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Berufsunfähigkeitsversicherung für eine Friseurmeisterin

Frage von Sebastian1983 Sebastian1983

Hallo, sind kurz vor dem Abschluss einer BU-Versicherung für meine Frau. Werden sie bei der Alten Leipziger abschließen und sie kostet ca. 95 Euro im Monat. Da in den Arztunterlagen Skoliose vermerkt ist wird BU wegen der Wirbelsäule ausgeschlossen. Hat sie dann überhaupt einen Sinn?

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Antworten (12)

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    RatgeberHelden Antwort von suzisorglos suzisorglos

    Auch wenn Berufsunfähigkeit im Zusammenhang mit von der Wirbelsäule ausgehenden Beschwerden ausgeschlossen wird, dürfte - besonders für eine Friseurmeisterin - eine BU-Versicheurung dennoch sehr sinnvoll sein, denn alle anderen möglichen Ursachen für eine BU sind ja versichert. Und im Friseurberuf treten ja häufiger z.B. Allergien, Durchblutungsstörungen und Venenentzündungen in den Beinen auf, abgesehen von "Volksseuchen" wie Herz- / Kreislauferkrankungen etc...

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    Antwort von Candlejack Candlejack

    Interessant wäre, wer auf die AL gekommen ist und warum.

    Vorerkrankungen werden immer ausgeschlossen. Eine Versicherung ist IMMER für zukünftige Schäden zuständig. Eine Kfz-Versicherung bezahlt ja auch nicht den alten Unfall vor 6 Monaten ;-) Natürlich hat sie trotzdem einen Sinn, denn es gibt immernoch viele Krankheiten und Unfälle, wegen denen es zu einer BU kommen kann und die abgesichert sind.

    Kommentar von Joliebertone JoliebertoneJoliebertone

    Warum? Na wegen Skoliose

    Vorerkrankungen werden nicht immer ausgeschlossen. Manche werden ohne Vorbehalte mit versichert und manche mit Risikozuschlag.

    Eine BU-Versicherung ist jetzt nicht wirklich mit einer KFZ-Versicherung zu vergleichen. Wenn Du den kaputten Kotflügel ersetzt hast, zahlt die Versicherung auch den nächsten kaputten Kotflügel.

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Warum bezog sich auf "warum dieser Anbieter".

    Ja, geringfügige Erkrankungen werden mit genommen, auch harmlose Allergien oder Heuschnupfen. Selbst schon oft erlebt. Aber bei Skoliose kenne ich bisher keinen, der ohne Zuschlag oder Ausschluß angenommen hätte.

    Ja, die Kfz zahlt den nächsten Kotflügel, wie die BU auch die nächste Erkrankung. Aber den bereits schon kaputt gemachten Kotflügel zahlt die Kfz genauso wenig wie eine BU bereits vorhandene Erkrankungen. Natürlich sind beide schlecht vergleichbar, aber Autovergleiche verstehen die meisten Kunden so gut :-) !

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    Antwort von VersBerater VersBerater

    Hallo, eine reine selbständige BU-Versicherung (ohne Ankoppelung an eine LV oder RentenV) hat für alle nach dem 01.01.1961 geborenen Personen eine existenzielle Bedeutung. Aus dieser Sicht heraus kann ich nur einen solchen Abschluss grundsätzlich einmal empfehlen. ABER: In all meinen Jahren habe ich immer versucht einen Ausschluss, zu dem die Versicherer sehr schnell neigen, zu verhindern und mir lieber einen Risikozuschlag einzukaufen. Erfahrungsgemäß sind Ausschlüsse, gerade im Bereich der Wirbelsäule, so schwammig und allumfassend ausgeprägt, dass einem fast keine Luft mehr zum Atmen bleibt. Mit einer vernünftigen Gesellschaft sollte man aber die Ausschlüsse präzisieren können oder eben aber verhindern. Dies kommt insgesamt aber auf den gesamten gesundheitlichen Verlauf drauf an.

    Auch wenn die Entscheidung schon fast feststeht, so würde ich dennoch die Meinung von einem weiteren Spezialisten einholen, der sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt hat. Es gibt Rechtsanwälte und (gerichtlich zugelassene) Versicherungsberater, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen.

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    Antwort von europool europool

    Grundsätzlich ist die BU-Versicherung anzuraten - ganz wichtig ist der richtige Versicherer mit dem optimalen Tarifwerk und ein Verhalten gegenüber dem Kunden, das auch im Leistungsfall fair bleibt. (siehe: Annahmeverhalten, Leistungsverhalten, Anerkennungsquote etc). z.B. die Swiss Life.

    Aus diesem Grund werden vorhandene oder erkennbaren Schäden. die zu einem Leistungsfall führen, in der Regel mit einem Zuschlag oder einem Ausschluß belegt.

    Mit einem Zuschlag kann man leben.

