Frage von sofia,

Berufsunfähigkeitsversicherung lehnt mich ab, weil ich mal eine Psychotherapie gemacht habe - was tun?

Ich wollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Habe aber vor zwei Jahren eine Psychotherapie wegen ungewollter Kinderlosigkeit gemacht. Nun lehnt man mich ab, aus Angst vor FolgeSCHÄDEN!!! Kann man da was tun?

Antwort von AlfredSchoe,
12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn Du Dich mittlerweile psychisch stabil fühlst und Du für Dich selber ausschließen kannst, daß Du aufgrund der damaligen Probleme zu einer Berufsunfähigkeit kommst, kannst Du eine Berufsunfähigkeit aufgrund dieser psychischen Probleme vertraglisch ausschließen. Hat meine Tochter bezüglich Neurodermitis auch gemacht.

Antwort von Kabark,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn die andere Gesellschaft Zicken macht (siehe meinen Kommentar), versuche es doch mit einem Risikoausschluß oder einem Zuschlag.

Kommentar von levkoje,

So ein Zuschlag kann aber sehr teuer werden. Mein Sohn hatte mit 3 Jahren einen Schädelbasisbruch (jetzt ist er 23).Er muss den 3fachen Satz zahlen.

Antwort von Netti,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde es mal bie einer anderen Versicherung versuchen.

Kommentar von gerwitt,

Wegen der hier schon angesprochenen Zentraldatei der Versicherungen, wo alle Zugriff drauf haben und wo jede Ablehnung vermerkt wird, würde ich mit diesem Versuch nicht allzu große Hoffnung verknüpfen. Aber versuchen kann man/frau es ja!

Antwort von delphi,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das ist leider aktuell gängie Praxis!!! Wer jemals eine Psychotherapie gemacht hat, wird in der Regel von privaten Krankenversicherern oder Berufsunfähigkeitsversicherungen abgelehnt. Über unsere Berufsverbänden wird gegen diese Praxis protestiert, leider aber bislang ohne ERfolg. Die Versicherungen lassen sich von Statistiken lenken und die sagen immer noch, das ein hoher Prozentsatz von Berufsunfähigkeit auf das Konto der sogenannten psychischen Erkrankungen geht. Leider differenzieren sie die Erkrankungen nicht weiter sondern machen eine "Erkrankung" an der Tatsache der absolvierten Psychotherapie fest.:(((

Antwort von vincent,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Aufnahme/Prüfkriterien sind von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Ich würde mir die ärztlichen Unterlagen von der Behandlung vor 2 Jahren besorgen. Unter Beifügung dieser ärztl. Bericht würde ich es bei einer anderen Versicherung , nochmals versuchen. Viel Glück bei deinen Bemühungen.

Antwort von HelmutRn,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

bei einer anderen Versicherung versuchen, aber ich glaube das wird schwierig!

Kommentar von Kabark,

...vor allem, weil man den abgelehnten Antrag mit angeben muss.

Antwort von Lifetime70,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Kuck doch mal hier nach - http://www.beste-bu-alternative.de/ Die haben uns auch dabei geholfen was passendes zu finden. Und das nach Angst- und Panikattacken. Aber es ist wohl so...sobald Du mal irgendwann was hattest, bist Du n rotes Tuch für alle Versicherungen. Ist leider so.

Kommentar von Mensch137,

Vielen Dank für den Tipp! Kann ich nur jedem weiter empfehlen!

Antwort von elkera,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hol dir Beratung bei einem Versicherungsberater.

Der kann dir vielleicht mit einer anderen Versicherung weiterhelfen. Dadurch das er die Versicherungen kennt, hat er vielleicht eine geeignete für dich, die dich auch annimmt.

Antwort von gerwitt,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Bei mir hat eine Psychotherapie (Verhaltenstherapie) zur sofortigen Ablehnung bei einer Pflegezusatzversicherung geführt. Auf Nachfrage erhielt ich den Grund: meine Psychotherapie.

Um meinen Frust etwas zu dämpfen sagte man mir aber: 'Wenn Sie mindestens fünf Jahre behandlungsfrei sind, können Sie ja noch mal einen Antrag stellen!' Man hat mir in Aussicht gestellt, dass ich dann aufgenommen würde, aber schriftlich wollte man mir es nicht geben. Ein Angebot über einen Risikozuschlag hat man mir erst gar nicht gemacht.

