Frage von Wahchintonka, 299

Beschäftigen sich die meisten Gläubige lieber nicht mit der Evolutionstheorie, weil sie wahr ist und z.b. der Bibel total widerspricht?

Etliche Gläubige, insbesondere konservative Katholiken müssten sogar große Angst vor solchen und anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen haben. Und aufgrund dieser großen Angst leugnen sie lieber die Wahrheit und verteufeln sogar Wissenschaftler und Forscher

Antwort
von Philipp59, 26

Hallo Wahchintonka,

es stimmt, Evolutionstheorie und Bibel lassen sich nicht in Einklang miteinander bringen. Ist die Evolutionstheorie aber tatsächlich eine unumstößliche Wahrheit? Sehr viele sehen das so und vor allem Wissenschaftler sind von ihrer Richtigkeit überzeugt. Andererseits: Wenn die Evolutionslehre so gut bewiesen wäre wie der Erdumlauf um die Sonne, was nicht ein einziger Wissenschaftler, der bei Verstand ist, bestreitet, warum glauben dann eine ganze Reihe von Wissenschaftlern nicht an die Evolutionstheorie und scheuen sich nicht, dies auch in aller Öffentlichkeit kundzutun? Sind sie nur weltfremd oder haben sie sich von ihrer eigenen Weltanschauung verblenden lassen? Oder könnte es sein, dass sie das, was als Beweise vorgetragen wird, nicht so ganz überzeugen konnte?

Völlig unbestreitbar ist hingegen, dass eine Evolution stattgefunden hat und auch gegenwärtig noch stattfindet. Doch findet diese, soweit sich das nachprüfen lässt, nur innerhalb gewisser Artgrenzen statt (wobei festzulegen wäre, wie "Art" in diesem Zusammenhang zu definieren wäre). Beispielsweise wurde aus der Fruchtfliege "Drosophila" trotz jahrelanger Mutationsversuche nie etwas anderes als eine Fliege und auch die die "Darwinfinken" blieben immer Finken. Zu "Artüberschreitung" kommt es jedoch nur dann, wenn man den Begriff "Art" auf eine ganz bestimmte Weise definiert.

Wenngleich Evolution durch Mutationen in Verbindung mit veränderten Umweltbedingungen eindeutig stattfindet, muss man daraus nicht zwangsläufig schließen, dass sämtliche Tier- und Pflanzenarten durch einen evolutiven Prozess entstanden sind. Das ist zwar der Grundgedanke der Evolutionstheorie, doch ist dieser nicht mit eindeutigen Tatsachen zu begründen. Andererseits gibt es zahlreiche Belege, die sich in Richtung Evolutionstheorie deuten lassen, doch handelt es sich in jedem Fall um Rekonstruktionsversuche von vergangenen Geschehnissen, die heute nicht mehr exakt nachprüfbar sind. Wenn man unvoreingenommen und fair bleibt, müsste man zugeben: "Ja, es könnte zwar so gewesen sein, doch vielleicht war es aber auch ganz anders". Doch zu behaupten, die Tatsachen seien so eindeutig, dass sie keinen Spielraum mehr für den Gedanken an eine Schöpfung zuließen, geht an der Wirklichkeit vorbei und lässt sehr leicht einen wissenschaftlichen Dogmatismus entstehen.

Ein Beleg, der als "Säule" der Evolutionstheorie gilt, sind Mutationen. Sie gelten als der eigentliche Motor der Vorwärtsentwicklung. Es zeigt sich jedoch, dass eine genetische Variation über bestimmte Artgrenzen hinaus, nicht stattfindet. Alle Experimente beweisen, dass sich das Mutationsgeschehen nur innerhalb gewisser Artgrenzen abspielt. Beispielsweise bleiben die Mutanten von Drosophila stets Fliegen, die zur gleichen Drosophilaart gehören. Wenn ein Gen mutiert, dann ändert sich lediglich die Struktur oder Beschaffenheit dessen, was bereits schon zuvor vorhanden war.

Erklärend möchte ich hier einfügen, dass ich hier von "Art" nicht im geläufigen Sinne als von einer "Biospezies" spreche (diese können selbstverständlich durch natürliche Prozesse neue entstehen). Wenn ich hier von "Artgrenzen" spreche, dann fasse ich den Begriff "Art" etwas weiter im Sinne von "Grundtypen". Nach F.L. Marsh und S. Scherer sind damit "alle Arten, die durch Kreuzungen direkt oder indirekt miteinander verbunden sind, also miteinander Nachkommen hervorbringen können" gemeint ("Leben - woher?"S. 41 von Reinhard Junker).
Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Mutationen einen Organismus schädigen, indem sie z.B. zu einer Minderung der Überlebens- und Fortpflanzungschancen führen. Sogenannte "positive Mutationen" (z.B. die Sichelzellenanämie, die Insekten auf den Kerguelen-Inseln oder die Kormorane auf den Galapagosinseln) beweisen nichts über den Ursprung neuer Strukturen, da die o.g. Mutanten jeweils einen Strukturverlust aufweisen (Rückbildung von Flügeln bei Insekten, Verlust der Flugfähigkeit der Kormorane). Wie der Evolutionist Theodosius Dobzhansky im Hinblick auf die Mutationen der Taufliege zugab, "zeigen [diese] in der Regel eine Entartung, eine Verkümmerung oder gar das völlige Verschwinden bestimmter Organe .  .  . Manche Mutationen bringen für ihre Träger sogar den Tod mit sich. Mutanten, welche die gleiche Vitalität besitzen wie die normalen Fliegen, sind in der Minderzahl, und Mutanten, die zu einer bedeutenden Verbesserung des normalen Baues und der normalen Leistung in der üblichen Umgebung führen würden, sind überhaupt nicht bekannt."

Auch Mutationszüchtungen (z.B. hornlose Rinder, kurzbeinige Schafe, schlitzblättrige Bäume) beweisen keine Höherentwicklung, denn der Mensch bestimmt jeweils, was als "positiv" zu gelten hat. Außerdem findet jede Züchtung unter Anleitung und Planung statt. Zudem können Mutationen aus einer Züchtung in vielen Fällen im Daseinskampf nicht überleben, da die Mutanten immer schwächer sind als die jeweiligen Elterntypen.

