Also auch für sich selbst klar machen was man leisten kann und möchte und klare Grenzen ziehen. Man hat noch ein eigenes Leben.
Achim
Entschuldige - ich habe nur Senior gelesen und gleich auf Oma getippt. Für Deine Mama natürlich das ungleich bessere Buch: http://kuerzer.de/d4aRtzku3 (Amazon-Link war zu lang)
Super Idee. 6x Oma und ein mal Uroma ist sie ja auch, deshalb ist OMA nicht so falsch ;-)