Biff1967 am 12.08.2008 um 9:23 Uhr
Hallo,
meine Mutter wohnt nach dem Tod von meinem Vater alleine im Haus und langweilt sich sehr.
Da sie ein wenig gebrechlich ist, geht sie nicht gerne (bis gar nicht) alleine aus dem Haus.
Ich wohne über 100Km entfernt und kann nicht mal eben "vorbeischauen".
Was kann man als Senior alleine im Haus zur Unterhaltung machen, wenn kein Besuch im haus ist (ausser TV und lesen)?

Ein Buch schreiben! (Kein Witz!) http://www.amazon.de/Oma-erz%C3%A4hl-mal-Erinnerungsalbum-deines/dp/3426654520
oh das ist wirklich sehr schwer! oft gibt es so projekte wo jugendliche lernen, mit älteren menschen umzugehen meistens finden die jedoch im seniorenheim statt. frag doch mal ob es das ist der umgebung auch gibt und das auch zu hause möglich ist. so bekommt man wieder anschluss an die außenwelt, durch die jungendlichen wird man selbst auch wieder ein bisschen jünger und offener.. sonst kling vielleicht ein bisschen blöd aber meine großmutter hatte bis vor ihrem tode neulich eine nintendo ds, da sie das im fernsehen gesehen hat und unbedingt ihr geistiges alter wissen wollte ;) ich denke sowas motiviert auch gleichzeitig sich "geistig" nicht hängen zu lassen wenn man schon nicht mehr so agil ist!

Hallo!
Das ist aber schade ja das ist schwierig zu sagen weil man eben nicht weiss in wie fern Sie sich selbst motivieren kann und oder sie sich motivieren lässt.
Was auch ganz toll ist und das gibt es eigentlich in jeder Gemeinde das ist die Nachbarschaftshilfe die Kümmern sich um ältere Menschen und schützen ein Stück weit vor Isoloation im schlimmsten Fall vor Depressionen es werden auch Kaffeenachmittage und kleine Spaziergänge angeboten und auch Treffen mit anderen Senioren.Die dann zusammen basteln oder malen ein wenig die Feinmotorik trainieren aber auch Gedächtnistraining solche Herfer gibt es auch von der Diakonie die kommen auch auf Hausbesuch helfen im Haushalt mit und beim Kochen ect.
Noch schöner wäre es aber es klappt natürlich nicht in jeder Familie das bei dieser Entfernung die Oma einen Umzug in die Nähe oder ins Haus der Verwandten macht. Vielleicht mal darüber reden Viele alte Menschen wünschen sich das sprechen es aber nicht aus weil sie keine Belastung darstellen wollen. Viel Erfolg
Hallo, ich beobachte in "meinem" Altenheim, dass die Bewohner gerne Tätigkeiten aus ihrem früheren Leben ausüben. (Eine ehemalige Schneiderin strickt halt gern, jemand der früher in der Kreis-Verwaltung gearbeitet hat engagiert sich im Heimbeirat, etc.) Um das Gefühl des "Nicht-mehr-gebraucht-werdens" zu mindern, kann es sinnvoll sein, wenn man ihr solche Tätigkeiten ausüben lässt. Natürlich sollte man dabei auch beachten, ob sie nicht auch froh ist diese Tätigkeiten nun im Alter endlich nicht mehr machen zu müssen. Also vorher auf jeden Fall ausdiskutieren.
Wo ich auch noch ein Problemfeld sehe ist der Bereich der Bewegung. Wenn man sich wegen seiner Gebrechlichkeit zurückzieht und sich nur noch im Hause aufhält, sollte man es als Bezugsperson versuchen dieses Rückzugsverhalten zu durchbrechen. Wer rastet der rostet. Vielleicht kann man ja einen Begleitservice organisieren.
Ich beobachte oft, dass Bewohnerinnen Langeweile auch als Grund vorschieben um ihren Angehörigen zu drängen sie öfter zu besuchen. Also auch für sich selbst klar machen was man leisten kann und möchte und klare Grenzen ziehen. Man hat noch ein eigenes Leben.
Achim
pitimas am 14. August 2008 02:57 DH !
Was hat sie denn früher gerne gemacht? Wenn sie in einem Hasu wohnt, dann gehört ja evtl. ein Garten dazu. Vielleicht kann man dort ein Blumenbeet anlegen. Meine Oma kümmert sich z.B. noch ganz liebevoll um ihre Kräuterschnecke, auch wenn sie natürlich nicht mehr viel machen kann. Aber zumindest schaut sie, ob alles in Ordnung ist, gießt ab und zu, schneidet die Blüten etc. Ansosnten würde ich mich über bestimmte Veranstaltungen speziell für Senioren erkundigen, z.B. Lesungen, Spieleabende.

wenn sie dazu in der lage ist und lust dazu hat, könnte sie viel stricken. jeder in der familie freut sich sicher über etwas schönes selbst gefertigtes und es ist für später auch eine schöne erinnerung.
Die Antworten bisher sind sehr gut, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Wie wäre es mit einem Tier? Oder evtl. einem Computer? Dann könnte sie hier durch ihre Lebenserfahrung auch noch gute Ratschläge geben und sie fühlt sich gebraucht.

Phase 10 ist eine tolle Beschäftigung für Senioren.
Entschuldige - ich habe nur Senior gelesen und gleich auf Oma getippt. Für Deine Mama natürlich das ungleich bessere Buch: http://kuerzer.de/d4aRtzku3 (Amazon-Link war zu lang)
Super Idee. 6x Oma und ein mal Uroma ist sie ja auch, deshalb ist OMA nicht so falsch ;-)