Hallo, ich habe seit über 5 Jahren einen Rechtsstreit mit der BU Versicherung weil diese nicht zahlen will.
Trotz voller Erwerbsminderungsrente und vier Gutachten lehnt die Versicherung die Leistung ab.
Der nächste Verhandlungstermin steht erst ende August an, bis dahin möchte noch ich soviel Erfahrung wie geht sammeln.
Durch meine Internetpräsenz versicherungsgeschaedigt.de habe ich schon etliche Leidensgenossen gefunden und dort auch einige neutral erstellte Fernsehberichte bereitgestellt. Die Dunkelziffer derer, die nach Ihrem Leistungsantrag Ihr Recht durch gerichtliche Verfahren erkämpfen müssen, halte ich für unglaublich hoch.
Versicherer nutzen Ihre (Prüffungs)Möglichkeiten voll und ganz aus, lehnen sich dabei auch weit aus dem Finster. Dies in der Regel zu Lasten der eigenen Kunden.
Ich kenne Menschen, die erst nach 8 Jahren ihr Recht durchsetzen konnten, obwohl die BU von Anfang an bestand und auch von Ärzten und Gutachtern bestätigt worden ist.
Für Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar !
hallo Candlejack,
danke Deiner Antwort, die 30 "wunderbaren" Fälle würden mich natürlich sehr interessieren. Ich wäre Dir sehr verbunden, wenn du es hinkriegen könnest, dass auch die positiven, Erfahrungen bei mir ankommen, ich persönlich kenne keine, trotz langer Recherche !
Schließlich will ich auch nicht grundsätzlich nur gegen die Versicherer donnern, wenn ich mich selbst, bewiesener Maßen, als Einzelfall (oder Ausnahme) bezeichnen kann.
Sicherlich kam die von mir aufgeführte Bezeichnung "Dunkelziffer" falsch bei Dir an. Ich meinte natürlich nicht die Prozessquote (die kann ja jeder im Internet finden, obwohl meine Versicherung, die Nürnberger dort noch nicht einmal gelistet ist) vielmehr meinte ich die armen, kranken, zum Teil dem Tod geweihten Menschen, die sich unter anderem auch ein so Zeit und Geldaufwendigen Prozess nicht mehr leisten können, obwohl sie nach jahrelangem Klagen (theoretisch) genauso Ihren Anspruch geltend machen können.
Ich könnte da eine Menge Beispiele nennen aber das würde hier den Rahmen sprengen.
Wie viele z. B., werden bevor es zum Prozess kommt, mit einer Abfindung geködert, bevor es zum eigentlichen Prozess kommt. Den Menschen wird nahegelegt, dass ein Jahrelanger Prozess bevorsteht und meist werden sie damit geködert, da sie sich, nach dann schon monatelangen Verdienstausfall, am Rande der Existenz befinden. Ging mir übrigens auch so, mir hat man bereits vor 3 Jahren 40.000,- Euro Abfindung angeboten.
Hätte ich das Geld angenommen, wäre ich in der Prozessstatistik auch nie aufgetaucht, verstehst Du !
Und das ist nur eine der Methoden.
Hinter den Prüfungsmöglichkeiten und dem treuhänderischen Verwalten versteckt die Versicherung gerne Ihre "übereifrigen" Maßnahmen die selbst die Gerichte nur Kopfschüttelnd hinnehmen. Natürlich soll eine Versicherung nicht ungerechtfertigten Leistungsanträgen entgegenkommen, aber die Realität sieht doch anders aus. Wenn Du die Schadensregulierung hinter die "Prämiengelder, der Wettbewerbsfähigkeit und der Schadensquote stellst, sehe ich ein großes Defizit Deinem Verständnis gegenüber, was der Kunde erwartet.
