Frage von Gisabloom, 126

Beruht der anti-türkische Trend auf dem anti-islamischen Trend oder ist beides unabhängig von einander?

Antwort
von signofgoodtaste, 90

Türken haben meistens auch den Islam als Glaubensrichtung. Es ist das typische "über einen Kamm scheren". 

Der Hass entwickelt sich mit der Zeit. Durch Terrorismus und die Angst vor dem Fremden. Ob die Angst dann wirklich berechtigt ist, muss jeder für sich selber entscheiden. 

Der Islam (der in Saudi Arabien etc. ausgelebt wird), lässt sich nicht mit unserem westlichen Denken zusammen stecken.

Durch die Pro-Erdogan-Türken und der Liebe zur Türkei bei den hier wohnenden Türken bereitet uns Entsetzen und somit Hass oder Angst. 

Antwort
von teafferman, 21

Ich nehme diese Tendenz anders wahr:

Zunächst mal weigert sich nicht erst diese Regierung, in wesentlichen Bereichen das Grundgesetz als oberste Maxime ihres Handelns anzunehmen. Die Folgen sind z.B. unsere tatsächliche Rezession, immer weniger besetzbare Ausbildungsstellen, Zunahme von Obdachlosigkeit, Staatsterrrorismus gegen einen beachtlichen Teil der Bevölkerung....

Das schafft Unmut. Vor allen Dingen, da  wir immer noch mehrheitlich eine obrigkeitshörige Gesellschaft ohne politische Grundbildung sind. 

Wie im Mittelalter zeigt sich dieser Unmut leichter gegenüber sogenannten Fremden. Was Merkels Einläuten der Volksverhetzung vor Jahren erklärt: "Multi-Kulti ist gescheitert." Sie ruderte erst zurück, nachdem ihr Verfassungsrechtlicher mit Klage gedroht hatten. 

Wenn ich recht erinnere hatten wir damals keine Obdachlosen. Außer freiwilligen. Gibt es ja auch. Und nur als Beispiel 

Manche politischen Schergen haben seither die Volksverhetzung weiter betrieben. Teilweise verloren sie zwar ihr Amt oder wurden mit Verfassungsklage bedroht - oder beides - 

Aber eben: Seit Jahrhunderten suchen wir einen Sündenbock außerhalb unseres sogenannten tätigen Verantwortungsbereichs. Das hat sich verwurzelt. War schon immer so. So wie Krieg. 

Hätte Adenauer nicht lapidar und verfassungswidrig festgestellt und feststellen können: 

"Um de Kinder brauchen wir uns net kümmern. Die kriejen de Leut immer."

wären wir heute mit einiger Sicherheit weltweit führend in vielen Bereichen erneuerbarer Energien. Um nur mal ein Beispiel zu nennen. Wir würden diese Position nicht anderen Staaten überlassen. Obwohl die Grundlagen von einem deutschen Professor stammen. Auch nur als Beispiel. 

Es ist nur sehr kurz angedeutet. dass sich solche Fragen nicht ernsthaft platt beantworten lassen. 

Für mich steht fest: 

Würden Burda und Springen nebst Konsorten so viel über das eigene Land und seine tatsächlichen Zustände berichten wie über das Ausland und den Affentanz ums Goldene Kalb, wir würden anders wahrnehmen. 

Vor allen Dingen aber würden wir anders wahrnehmen, würden Bundesregierung und Parteien sich an unser Grundgesetz halten. Hier angefangen bei der tatsächlichen InformationsPFLICHT, welche sie uns gegenüber haben. 

Statt dessen lügen sie uns die Hucken voll von wegen Globalisierung und komplizierter geworden. Globalen Handel weisen Historiker als seit Jahrtausenden auch hier bei uns als normal nach. Und kompliziert hat Politik manches Thema erst gemacht. Warum wohl? Wem dient es?

Gabriel träumte öffentlich von Deutschland im Kriegszustand und ist immer noch Vorsitzender einer Partei, die mit Recht gefragt gehört, wofür ihr S eigentlich im Namen steht. 