Es wird seitens der Evolutionsbefürworter behauptet, dass viele kleinere Mutationen im Laufe von Jahrmillionen schließlich zu einer Höherentwicklung geführt haben. Was zeigt jedoch die Wahrscheinlichkeitsrechnung? Der Physiker W. Heitler berechnete dies in Bezug auf den Archäopterix und schrieb: "Wenn jeden Tag (!) eine solche Mutation stattfinden würde und die Population eine Milliarde wäre, müßte das Universum zehnmal seine ganze Entwicklungsgeschichte durchlaufen, bevor eine einziger Archäopterix entsteht" (Walter Heitler, "Evolution durch Physik?"). Wie allein dieses Beispiel zeigt, geht die Wahrscheinlichkeit einer Höherorganisation gegen Null! Ein anderes Beispiel ist das des Auges. Es besteht aus vielen Teilen, die im Falle einer evolutiven Höherentwicklung in der richtigen Reihenfolge und aufeinander abgestimmt entstehen müssten. Berechnungen der Wahrscheinlich eines solchen Geschehens zeigen: Die Wahrscheinlichkeit der zufälligen Entstehung des Auges ist, wie Berechnungen des Mutationsgenetikers W.E. Lönning ergeben haben, ebenfalls auf nahe Null herabgesetzt. Doch selbst wenn ein Auge durch Zufall entstanden wäre, könnte es nur dann brauchbar sein, wenn der gesamte Organismus des betreffenden Lebewesens darauf abgestimmt ist. Es braucht nicht erwähnt werden, dass die Wahrscheinlichkeit einer solche Entstehung durch Mutation noch viel weniger gegeben ist.

In der Encyclopedia Americana wird bzgl. Mutationen folgendes gesagt: "Die Tatsache, daß sich die meisten Mutationen auf den Organismus schädlich auswirken, scheint kaum mit der Ansicht vereinbar zu sein, Mutationen seien die Quelle des Rohmaterials für die Evolution. In der Tat stellen die Mutanten, die in Biologielehrbüchern abgebildet sind, eine Sammlung von Mißbildungen und Monstrositäten dar, und die Mutation scheint eher ein zerstörender als ein aufbauender Prozeß zu sein“ (1977, Band 10, Seite 742).

Seit einigen Jahrzehnten hat man sich darum bemüht, durch gezielte Auslese von Mutationen z.B. bessere und ertragreichere Pflanzenarten hervorzubringen. Der Mutationsforscher Wolf-Ekkehard Lönnig, der sich rund 30  Jahre mit Mutationsgenetik an Pflanzen beschäftigte, erklärt: „Es wurde eine Revolution der traditionellen Pflanzen- und Tierzucht erwartet. Man dachte, man würde durch Induktion und Selektion positiver Mutationen neue und bessere Pflanzen und Tiere erhalten.“ Man startete Forschungsprojekte und versuchte durch neue Methoden die Evolution zu beschleunigen.

Was haben 40 Jahre Forschung auf diesem Gebiet gebracht? „Der Versuch, durch Bestrahlung [die Mutationen hervorruft] ertragreichere Sorten zu züchten“, sagt der Forscher Peter von Sengbusch, „erwies sich trotz eines großen finanziellen Aufwands weitgehend als Fehlschlag.“ Lönnig führt dazu aus: „Spätestens in den 1980er-Jahren erwiesen sich die Hoffnungen und die Euphorie weltweit als Fehlschlag. Als separater Forschungszweig wurde die Mutationszüchtung in den westlichen Ländern eingestellt. Die allermeisten Mutanten .  .  . waren lebensunfähig oder anfälliger als Wildarten.“

Nach inzwischen etwa 100 Jahren Mutationsforschung kann man inzwischen Aussagen darüber treffen, ob durch Mutationen tatsächlich neue Arten entstehen können. Dazu noch einmal der Mutationsgenetiker Lönnig: „Durch Mutationen kann aus einer Art [einer Pflanze oder eines Tieres] keine völlig neue entstehen. Diese Schlussfolgerung stimmt sowohl mit der Summe aller Erfahrungen und Ergebnisse der Mutationsforschung des 20.  Jahrhunderts überein als auch mit den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung".

Wie am Beispiel der Mutationen klar geworden ist, ist nicht jeder Wissenschaftler davon überzeugt, dass durch sie eine Höherentwicklung der Lebewesen stattfinden konnte. Das ist nur ein Grund, warum auch in der heutigen Zeit etliche Wissenschaftler die Evolutionstheorie ablehnen. Es ist daher unzulässig, sie als absolute Wahrheit hinzustellen.

LG Philipp

Kommentar von Wahchintonka ,

Als absolute Wahrheit stellt sie auch niemand hin. Sie aber für völlig falsch zu erklären, wäre noch fataler. Sollte alles Unsinn sein, was Darwin herausgefunden hat? Unmöglich.

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo Wahchintonka,

zumindest ziehen die meisten Wissenschaftler sie nicht in Zweifel. Das hat in einer wissenschaftsgläubigen Zeit wie dieser dazu geführt, dass sie auch von vielen anderen für wahr angesehen wird. Die Evolutionstheorie hat außerdem etwas mit einem Weltbild zu tun, in der Gott keinen Platz hat. Sie begründet nämlich eine rein naturalistische Sichtweise, die dem Empfinden vieler entgegen kommt.

Natürlich ist es nicht alles Unsinn, was Darwin und auch viele andere Wissenschaftler nach ihm herausgefunden haben. Es wird nur der Fehler gemacht, aus der beobachtbaren und damit beweisbaren Evolution innerhalb der Arten (Mikroevolution) auf eine Entwicklung über die Artgrenzen hinaus (Makroevolution) zu schließen. Für die letztere werden zwar fossile Belege angeführt, die jedoch nicht unzweifelhaft und eindeutig genug sind, um damit die Richtigkeit der Theorie zu beweisen. Die Einzelfunde lassen auch eine Deutung in Richtung Schöpfung zu. Außerdem fehlt es weiterhin an den "Missing Links", die es bei der Entwicklung von einer Art in die nächste in großer Zahl gegeben haben müsste.

LG Philipp

Antwort
von RobinsonCruesoe, 85

Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften führt in ihren Reihen herausragende Wissenschaftler, unter denen auch viele Christen sind. Diese sehen offenbar keinen Widerspruch zwischen Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte.

Antwort
von grtgrt, 31

Die Evolutionstheorie widerspricht der Bibel keineswegs (sie widerspricht nur einer allzu wörtlich genommenen Interpretation dessen, was die Bibel sagt).

