Frage von Snipse, 36

Berufswechsel,Frist,Bezüge?

Hallo Leute,

Folgende Situation:

Ich habe einen Berufswechsel im Sinn , da ich mich Beruflich verbessern kann.

Diese Stelle kann ich zum 1.2 antreten, bin aber momentan natürlich noch in meinem alten Job, bei einer Kündigung hätte ich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen.

Bei selbst Kündigung steht mir eine Sperre der ALG 1 bezüge für 12 Wochen bevor.

Jetzt habe ich gesehen wenn ich eine Aussicht auf eine neue Stelle habe, so wie mich Beruflich verbessert tritt diese Sperre nicht ein?

Ich möchte gerne frühzeitig Kündigen und die letzten 2 Monate bis zum neu Antritt des Berufes ALG 1 beziehen.

Nicht weil ich Faul bin sondern weil ich momentan von morgens 7.30 bis Abends 20:00 Arbeite.

Eine Vorraussetzung für den Berufswechsel ist der Führerschein denn ich jetzt leider etwas verspätet begonnen habe, aber durch die über 12 Stunden Arbeitszeit keine Zeit finde diesen zu machen... Verständlich.

Somit war mein Ziel mich Arbeitslos zu melden und die 2 Monate zu nutzen schnell denn Führerschein zu machen und mich auf die neue Stelle Schulisch vorzubereiten.

Was kann ich nun tun? Wann soll ich am besten Kündigen?

Soll ich zum 1.12 Kündigen und die 4 Wochen Kündigungsfrist umgehen mit einer Krankmeldung und mich dann zum 1.1 Arbeitslos melden und nur 1 Monat ALG 1 beziehen?

Oder wie soll ich das am besten machen? Damit ich die Zeit finde um meine Sachen zu erledigen und trozdem keine Leistungssperrung erhalte.?

Evtl mit meinem Chef reden ob er mich aus betrieblichengründen kündigt somit habe ich keine Sperre. Verfällt die Kündigungsfrist dann auch? Was mache ich wenn er das nicht macht..

VIelen Dank

Mit freundlichen Grüßen Snipse

Antwort
von Messkreisfehler, 21

Ich sehe hier nicht, dass ein ausreichender Grund vorliegt um keine Sperre fürs ALG1 zu bekommen.

Der Berufswechsel hier ist dein Privatvergnügen, insofern wird es hier auch zu einer 3 monatigen Sperre kommen.

Wäre es für dich unzumutbar im jetzigen Betrieb weiterzuarbeiten, dann kann auch mal eine Einzelfallentscheidung getroffen werden, dass es keine Sperre gibt.

Das sehe ich hier aber bei weitem nicht gegeben.

Kommentar von Snipse ,

Ihr Anspruch auf ALG I wird nicht gesperrt, wenn Sie einen berechtigten Grund zur Kündigung gehabt haben. Dazu zählen insbesondere folgende Gründe:

Weil Sie anderswo eine feste Zusage oder zumindest konkrete Aussicht auf eine neue Beschäftigung hatten (siehe LSG Hamburg, Urteil vom 01.02.2012, Az. L 2 AL 49/09).

weil Sie auf der Arbeit überfordert waren und Sie dies sehr belastet hat (siehe LSG Hamburg, Urteil vom 14.01.2010, Az. L 5 AL 21/08). 

Kommentar von Messkreisfehler ,

Hast Du die Urteile auch mal gelesen?

Die Fälle waren komplett anders gelagert als bei dir.

Oder hast Du pro Tag von deinen 8 Stunden gerade mal 2 Stunden zu tun und dein Vertrag ist befristet und dir wird ein unbefristeter Vertrag angeboten wegen dem Du kündigst?


Kommentar von Snipse ,

Also ich arbeite momentan im Sicherheitsdienst im Asylbereich wie gesagt von 7.30 Morgens bis 20.00 Nachts durch! Ich muss in meinen Vertrag schauen aber meines erachtens ist dieser Befristet bis die Situation vorbei ist. Was mich auch skeptisch macht im System steht "Teilzeit"  Ich arbeite aber ca 240 Stunden im Monat wenn nicht sogar mehr!

Nun habe ich die Chance unbefristet zum Roten Kreuz als Rettungsassistent zu wechseln.

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