Merkel behauptet von sich, Physikerin zu sein, und war oder ist fest davon überzeugt, Atomkraft sei eine sichere Energiequelle. Tagesaktuelle Meinung von ihr zum Thema recherchiere selbst. Denn sie wechselt ihre Ansichten, Erkenntnisse öfter als andere Menschen ihre Unterwäsche. 

Zudem kommt kein seriöser Physiker auf die absurde Idee, Atomkraft als sichere Energiequelle zu bezeichnen. Sich noch gar auf sogenannte wissenschaftliche Erkenntnisse zu berufen - komplett unseriös. Womit ich mich auf Physiker berufe, mit denen ich schon vor Jahrzehnten zur Thematik diskutierte. 

Der Fisch stinkt also vom Kopf her. Die Damen und die von ihnen nach ihrer Ansicht wohl erzogenen Herrchen folgen diesem Gestank. Anderes Verhalten zu erlernen - siehe Adenauer. 

Politik plant langfristig und agiert nach außen kurzfristig. Um langfristige Ziele zu erreichen. 

Die Juden gehen ja nicht mehr. 

Kommentar von earnest ,

... und jetzt suchen wir mal ganz fix die Frage, die zu deiner Antwort passt.

Kommentar von teafferman ,

Ach, earnest, wann wirst Du endlich bereit, erst den Sinn eines Textes vollumfänglich erfassen zu wollen und dann dazu einen Kommentar abzugeben? 

Kommentar von earnest ,

Ach teaffermann ...

Hast du außer Unterstellungen sonst noch etwas zu bieten?

Antwort
von Ontario, 3

Zwischen Deutschland und der Türkei waren die Beziehungen schon seit Jahrzehnten sehr gut. Schon unter Ata Türk und dem ehemaligen Deutschland gab es eine sehr gute wirtschaftliche Zusammenarbeit. Unsere Politiker der damaligen Zeit hatten eben Weitblick, was unseren heutigen Politkern fehlt. Moslems die hier in Deutschland leben haben sich zu Teilen integriert und machen keine Probleme. Es gibt aber auch die andere Seite. Nämlich die Seite, welche Hass gegen uns predigt. Das kommt bei der Bevölkerung freilich nicht an und führt zu Differenzen. Man darf davon ausgehen, dass diese Differenzen von aussen geschürt werden. Nun hat Erdogan einen Putschversuch selber insziniert, um seine Macht zu erweitern. Ein richtiger Putsch wird nicht so dilettantisch vorbereitet, wie das in der Türkei der Fall war. Wäre das ein richtiger Putsch gewesen, hätte man Erdogan festgenommen und verhaftet. Man wusste wo er sich aufhält. Angeblich sei er in Urlaub gewesen, was nicht stimmt. Nachdem der "Putsch" niedergeschlagen wurde, trat Erdogan wieder auf die Bühne. Es ging los mit Verhaftungen. Die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit wurde eingeschränkt. Journalisten verhaftet. Das hat mit Demokratie nichts zu tun. Erdogan möchte aus der Türkei einen Religionsstaat machen und ist auf dem besten Wege dazu. Er versucht die hier in Deutschland lebenden Türken auf seine Seite zu ziehen.  Es wurde angedacht, die Todesstrafe wieder einzuführen. Erdogan hat Deutschland ein Ultimatum bis Oktober gestellt, so die Visumspflicht für die Türken nicht aufgehoben wird, würde Erdogan den Flüchtlingspakt überdeneken und notfals kündigen. Das sind Erpressermethoden die keinesfalls hingenommen werden können. Jetzt heisst es sogar, dass Erdogan mit der IS zusammen arbeiten würde. Bewiesen ist das noch nicht. Bleibt abzuwarten was bei dieser Sache herauskommt. Erdogan lässt keine Gelegenheit aus, um gegen Deutschland verbale Geschütze aufzufahren. Das ehemals gute Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei könnte man als angeschlagen bezeichnen. Das hat weniger mit dem Islam zu tun, eher mit dem derzeitigen Auftreten des Herrn Erdogan, so ein anti türkischer Trend ausgemacht wird.  