Der Grund hierfür: Was Gott geschaffen hat, kann er beliebig indirekt geschaffen haben (z.B. dadurch, dass er Naturgesetze geschaffen hat, die Evolution zulassen).

Bitte lies 

Kommentar von Wahchintonka ,

Das hört man oft von Bibelfesten, dass das, was in der Bibel steht, eher symbolisch gemeint sei. Wie war das nochmal mit den 6 Tagen der Schöpfung und am 7.ten Tag war Ruhetag? Wo doch das Universum schon 13,7 Mrd. Jahre und unsere Erde mitsamt dem Sonnensystem ca. 4,5 Mrd. Jahre alt ist. Nicht zu vergessen, dass unsere Sonne die 2te oder 3.te Generation von Sternen im Universum ist.

Kommentar von grtgrt ,

Irgendwo in der Bibel steht auch: Für Gott ist ein Tag wie tausend Jahre (was zu verstehen ist als: Der Mensch sollte nicht glauben, dass die kleinen Zeiträume, in denen er denkt, auch die sind, in denen Gott denkt).

Antwort
von amenuensor, 11

Dogmatismus und Rechthaberei Ich diskutierte mit Fachkollegen über ein Problem der Evolution. Am Schluss sagten sie: „Wir können gegen Ihre Argumente nichts sagen, sie sind nicht zu widerlegen. Aber wir glauben lieber das andere.“ Das andere war die Evolutionshypothese. Um welches Problem ging es? Ich führte damals aus, dass die Biochemie einer Leberzelle mit einem riesigen Uhrwerk verglichen werden kann; die verschiedenen Zyklen greifen nämlich ineinander. Und was auf die Leberzelle zutrifft, gilt auch für ganze Organismen und Organe: der Stoffwechsel ist ein kompliziertes, rückgekoppeltes „Räderwerk“. Bleibt man bei diesem Vergleich, dann kann man sich vorstellen, was geschieht, wenn ein „Rad“ (durch willkürliche Mutation) verändert wird. Die Uhr könnte stehen bleiben! Um das zu vermeiden, müssten alle Räder im gleichen Sinne verändert werden. Das heißt, eine Mutation müsste eine Fülle von anderen Mutationen zur Folge haben, die alle in dem Sinne gerichtet und zur gleichen Zeit stattfinden müssen, damit das Uhrwerk des Lebens nicht still steht. Und hier liegt das Problem: Mutationen werden immer noch als Zufälle angesehen. Zufälle haben in der Summe keine Richtung. Was der eine Zufall verändert, kann der nächste zunichte machen. Eine „Richtung“ auf ein Endergebnis ist da nicht zu erkennen. Deshalb ist auch nicht zu erwarten, dass eine zufällige Mutation am Anfang eine Fülle von Mutationen zur Folge haben sollte, die alle in die gleiche Richtung zielen. Nun ist dieses Problem wieder aufgetaucht. Aus Berkeley kam von Jed Macosko ein Beitrag zur Irreduzibilitätshypothese (Michael J. Behe) (Irreduzibilität: Bedeutet Unzerlegbarkeit). Die Strukturaufklärung der RNA-Polymerase (Ein Enzym, das RNA synthetisiert, ist ein komplexes Eiweißmolekül, das aus vielen Aminosäuren besteht.) von E. coli (ein Darmbakterium) brachte die Erkenntnis, dass nicht eine Aminosäure im aktiven Zentrum ausgetauscht werden kann, ohne dass das Molekül seine Funktionalität einbüßt. Das ganze „Design“ des Moleküls ist zweckgerichtet und nicht zu „verbessern“; jede Veränderung kann für das Leben von E. coli fatal sein. Macosko schlussfolgerte, dass die RNA-Polymerase ein irreduzibles System darstellt. Michael J. Behe erklärt diese Irreduzibilität so: Irreduzible Komplexität besteht aus zwei Komponenten. 1.) In einem irreduzibel komplexen System muss jeder Bestandteil innerhalb der Ordnung des Systems arbeiten. Nehme ich auch nur ein einziges Baustück heraus, kollabiert das komplette System. 2.) Für sich allein machen die Funktionen seiner Bestandteile keinerlei Sinn. Auf Behe geht das Beispiel der Mausefalle zurück. Wir haben ihre Komponenten klar und deutlich vor uns: Spannfeder, Tritt, Auslöser etc. Entfernen wir auch nur eine einzige Komponente, funktioniert die komplette Falle nicht mehr. Behes Schluss: Nur intelligentes Design kann für ein solches Zusammenspiel verantwortlich sein. Diese Hypothese würde also einen intelligenten Schöpfer voraussetzen, wenn man sie auf die Entstehung des Lebens anwendet! Aber ich möchte hier nicht zu ausführlich werden. Was mich aber überraschte, war die Reaktion eines Fachmanns: `Da die Fachwelt diese Hypothese nicht akzeptiere, könne sie nicht stimmen`. Ist das nicht überraschend? Und wird man hier nicht an die Kritiker Galileis erinnert, die den Blick durch das Fernrohr auf die Jupitermonde mit dem Hinweis ablehnten, es könne sowie so nicht stimmen, weil es so etwas einfach nicht gäbe? Wer bisher glaubte, dass es in der Welt der Wissenschaft keine Dogmen gebe, sollte sich nun eines Besseren besinnen. Man lehnt ab, was nicht wahr sein darf, aber eine zufrieden stellende Erklärung der Irreduzibilität war von den Kritikern nicht zu hören. Und nun noch ein Gedanke zu den Mutationen: Sie werden immer noch als Motor der Evolution angesehen. Und M.L. hat schon Grundsätzliches dazu geschrieben. Lebewesen können mutieren; ihr genetischer Apparat ist willkürlich veränderbar, verwundbar. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier zwei Dinge vertauscht werden: 1.) Die von außen bewirkte Veränderung des Gens, und 2.) die dem Apparat innewohnende Fähigkeit, Veränderungen zuzulassen und sinnvoll einzusetzen. Das Erste sind genetische Unfälle, die für das Leben schädlich sind; das zweite sind Variationen, die von vornherein zulässig sind und eine gewisse Elastizität (Anpassungsfähigkeit) des Lebens an veränderte Bedingungen darstellen. Diese genetisch festgelegte Anpassungsfähigkeit über Mutationen ist auch genetisch begrenzt; wird die Grenze überschritten, stirbt in der Regel der Organismus. Es gibt aus der Immunologie ein gutes Beispiel für diesen Fall: Die Gene der V-Region (das ist der variable Teil des Immunglobulins) der Immunglobuline werden durch somatische Mutationen so verändert, dass eine möglichst genaue Passung möglich ist. (V-Region: Das ist die Region, mit der ein Antikörper an das zu ihm passende Antigen bindet; je besser diese Bindungsregion auf das Antigen passt, um so stärker ist die Bindung des Antikörpers an das Antigen und um so effektiver ist die Abwehr des Antigens.) Der Zweck dieser Mutationen ist also die optimale Anpassung eines Antikörpers an sein Antigen. Die Mutationsrate liegt für Plasmazellen (das sind die Zellen, welche Antikörper produzieren) bei 2 bis 4 %! So spielt also das Immunsystem viele Varianten durch, um am Ende zum optimalen Antikörper zu kommen. Die Mutationsrate ist bemerkenswert hoch, wenn man sie mit der anderer nichtimmunologischer Gene der Lymphozyten vergleicht. Hier liegt sie bei weniger als 0,0001 %! Dies ist ein Beispiel für Mutationen, die einem lebenserhaltenden Zweck dienen; sie sind genetisch festgelegt und haben eine Grenze, die nicht ohne üble Folgen überschritten wird. Das gilt vermutlich für jedes Lebewesen. Ich muss noch etwas los werden. Der Nobelpreisträger Manfred Eigen hat die Entstehung komplexer Biomoleküle zu erklären versucht. Er geht davon aus, dass Materie in der Evolution eine Art Selbstorganisation besitzt, um auf die Stufe des Lebens zu gelangen. Damit wurde aber auch ein neues (altes?) Problem aufgeworfen: Woher „wissen“ die Moleküle, in welche Richtung sie sich organisieren, entwickeln müssen? Bislang galt Materie als „dumm“; Absichten, Wünsche, Pläne und Überlegungen schrieb man ihr nicht zu. Dieses Problem führte dann zu neuen Hilfshypothesen: Der Materiebegriff müsste dahingehend erweitert werden, dass man der Materie von vornherein die Eigenschaft zuschreibt, sich zu Leben zu organisieren. Und man muss ein „Evolutionsfeld“, also eine von außen kommende Steuerung annehmen, wenn man die Entstehung des Lebens mit Hilfe evolutiver Mechanismen erklären möchte. Nun ist von außen kommende Steuerung der Entwicklung ein gefährlicher Gedanke, was vielleicht Friedrich Cramer schon ahnt. Dieser Kollege von M. Eigen glaubt übrigens selbst an einen Schöpfer. Vielleicht kommt von dieser Seite die Versöhnung der „Evolutionisten“ mit den „Kreationisten“. Die Evolutionstheorie ist immer noch eine ungeklärte Streitfrage der modernen Naturwissenschaft! Und denken Sie nur nicht, dass mit diesen beiden Einwänden von meiner Seite schon alle Ungereimtheiten, die der Theorie widersprechen, aufgezählt sind! Aber darüber macht man sich kaum Gedanken. Es scheint, dass der Glaube an diese Theorie ein einfacher und bequemer Ersatz für etwas anderes ist. Und um es noch einmal deutlich zu machen: Es geht in der ganzen Diskussion nicht um das Wie und den Weg, den das Leben genommen hat. Es geht um die erste Ursache, um den Beginn der Schöpfung. Und da geht man ganz bewusst einen Schritt zu weit, wenn geschlussfolgert wird, dass es keinen Schöpfer geben kann, weil die Evolution alles erkläre. Über einen Schöpfer kann die Wissenschaft schlichtweg nichts sagen.“