Wenn die Schadensquote und der Wettbewerb unter den Versicherungen künftig über deren willkürlichen Prüfungsmöglichkeiten geregelt wird, sollten die Institutionen es doch lieber mit ehrlichem betteln versuchen, da erwarten die Menschen auch keine Gegenleistung !
Ich muss da nach 15 Jahren Branche nicht lange recherchieren ;-)
Mir ist schon klar, dass Du die Prozessquote meintest, aber dort werden nunmal die Gerichtsfälle dokumentiert. Abfindungsangebote habe ich persönlich noch nie erlebt. Im www findest Du sowas auch nicht sofort. Die Nürnberger ist dort nicht vertreten, weil sie sich dort raushält. Die Nürnberger hat vor Jahren leichtsinnig einen Rahmenvertrag für BU ausgehandelt und hat leider über diesen Weg derart viele Fälle bekommen und musste so oft prozessieren, dass es die normale Prozessquote völlig verfälscht hat. Und somit lassen sie sich nciht mehr nennen und geben auch keine Daten mehr raus.
Ich kenne die Praxis der Versicherer und die Prüfungen, welche Fälle gerechtfertigt waren. Ich weiß außerdem, was Kunden erwarten. Sofortige Zahlung ohne große Nachfrage und Plausibilitätsprüfung. Genau wie bei den unzähligen Fällen des versuchten Versicherungsbetrugs in Haftpflicht und Hausrat, die jährlich aufgedeckt werden. Aber wir sind nunmal nicht im Schlaraffenland und nicht jeder kriegt nen Keks umsonst ;-) Das sind übrigens keine willkürlichen Prüfungen. Ablehnungsgrund Nr. 1 sind falsche Angaben in den Gesundheitsfragen, da wird ein Bandscheibenvorfall schon gern mal zu einer kurzen Verspannung !!! Nr. 2 sind einfach die Bedingungen, die eindeutig formuliert werden und die der Kunde unterschreibt. Im Normalfall ist der Kunde total gebildet und weiß alles. Nur wenns ans Geld geht, dann ist der plötzlich unwissende Laie-Normalkunde vom bösen Berater über den Tisch gezogen worden. Erlebe ich regelmäßig, auch wenn ich heute leider einen Fall hatte, wo das im Bereich Sparvertrag tatsächlich passiert ist. Solche Kollegen kann ich in der Branche nicht brauchen. Öffentlich auspeitschen bitte !
Hi, also ich finde es überaschend,
dafür dass Du angeblich nie schlechte Erfahrung in der Bu Abwicklung gemacht hast, kennst Du dich doch sehr gut in der machenschaft und der Regelverhältnis der Versicherer aus.
Schlaraffenland und Kekse umsonst erwarte ich nicht von einer seriösen Firma. Auch scheinst Du nach wie vor gerne meine Erfahrung in Deine Versicherungsvertreterischen Ansichten hinein zu interpretieren. Ich habe weder Anzeigefplichtproblem noch Mitwirkungspflichtverletzungen und generell keine vorvertraglichen Probleme mit der VS zu bestreiten, es geht lediglich darum, dass meine BU nicht anerkannt wird, obwohl ca. 8 Ärzte, 4 Institutionen und 4 Gutachter zu dem Ergebnis kamen, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann.
Darüber hinaus bin ich seit fast 6 Jahren voll Erwerbsgemindert und erhalte Rente. Eine Arbeitsunfähigkeit ist bis zum heutigen Tage nicht aufgehoben worden....
....und Du redest von "Schlaraffenland und Keksen"
Was denkst Du denn, was ich von meiner Versicherung erwarte nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf (und auch sonst keinen, ist aber egal da eh keine Verweisklausel) nicht mehr ausüben kann.
Für einen Versicherungverkäufer ist der Kunde die Milchkuh- nur solange sie Milch gibt, dann wäre es schön, wenn sie am selben Tag auf die Schlachtbank geht, damit keine weiteren Kosten entstehen.
Du wirst noch an mein Schicksal denken !