Auf Nachfrage bei einem unabhängigen Finanz- und Versicherungsdienstleister (http://www.finanzdata.de) wurde mir dann auch bestätigt, das eine laufende Psychotherapie fast zwangsläufig - ohne weitere Detailprüfung - zur Ablehung führt. Bestätigt wurde auch, dass ein Antrag bei einer anderen Versicherung wegen der eingetragenen Ablehnung einer Versicherung in einer Zentraldatei keinen Erfolg bringen wird.

Die einzige Chance sehe ich darin, diese Wartezeit abzuwarten. Aber ob das immer so geht?

Antwort von DieBorg,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Viele Möglichkeiten wurden hier bereits genannt. Psychische Erkrankungen generell aus dem Vertrag zu nehmen, ist eher nicht sinnvoll, da die Wahrscheinlichkeit eine psychische Erkrankung zu bekommen höher liegt als bei einigen anderen. Im Falle einer schweren psychischen Erkrankung ist man oft nicht nur berufsunfähig, sondern erwerbsunfähig, was viel weitreichendere Folgen hat. Erstmal mußt du dir genau ausrechnen, was sich lohnt und was für ein Risiko da ist überhaupt berufsunfähig zu werden. Es gibt viele Berufe, die man "ohne Arme und Beine" ausüben kann. Viele Berufsunfähigkeitsversicherungen lohnen sich schlichtweg nicht, da man so schwer erkrankt sein muß, um Geld zu bekommen, daß eh eine Frühberentung durchkäme. Und wenn Fremdverschulden vorliegt zahlen die eh nicht, das muß dann der Verursacher...... Informiere dich sehr genau auch im Hinblick auf Behinderung, Frühberentung etc. Rechne dir genau aus, was sich lohnt. Du kannst dich auch begutachten lassen. Und gegebenfalls wird bescheinigt, daß die "psychische Erkrankung infolge Kinderlosigkeit" ausgeheilt ist. Wobei ich nur den Kopf schütteln kann, daß die da rumzicken. Zu guter Letzt: Die, die sich aus freiem Willen heraus für eine Psychotherapie entscheiden, sind meist gesünder als die, die sagen: Ich bin psychisch gesund, ich brauche keine Therapie.

Antwort von justii,

Hallo.

Bei Vorerkrankungen, und dieser Tipp richtet sich vor allem an alle Mitleser, bei denen das Kind "noch nicht in den Brunnen gefallen ist", ist immer ein sehr gezieltes Vorgehen erforderlich.

Einmal abgelehnt findest Du Dich nämlich in der zentralen Wagnisdatei der Versicherungswirtschaft wieder, zu der alle Versicherungen Zugang haben. Wird nun bei einer anderen Versicherung ein Antrag gestellt, sieht diese sofort, daß bereits eine Ablehnung aus gesundheitlichen Gründen stattgefunden hat und spart sich meist eine detaillierte Prüfung des Falles... Ablehnung Nr. 2 wäre die Folge...

Vielleicht siehst Du Dir einmal folgende Seite an, dort geht es um BU & Depressionen: http://www.brigitte.de/foren/showpost.html?p=1612720&postcount=4

Schöne Grüße justii

Antwort von Niklaus,

Eine Versicherung ist ein Profitunternehmen. Sie verkauft ihren Kunden in erster Linie Versicherungen auch um Geld zu verdienen. Es ist logisch, dass sie bestimmte Risiken ausschließen.

Einen Ausschluss der Krankheit würde ich nicht empfehlen eher einen Risikozuschlag. Denn mit einem Ausschluss hat die Versicherung immer noch die Möglichkeit im Falle einer ähnlichen Krankheit, die Ursachen auf die Ausgeschlossene zu schieben. Das Fazit wäre keine Leistung.

Ein Alternative zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung, wäre eventuell eine Grundfähigkeitsversicherung. Hier sind die Annahmenrichtlinien vielleicht nicht so hart.

Antwort von daddbr3,

Das ist wieder Versicherungs-typisch.

Dafür haben Raucher weniger Probleme und auch die sog. Fitnesskasperl, Skifahrer, Motoradfahrer, Fallschirmspringer und viele andere Selbstverstümmler.

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