Kommentar von Wahchintonka ,

Die erste Ursache scheint mir Energie zu sein. Alles besteht letztendlich aus Energie - und Materie könnte, grob gesagt, als eine Art geronnene Energie angenommen werden. Daher, dass Energie nicht erzeugt aber auch nicht vernichtet werden kann, hat sie ewigen Bestand. So erübrigt sich auch die alte (philosophische) Frage, warum es überhaupt etwas gibt und nicht vielmehr Nichts.

Antwort
von MarkusK1987, 44

Ich finde, es ist keine biblische Einstellung, Fakten nicht zu überprüfen. Der Apostel Johannes schrieb "prüft die inspirierten Äußerungen!" (1. Johannesbrief 4:1)
Glaube und Verstand dürfen keine Widerstreiter sein, wie es heute oft von Extremisten auf Seiten von Religionen und auf Seiten von Atheisten suggeriert wird.
Wichtig ist, zu erkennen, was wirklich Fakten sind und was Theorien und aufrichtig, das heißt ohne Vorurteil an die Sache heranzugehen - was beileibe nicht immer leicht ist. (Lesetipp: "Was sagt die Bibel zur Evolution" https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/g201510/anpassung-evolution/#?...[search_id]=2163a5ca-1203-4780-8466-ff1a9679bf46&insight[search_result_index]=11)

Antwort
von Hardy3, 86

Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie müssen sich nicht widersprechen. Wenn man die Schöpfungsgeschichte nicht wörtlich nimmt, sondern sie als eine bildhafte Beschreibung der Entstehung der Welt, lässt sich das gut vereinen. 

So wie man Gott nicht als "Person" ansehen kann, sondern als abstrakten Gedanken wie Natur, Weltall oder das, was allen Menschen gemein ist. Schließlich sind sich die grundsätzlichen Verhaltensnormen in allen Religionen sehr ähnlich. 

Was erklärt der Urknall mehr oder verständlicher als die Aussage "Am Anfang war das Wort"? Die Evolutionstheorie hebt das Problem auf eine höhere Stufe - von einer(ich bitte um Verzeihung) naiven, kindlichen Vorstellung auf eine wissenschaftliche Basis - mehr aber auch nicht. Die grundsätzlichen Fragen bleiben : wo kommt die Materie her usw. 

Kommentar von Trashtom ,

Wenn man die Schöpfungsgeschichte nicht wörtlich nimmt

Also frei interpretieren. Besser noch: An aktuelle Wissenschaftliche Ergebnisse anpassen.