Antwort
von Spassbremse1, 9

Ich selbst nehme im Prinzip keinen anti-türkischen-Trend wahr. Jedenfalls nicht bei den integrationsfreudigen Türken. Also bei "unseren" "alteingesessenen" Türken hier in Berlin.

Anti-islamisch ja - und das hat ja nun Gründe wie wir alle wissen.

Antwort
von atzef, 37

Diese Trends basieren im Wesentlichen auf dem Rassismus und dem Ausländerhass des rechten, extremistischen Teils der Bevölkerung.

Die im Detail fragwürdigen Notstandsmaßnahmen der türkische Regierung zur Aufarbeitung des Putschversuchs dienen da allenfalls als Vorwand, seinem Türkenhass freien Lauf zu lassen und ihn zu pseudorationalisieren.

Anders ist z.B. nicht erklärbar, warum so viele AfDler sich zwar motiviert als Putin-Fanboys gerieren aber Erdogan ablehnen.

Kommentar von Gisabloom ,

Diese Trends basieren im Wesentlichen auf dem Rassismus und dem
Ausländerhass des rechten, extremistischen Teils der Bevölkerung.

Das sehe ich nicht so.Ich kenne genug Menschen die ihr Leben lang SPD,Grüne und CDU gewählt haben und trotzdem dem Islam immer mehr abgeneigt sind.Das ganze jetzt auf Rassismus zu schieben ist wohl ein wenig zu einfach gemacht.

Kommentar von atzef ,

Als Atheist liebe ich den Islam auch nicht, sonndern lehne ihn ab. Aber deshalb käme ich nicht auf die Idee, Türken nur auf den Aspekt einer vermuteten Gläubigkeit zu reduzieren und diese dadurch abzuwerten.

Hier wurde gefragt, worauf ein "antitürkischer Trend" beruhe. Du "begründest" ihn mit der unterstellten Gläubigkeit der Türken. Die scheren sich aber oftmals ebensowenig um ihre Religion wie Christen. Du instrumentalisierst ein äußerliches Merkmal, um unter Absehung vom konkreten Individuum pauschal Türken abzuwerten. Und genau das ist Rassismus.

Antwort
von Geraldianer, 26

Das kommt darauf an. Menschen mit fremdenfeindlicher Einstellung versuchen ihre Ängste gerne mit "Islamkritik" zu begründen. Diese Leute begründen ihre Abneigung natürlich auch mit Erdogans islamischer Grundposition.

Oft finden die aber auch die AfD und Erdogans Freund Putin gut, obwohl die gesellschaftlich fast die gleichen Postionen vertreten.

Daneben gibt es Menschen, die einen ausgrenzenden, autoritären Staat nationalistischer Prägung nicht möchten. Sondern für ein pluralistisches Gesellschaftssystem sind. Die finden Herrn Erdogan dann aus anderen Gründen nicht gut.

So gesehen hat Herr Erdogan sich Gegner auf allen Seiten geschaffen.

Antwort
von Skinman, 22

Das ist mal eher ein anti-Erdogan-Trend, also anto-faschistoider-Diktator-Trend und anti-Völkermörder-Trend (=> ethnische Säuberungen in den Kurdengebieten).

Sobald sich die Türkei mal endlich in die westliche Wertegemeinschaft einreiht, dürfte sich das geben.

Antwort
von joker33333, 1

Die gleiche Feder, die viele Leitmedien früher gegen Putin gestellt hat ist nun auch gegen die Türkei am Werk.