Kommentar von Hardy3 ,

Dieses Wort ist der Schlüssel: "aktuell". So wie man heute über die einmal vor langer Zeit aufgeschriebene Geschichte, die damals revolutionär aktuell war, lächeln mag, sollte man auch die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht so absolut sehen. 

Ich habe schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Was es da in der Astrophysik schon alles an neuen Erkenntnissen gab ... und Erkenntnisse, die vorherige Erkenntnisse wieder relativierten ... In den 60er- Hahren war man sich so sicher, innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Planeten und Sterne mit Leben zu entdecken. Es gab sogar Berechnungen, wie viele es davon geben müsste.

Es ist so einfach, gerade in religiösen Dingen alles für Quatsch und Aberglaube zu erklären. Damit wird man den Menschen aber nicht gerecht, ihr Bedürfnis nach Halt im Leben darf man nicht unterschätzen. Diese Erfahrung mussten auch alle autoritären Regime machen (weltweit), die die Religion über Bord werden wollten. 

Noch ein interessanter Aspekt: Physiker und Astromen beteiligen sich oft an Diskussionen über Entstehung und Sinn des Lebens, äußern sich aber sehr vorsichtig und zurückhaltend - wir haben keine Ahnung. Wer weiß, ob nicht irgendwo irgendetwas fürchterlich über unsere angeblich bombenfesten Erkenntnisde lacht.

Antwort
von chrisbyrd, 8

Warum sollte es für einen allmächtigen Gott ein Problem darstellen, die Welt in 6 Tagen zu erschaffen?

Es gibt Evolution innerhalb von Arten, die wir in der Zuchtforschung beobachten können (aus einem Wolf wurde z. B. ein Pudel und ein Schäferhund gezüchtet, die aber alle zu einer Art gehören). Dies kann man als Mikroevolution (Evolution innerhalb einer Art) bezeichnen. Mikroevolution ist beobachtbar und damit wissenschaftlich eindeutig beweisbar.

Makroevolution (der Übergang einer Art in eine andere) wurde bisher aber noch nicht beobachtet und bleibt deshalb eine Theorie. Darwin hat auf jeden Fall vorhergesagt, dass wir beobachten werden, dass Arten in andere übergehen. Dies hat sich als völlig falsch erwiesen. Auch im Labor sollten neue Arten künstlich gezüchtet werden. Fruchtfliegen, die eine hohe Fertilitätsrate (Fruchtbarkeit) aufweisen, wurden mit verschiedensten mutagenen Substanzen konfrontiert (Strahlung, chemischen Stoffen usw.). Das Ergebnis waren ganz verschiedene Fruchtfliegen (kleine, große, mit verschiedenen Farben und unterschiedlicher Anzahl der Beine, Flügel usw.) - doch keine neue Art ist entstanden. Die Fruchtfliegen blieben immer Fruchtfliegen einer Art.

Sehr interessant zu diesem Thema sind Ausarbeitung der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, von Prof. Dr. Werner Gitt und Dr. Roger Liebi.

Antwort
von hummel3, 59

Es ist einfach eine "Theorie" für wahr und erwiesen zu halten, so lange man sie nicht in die Praxis umsetzen und nur anderen glauben muss!

Darin steckt wohl auch der Hauptgrund, warum nicht nur Katholiken der "Evolutionstheorie" keinen Glauben schenken, sondern sich noch immer ganz konservativ an der Schöpfungsgeschichte der Bibel festhalten. Sie erfüllt für sie denselben Wahrheitsanspruch wie die Evolutionstheorie. Oder kannst DU es anders beweisen? - DU glaubst doch wahrscheinlich auch nur, was dir andere "vorgebetet" haben.

Ich habe auch noch nicht erlebt, dass Katholiken "aus Angst" eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse "leugnen" würden, oder sogar "Wissenschaftler und Forscher verteufeln würden" - was immer du damit meinst.  

Also Vorsicht mit solchen vorschnellen Schlüssen!

LG von einem, welcher nicht mal selbst Katholik und damit parteiisch wäre.    

Kommentar von Trashtom ,

Sie erfüllt für sie denselben Wahrheitsanspruch wie die Evolutionstheorie.

Diese Aussage ist so fern von jeglicher Realität, dass es wirklich nicht mehr feierlich ist.

Weiters hast du auch überhaupt keinen Tau was eine wissenschaftliche Theorie ist. Das Wort bedeutet nicht "Vermutung" wie im alltäglichen Sprachgebrauch.

Lösch einfach die Begriffe Evolution, Theorie, Urknall, am besten auch Wissenschaft einfach aus deinem Kopf. Lass es einfach.

wissenschaftliche Erkenntnisse "leugnen"

Aber dann doch jeden Tag mit PC und Smartphone im Internet surfen und bei Krankheit Medizin in der Apotheke holen. 

Ohne wissenschaftliche Erkenntnisse würden wir heute noch in Lehmhütten auf einer großen Scheibe leben und Hexen verbrennen. 

Dieses dünne Verschwörungs-Gelaber geht mir wirklich auf den Sack.

Kommentar von hummel3 ,

Trashtom, du stellst in deinem Kommentar Verknüpfungen und Zusammenhänge her, welche ich nicht teile, weil sie so nicht zulässig sind, sondern nur billiges abwertendes Denken darstellen.

Zudem führe ich mit "überlegenen" Menschen deines Jargons prinzipiell keine geistvollen Gespräche. Will ihnen ja nicht "auf den Sack gehen".

Kommentar von Wahchintonka ,

Ich glaube nicht gleich das, was mir einfach vorgebetet wurde. Dass Affen unsere engsten Verwandten sind, ist doch eindeutig, da auch ihre Gene mit unseren zu 99% übereinstimmen. Und dass unsere Nägel einmal Krallen waren, lässt sich schwer widerlegen

Antwort
von comhb3mpqy, 54

Beschäftigen Sie sich doch mal mit den Meinungen der Kirchen zur Wissenschaft.

Antwort
von Eselspur, 35

Der Vatikan hat zu einer Konferenz über Evolution und Glaube die nicht zugelassen, die die Evolutionstheorie pauschal ablehnen. Warum sollen Gläubige Angst vor wissenschaftlichen Erkenntnissen haben?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/konferenz-in-rom-vatikan-sperrt-kreati...

Antwort
von Jonnymur, 31

Die wenigsten Christen sind Kreationisten. Egal ob Christ oder Atheist: Es gibt bei beiden Gruppen genügend Leute, die keinen Schimmer von der Evolutionstheorie haben.

Im übrigen braucht keine christliche Konfession Angst zu haben, auch nicht die katholische Kirche. Eine Auseinandersetzung mit der Problematik des Fundamentalismus, der heute von den meisten Christen nicht mehr vertreten wird, auf dem Hintergrund naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, fand bereits seit der Aufklärung statt.

Davon abgesehen, können die Naturwissenschaften nur aus einem naturalistischen Blickwinkel heraus argumentieren. Es sind keine Geisteswissenschaften, womit der Kern von Religion nicht zu ihrem Themenbereich gehört und gehören kann.

Antwort
von nowka20, 12

evolution und glaube sind verschiedenen schuhe

Kommentar von Wahchintonka ,

Glauben und Wissen sind immer verschiedene Schuhe, wobei auch Glauben Wissen sein kann, wenn er bewiesen wird

Kommentar von nowka20 ,

glaube kommt immer aus dem gefühl, und das ist niemals beweisbar.

Kommentar von Wahchintonka ,

wenn du z.b. an außerirdische glaubst und die tauchen eines tages auf, dann ist dein glauben bewiesen 

Kommentar von nowka20 ,

wenn ich dir jetzt recht gebe, haben wir beide unrecht

Antwort
von Dahika, 29

auch ein konservativer Katholik,wenn er nicht ganz blöd ist, erkennt die Evolutionstheorie an.

Sie ist auch kein Widerspruch zum Schöpfungsmythos. Mythos, wohlgemerkt.

Sogar der Papst glaubt nicht an die leibhaftige Eva mit der Schlange. Sondern Adam und Eva sind einfach Bilder. Sinnbilder, aber keine Realität.

Eolutionstheorie und aufgeklärte Religion vertragen sich bestens.

Kommentar von KaeteK ,

Dann kann der Papst einpacken, denn ich glaube nicht, dass jemand, der sich Christ nennt, ein Christ ist, wenn er Gottes Wort verdreht und sich nach Menschenlehren ausstreckt. Vielleicht würdest du mal Quellen nennen...

Kommentar von Wahchintonka ,

Wie man sieht, sind sich selbst Christen oft uneinig. Kein gutes Zeichen für eine Welt-Religion. Und wie viele christliche Splittergruppen mag es wohl geben? Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Mormonen, Zeuge Jehovas, Adventisten, Babtisten ect, ect. Und jeder will recht haben

Kommentar von Whitekliffs ,

Frage:

Wie erklärt die Wissenschaft folgendes:

'Auf der Säule eines 1181 erbauten kambodschanischen Tempels
fand sich zwischen den Skulpturen heutiger Tiere auch die eines
Stegosaurus.'

'Vase einer peruanischen Grabkultur um 700. Ein Indianer reitet offensichtlich auf einem Triceratops.'

'Höhlenmalerei der Anasazi-Indianer von Süd-West USA: Dinosauriermerkmale:
Hörner, Rückenstacheln, Klauen.'

'Tonfigur der Chupicuaro Kultur (800 v. Chr. - 200 n. Chr.), gefunden nahe Acambaro, Guanajuato, Mexico, Diese Figur legt nahe, dass die Chupicuaro-Indianer lebende Iguanodontenkannten *)'

'Fossile Menschenknochen in Dakota-Sandstein, einem Gestein, das der Dinosaurierzeit zugeordnet wird.'

'Ein starker Hinweis darauf, dass die Existenz von Dinos nicht so weit zurück liegen muss, wie es die Evolutions- theorie vorschreibt, sind neuerdings die Entdeckungen von weichem Bindegewebe in einem Tyrannosaurus- Rex-Knochen.. Mary Schweitzer 1) entdeckte darin Eiweiße mit 149 Aminosäuren sowie rote Blutkörper- chen. Auch nahm sie Leichengeruch wahr. Das würde eher auf maximal viertausend als auf 80 Millionen Jahre hindeuten, also darauf, dass T-Rex und Mensch durchaus zeitgleich gelebt haben können'

Kommentar von Wahchintonka ,

werde glücklich damit

Antwort
von Ente222, 32

Ich stelle dir die Frage anders herum: Beschäftigen sich die meisten Evolutionisten mit der Evoltionstheorie, weil sie nicht wahrhaben wollen, daß eine höhere geniale Macht existiert, der sie sich auf keinen Fall verantwortlich fühlen wollen?

Ich begreife nicht, wie man an etwas so vages wie die Evolutionstheorie glauben kann. Sie widerspricht doch dem gesunden Menschenverstand. Soviel Zufälle, wie sie voraussetzt kann es doch gar nicht geben. Hätte z. B. Wasser nicht die physikalischen Eigenschaften, die es hat, würde unsere Wäsche nie trocknen, Fische könnten am Grund eines Sees nicht überleben. Alles reiner Zufall?

Kommentar von Wahchintonka ,

Vieles hat die Wissenschaft schon herausgefunden, aber noch lange nicht alles. Ob es sich um reinen Zufall handelt, die Entstehung des Lebens oder überhaupt das ganze Sein, kann auch nicht so ohne weiteres behauptet werden. Auch wenn  noch vieles unklar und  unbegreiflich erscheint,  dann wäre es falsch und voreilig  zu denken, dass dahinter nur eine höhere Macht stehen kann. So sind denn auch alle Religionen wahrscheinlich entstanden, weil die Menschen für die verschiedensten Naturereignissen keine Erklärung finden konnten. Und vage nennst ausgerechnet du die Evolutionstheorie. Sie ist vielleicht die größte menschliche Errungenschaft. Die Affen sind nun mal unsere armen Vettern

Kommentar von Wahchintonka ,

...Und Darwin hatte seine bahnbrechenden Erkenntnisse nicht einfach geglaubt, sondern durch jahrzehntelange mühevolles Forschen hart erarbeitet. Lebenslanges Forschen, besser gesagt

Kommentar von Garfield0001 ,

weil Darwin ausgebildeter Wissenschaftler war. ach nee, er war theologe

Kommentar von Wahchintonka ,

Das spielt keine Rolle dass er kein ausgebildeter Wissenschaftler war. Denke nur mal an die fermatsche Vermutung des Hobby-Mathematikers Pierre de Fermat

Antwort
von 1988Ritter, 87

Deine Wahrnehmungen entsprechen nicht der Realität.

Als orthodoxer Christ bin ich katholischer als alle Katholiken.