Antwort
von DerBuddha, 7

beides ist unabhängig voneinader zu sehen......... in dem verhalten des diktators erdowahn sieht man viele parallelen zum damaligen diktator hitler und alleine die aufhetzung des volkes mit dem begriff todesstrafe zeigt sein wahres gesicht................erdowahn schafft langsam eine echte diktatur, und dass schlimme daran ist, dass leider das türkische volk auf diese dinge hereinfällt..............

im übrigen wäre ein echter "anti-türkischer" trend auf eigenes verschulden zurück zu führen und wäre auch noch begründet..........

ein "anti-islamischer" trend liegt in der geschichte des islam und im verhalten vieler muslime selbst, wenn sie z.b. immer behaupten, terroristen wären keine muslime.......solche aussagen machen die ganze religion unglaubwürdig und sie sind zudem völlig falsch..........denn fast jeder terrorist dieser welt ist muslime und der grund liegt in der geschichte (tausend jahre alter krieg zwischen sunniten und schiiten) und in den schriften selbst, denn sonst könnte kein terrorist diese schriften für seine zwecke missbrauchen...................:)

beides sind also (noch) unabhängig voneinander zu sehen, jedoch könnten beide dinge schnell zu einem zusammenwachsen und einen echten flächenbrand in europa veursachen.............

Antwort
von troublemaker200, 48

Separat. Beide gehören zwar dem gleichen Glauben an aber trotzdem nicht vermischen.

Antwort
von TechnologKing68, 55

Teilweise. Das Problem ist, dass sich viele Pro-Erdogan-Türken momentan sehr schlecht hier in Deutschland benehmen. Gegner werden bedroht etc.

Dass viele gegen Erdogan sind, hängt vermutlich auch mit der Islamischen Haltung seiner Partei zusammen.

Dass Türken in Deutschland allerdings nicht so akzeptiert sind, hängt vor allem mit der tiefen Kluft und mit deren mangelnden Integrationswillen zusammen.

Aber die Anti-Islam Haltung kommt vor allem vom Terrorismus.

Kommentar von desparadosking ,

Komisch so wie du beschreibst könnte man denken dass nicht etwa die türken hier eher von terror und zwar meist rechtsradikalen terror oder anschlägen opfer sind oder das zb. nicht moslems von moslemsfeindlichen (migrantenfeindlichen), oder nennen wir sie faschos, ermordet werden(allein 7 syrische flüchtlinge in den letzen 5jahren getötet) so wie du schreibst denkt man dass eher die muslime terror machen. Klar vom ausland hört man dass eher moslems terror machem auch wenn es in deutschland umgekehrt ist, aber ehrlichgesagt werden auch mehrere muslimische länder angegriffen von sagen wir christlichen europäischen staaten oder v. den amis.

Antwort
von earnest, 34

Ich sehe hierzulande keinen Anti-Türkei-Trend, sondern einen vollauf berechtigten Anti-Erdogan-Trend. 

Gruß, earnest

Kommentar von itsjucy ,

earnest

Kommentar von Gisabloom ,

Ich sehe hierzulande keinen Anti-Türkei-Trend

ARD: Berlin sieht Türkei als Förderer von Islamisten

Kommentar von earnest ,

Ja und?

Möchtest du aus dieser EINEN Meldung, die sich im Übrigen wohl nicht gegen die Türkei, sondern gegen die türkische Regierung richtet, einen Trend machen?

Kommentar von earnest ,

Ich habe die Meldung jetzt gerade gehört. Es handelt sich um etwas, was die Spatzen schon lange von den Dächern pfiffen: dass Erdogan Islamisten unterstützte und unterstützt.

Kommentar von Gisabloom ,

Vielleicht definieren wird den Begriff Trend nur anders.Für mich ist es ein veränderte Denkweise in der Gesellschaft zu einem bestimmten Thema.

Kommentar von earnest ,

Dein Beispiel wäre allerdings weder antitürkisch noch anti-islamisch, sondern "anti-Erdogan" und "anti-islamistisch".

Antwort
von josef050153, 2

Der anti-türkische Trend beruht auf einem Kasperl wie Erdogan und seinen Anhängern. Der anti-islamische Trend beruht auf eine Kasperl wie Mohammed und seinen Anhängeern.

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