Die Evolutionstheorie steht nicht im Widerspruch zur Bibel !!!

Die alttestamentarische Darstellung der Schöpfungsgeschichte ist ein Zeitraffer der weltlichen Entstehung, und zwar so wie sich die Schreiber der alttestamentarischen Niederschriften die Schöpfung nach damaligen Wissensstand vorgestellt haben.

Also....da gibt es nichts zu verteufeln, zu leugnen oder zu verfluchen.

Kommentar von Garfield0001 ,

und was wenn Gott tatsächlich alles an 6 Tagen geschaffen hat? wäre das schlimm?

Kommentar von Wahchintonka ,

Das wäre nicht schlimm, geht aber nicht. Schließlich braucht alles und  gerade dieses seine Zeit. Auch die Entwicklung des Universums hat mit Evolution insofern zu tun. Die besondere Zutat Zeit erklärt hier die Mannigfaltigkeit und Komplexität der belebten als auch der unbelebten Natur

Kommentar von Wahchintonka ,

...Es dauert halt seine Zeit, gigantische Zeit, bis aus einer einzigen Zelle sich Leben in den vielfältigsten Formen, wie wir sie vorfinden, entwickeln kann: eben Milliarden von Jahren und keine 5, 6 Tage

Kommentar von MoseRosental ,

19 Und wenn jemand irgendetwas von den prophetischen Worten dieses Buchs wegnimmt, wird Gott ihm seinen Anteil am Baum des Lebens und an der Heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben werden.«

Man kann nicht sich die Bibel so hindrehen, dass sie der Evolution nicht widerspricht. Die Bibel widerspricht der Evolution und die Bibel ist wahr und die Evolution ist falsch das müsste die Sicht eines Christen sein.

Kommentar von Wahchintonka ,

Besser der Christ hält sich an Fakten und nicht an Wunschvorstellungen

Kommentar von Garfield0001 ,

wenn Gott allmächtig ist ... warum braucht er dann "Zeit"? er lebt doch eh außerhalb der materiellen Welt und ist auf "Zeit" nicht angewiesen. er hätte wahrscheinlich alles an einem einzigen Tag schaffen können. warum die Bibel hier 6 Tage angibt, weiß ich nicht. warum hat Gott aber die Erde in 6 Tagen erschaffen können? da es noch keine Gewerkschaft gab ;-)

Antwort
von Garfield0001, 55

ich bin Christ. und ich habe absolut keine Angst vor der Wahrheit.
Frage ist aber: ist alles was wir erforschen "wahr"? gibt es NUR das, was wir erforschen können oder sind wir ein kleiner Teil eines viel größeren "Dings", was in sich geschlossen, logisch erscheint, aber nur ein Teil der Wahrheit ist?
wie könnte ein eindimensionales wesen "springen" und "fliegen" erklären? dafür hätte es doch gar keine begriffe. aber trotzdem könnte ein 2 oder 3dimensionales wesen es. was würde das 1dimensionale wesen denken wenn es einen winzigsten teils eines meiner finger vor sich sieht. und dann zusätzlich einen zweiten neben sich? könnte es sich das überhaupt vorstellen dass ich - aus seiner Sicht - überall sein kann? und das zeitgleich?
was ist "die wahrheit"?
auch ich als Christ sehe und verstehe nur einen Bruchteil meiner eigenen Sichtweise. na und? ich bin endlich, Gott nicht. ich werde ihn nicht vollständig begreifen können.

Kommentar von MoseRosental ,

Sehr guter Beitrag.👍🏻

Kommentar von Wahchintonka ,

Es gibt objektive Wahrheiten und subjektive. Die objektiven gelten für alle, z.b. dass es die Sonne gibt. Niemand  kann das bestreiten - kein Mensch und keine Maus. Subjektive Wahrheiten beinhalten hauptsächlich Meinungen, hängen aber auch ganz entscheidend davon ab, was ein Mensch glaubt: z. b. dass das Wetter schlecht ist, wenn es ununterbrochen regnet. Für wen ist es schlecht und für wen könnte dieses Wetter sogar gut sein? So braucht es nicht näher erklärt zu werden, dass der Glaube an einen Gott lediglich eine subjektive Wahrheit sein kann, weil nicht beweisbar. Die Begründung, Gott kann man nicht beweisen, genügt nicht.

Kommentar von Garfield0001 ,

deshalb versuche ich das zu trennen mit "Wahrheit" und "Meinung". so kann man Tatsachen von "Meinungen" (die ja nie falsch sein können) gleich trennen und hackt nicht auf dem Begriff "Wahrheit" herum.

Kommentar von Wahchintonka ,

Wenn du an einen Gott glaubst, dann kannst du das tun, solange du willst - nur behaupten, dass sei auch wahr, das kannst du erst dann behaupten, wenn du es beweisen kannst. Du hast hier die Bringschuld und nicht derjenige, der das anzweifelt. Wenn jemand z.b. behauptet der Nikolaus lebe auf dem Nordpol, dann muss er es beweisen und nicht diejenigen, die ihm deswegen einen Vogel zeigen

Kommentar von Garfield0001 ,

wer sagt dass ich das beweisen MUSS. müssen muss ich wohl nur sterben. aber nicht mehr. ich hab auch nicht vor dich zu überzeugen. also muss ich auch nichts beweisen. und wenn ... wie wölltest du etwas beweisen welches über unsere 4 Dimensionen hinaus ragt? mit Messinstrumenten die NUR Dinge messen können in diesem 4 dimensionalen Geschehen? mit einer Uhr kannst du keine Gewichte und mit einem Lineal wirst du keine Zeit messen können. gib mir ein messinstrument welches mehr als die 4 Dimensionen abdeckt und man könnte es probieren. es gibt auch Dinge auf dieser Welt die sich gar nicht messen lassen können. zb der Wert des Menschen. gibt es ihn dann also nicht?

Kommentar von Wahchintonka ,

Der Wert des Menschen ist relativ. Vom Körperlichen her, hat er etwa einen Wert von 20 Euro. Und wenn es um Wissen und Wahrheit geht, dann muss halt bewiesen werden. Glauben gilt nichts in der wissenschaftlichen Welt. Und das ist auch gut so. Gibt es vielleicht Professoren, Doktoren oder gar Nobelpreisträger des Glaubens?

Kommentar von Wahchintonka ,

... ja, Theologie-Professoren. Nur geht es hierbei um rein theologisches Wissen und nicht darum, ob auch Glauben wissenschaftlich gesehen der Wahrheit entspricht. Und was soll eigentlich logisch sein an Theo(logie)? 

Kommentar von Garfield0001 ,

Der Mensch ist aber nicht nur "Körper" allein. Und mein "Materialwert" mag vielleicht 20 € ausmachen, sagt aber nichts über de Wert des menschlichen Körpers aus. Ich mag vielleicht einen Roboter aus Materialien von 12000 € herstellen. Aber dennoch ist er wesentlich mehr Wert.

Auch gehört zum "Mensch" mehr dazu als das "Material". Er hat Fähigkeiten, Wissen etc.

Da es aber gar KEINE Maßeinheit gibt, um den "Wert des Menschen" zu ermitteln, KANN man keinen Wert des Menschen ermitteln. Geht einfach nicht.

Und dazu sagt die Bibel ganz treffend: Alle Menschen sind vor Gott GLEICH. Keiner hat mehr und keiner hat weniger Wert (hat man ja im guten 2. Weltkrieg gesehen oder in der Sklaverei wie das so funktionierte).

Antwort
von itstoday, 103

Sie haben Angst vor der Wahrheit bzw. Wollen sich nicht mit anderen Meinungen beschäftigen

Kommentar von Garfield0001 ,

was ist "Wahrheit"? wieviel davon ist "Sichtweise"? solange man nicht dabei war kann man alles anzweifeln. und niemand hat gesehen wie aus toten Material auf einmal Leben wurde. aber es soll so passiert sein. wie es passierte wissen ETer doch auch nicht. oder? wenn nein ... dann kann es auch Gott gewesen sein :-) Wahrheit? ist Licht "hell"? nein. ist es nicht. sonst würde man ja den Strahl der Sonne zum Mond in der Nacht sehen und es gäbe eigentlich keine "Nacht" da alles um uns herum erleuchtet wäre. "aber licht ist hell. das ist die Wahrheit". kennen wir wirklich die komplette Wahrheit? oder ist das was wir sehen nur ein Teil von etwas größerem, was nur zufällig - in sich gesehen - zusammen passt?

Antwort
von Whitekliffs, 26

Das kann man problemlos umdrehen:

Könnte es sein, dass Ungläubige (um deine Worte zu gebrauchen) grosse Angst haben müssen vor den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die für eine Schöpfung sprechen?

Und aufgrund dieser grossen Angst lieber die Wahrheit leugnen und gläubige Wissenschaftler und Forscher verteufeln?

Denn wenn es eine Schöpfung gegeben hat, dann gibt es einen Schöpfer. Kann es sein, dass wegen der grossen Angst davor Ungläubige sich lieber nicht mit der Schöpfungstheorie beschäftigt?

Kommentar von Wahchintonka ,

Nein, da irrst du dich gewaltig. Vielmehr ist es eben so, dass die Schöpfungsgeschichte in der Regel den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen oft total widerspricht bzw zuwiderläuft, so dass man einfach keine Lust und Interesse hat, sich mit ihr näher zu befassen.

Kommentar von Whitekliffs ,

hast du es denn überhaupt schonmal versucht?

Kommentar von Wahchintonka ,

Mich interessieren wissenschaftliche Erkenntnisse, die auf Fakten beruhen. Was soll ich noch versuchen? Glauben ist nun mal nicht Wissen. Keine gute Basis, um damit ernsthaft etwas anfangen zu können.

Kommentar von Whitekliffs ,

Und genau das ist das grosse Vorurteil. 

Kommentar von Wahchintonka ,

das ist kein vorurteil, das ist vernünftiges und energiesparendes denken

Antwort
von Luuke777, 28

Leider muss man aus theologisch heilsgeschichtlicher Sicht sagen, dass eine wirklich wahre Evolutionstheorie das Evangelium außer Kraft setzen würde. (Sündenfall, Leid in der Welt, Fresse und Gefressen werden, Sintflut etc.). Wenn man aber also davon ausgeht, dass die Schöpfung wahr ist, lässt diese sich genau so wenig beweisen, wie die Evolutionstheorie. Ich will damit sagen, dass beides eine Glaubensfrage ist (und eine Frage aus welchem Standpunkt ich etwas betrachte). Beides ist möglich. Da aber mein christlicher Glaube für mich mehr ist als Glauben (Glauben ist Wissen durch den Hl. geist), geh ich davon aus das die Schöpfung korrekt ist. Damit wäre eine Evolutionstheorie, wie sie aktuell gelehrt wird, falsch!

Kommentar von Wahchintonka ,

Nur das, wie oben schon erwähnt, die Evolutionstheorie durch mühsame wissenschaftliche Arbeit und lebenslange Forschung entstanden ist und eben nicht einfach auf Glauben beruht

Kommentar von Crysali ,

Es war auch mühesame und lebenslange Arbeit Religionen auf der Welt zu verbreiten und sie den Menschen förmlich aufzuzwingen.

Antwort
von Weltraumpenner1, 64

Das kann man glaube ich nicht verallgemeinern. Es gibt auch viele kritische Gläubige, die selbst Wissenschaftler sind. Andere hingegen sind einfach nur strohdumm: 

Antwort
von taunide, 70

...aus diesem Grund wurden Darwinisten lange verfolgt.

Mittlerweile akzeptiert die Kirche auch die Wissenschaft parallel. Das wir nicht wirklich von Adam und Eva abstammen scheint angekommen.

Kommentar von Garfield0001 ,

irgendeinen "ersten" Menschen muss es gegeben haben. es wäre Zufall wenn auf einmal 100 Menschen einer Art da wären. und ob die Kirche da jetzt zustimmt zur ET oder nicht ändert nichts daran dass die ET nicht falsch sein kann.

Kommentar von KaeteK ,

Bei Christen nicht, denn sie glauben ihrem Schöpfer.

Antwort
von MoseRosental, 28

Die Evolution ist nicht bewiesen. Und ich kenn sogar einen Professor mit Doktortitel der dem auch widerspricht. Wenn er Diskussionen mit Wissenschaftlern durchgeführt haben die Wissenschaftler nichts zu sagen da sie auf seine Argumente keine Antwort haben. Prof. Dr. Werner Gitt ihr könnt auch Bücher von ihm lesen, die seine Meinung erklären.

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