    Ein Ausschluß ist schlimm. Man kann einen Ausschluß aber vermeiden oder beheben, wenn man mit dem Versicherer spricht. In diesem Fall ist es die Skoliose, eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule. Wenn Skoliose in der Hausarztdiagnose steht, wird die Wirbelsäule in der Regel vollständig ausgeschlossen. Aber man weiß gar nicht, warum die Diagnose gestellt wurde.

    Also muß man Abhilfe schaffen und das Thema "aufbohren". Der erste Schritt ist ein "Arztbericht" zum Thema "Wirbelsäule" des Versicherers, also ein Formular des Versicherers, wo die Erkrankung spezifiziert wird. Dann kann man auch noch ein orthopädisches Gutachten mit entsprechenden Röntgenbildern beifügen. So besteht die Möglichkeit, je nach Schwere der Erkrankung ggf. den Ausschluß zu vermeiden. Entscheiden tut das der medizinische Dienst des Versicherers. Und der sollte Erfahrung damit haben...

    Noch etwas zum Bedenken: Die BU ist eine Wirkungsversicherung - das bedeutet: es passiert etwas, aus dessen Grund deine Frau berufsunfähig wird und die Versicherungsleistung bekommt. Aber leider auch nicht immer...

    Es gibt aber noch andere Versicherungen, die sind so etwas wie eine Ursachenversicherung - das bedeutet: deiner Frau passiert etwas und aus der Diagnose heraus wird die Versicherungsleistung fällig. (Es gibt 4 Gesellschaften, die diese Versicherung anbieten - heißen Existenzschutz, Unfallkombirente oder auch Körper-Schutz-Police) In der Regel kombiniert man in dieser Versicherung eine Unfallrente ab 50 % Invalidität, bestimmte schwere Erkrankungen, den Verlust von Grundfähigkeiten und alle 3 Pflegestufen zu einer Versicherungsleistung: die Rente.

    Ein weiterer Unterschied: Die BU zahlt im Leistungsfall nur bis zum Vertragsende, maximal bis zur Altersrente. Die "Existenzschutz" zahlt bei Leistung lebenslang.

    Ergebnis: Wichtiger als eine Einzelabsicherung ist der kombinierte Abschluss der BU mit der Existenzschutz. Nur dann ist man weitestgehend gut geschützt. (Habe leider einen Kunden, der diese Erfahrung machen musste)

    Von allen Angeboten halte ich die Existenzschutz der AXA für am geeignesten. Die Janitos ist nur ein Nachbau mit geringfügig veränderten Bedingungen. Von der Barmenia kommt die billigste Version. Man geht halt über den Preis. Ich habe einen Vergleich bekommen, den ich aber nicht herausgeben darf. Bitte im Netz googlen...

    Nachtrag: Der Abschluss einer Bu heißt im Leistungsfall meistens Krieg mit der Versicherung, die sich wehrt, zu zahlen oder die Leistung verzögert. Da würde ich den vorherigen Abschluß einer Rechtsschutzversicherung gleich mit anraten.

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    Antwort von Joliebertone Joliebertone

    Hallo Sebastian,

    auch mit diesem Ausschluß ist eine BU-Versicherung für Deine Frau sehr sinnvoll, da es ja gerade in ihrem Job noch andere Krankheiten gibt, durch die sie BU werden kann.

    Ist Deine Frau beschwerdefrei? Und wie groß ist der COBB-Winkel? Ist er größer oder kleiner 15? Gibt es Einlagen?

    Viele Grüße Joliebertone

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    Antwort von JakomoSL JakomoSL

    Die Kurzfassung:

    --> BU ist dennoch sehr sinnvoll, 2 Dinge sollten vor Festlegung mit einem SPEZIALISTEN abgewogen werden:

    1. Ich empfehle in jedem Fall auch eine private Pflegeversicherung bzw. Pflegezusatzversicherung (in der BU bzw, dem Trägertarif) näher anzusehen. Grund: Eine private Pflegezusatzvers. ist im Vergleich zur BU noch relativ günstig zu den Leistungen und leistet auch zeitlich unbegrenzt (Bei der BU ist ja nach Ablauf schluss) Dahinter steht der Fakt, das langfristige Erkrankungen häufig auch zu einer Pflege führen (und anderes Faktoren mehr) Also: Unbedingt genauer über Pflegezusatz informieren. Am besten von einem Makler der sich auf BU/Pflegevers. spezialisiert hat, denn die Tarifvielfalt ist so komplex, das hier wenn überhaupt, ein Spezialist die aktuelle Situation gut kennt.

    2. Ich empfehle auch konkret in die Bedingungen zu sehen: (Wann wird wie geleistet? Wie ist die Dynamisierung?, etc) und dies mit den VUs die BU-Experten sind abzugleichen. (Volkswohlbund, Nürnberger, Alte L., usw. usw)

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    Antwort von baraba baraba

    Natürlich hat die Versicherung einen Sinn. Es kann ja ein ganz anderes Krankheits oder Arbeitsunfähigkeitsfall eintreten . z.B. chemische Allergien etc. Der monatliche Betrag ist sicher verkraftbar und daher würde ich auf jeden Fall eine Absicherung empfehlen.

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    Antwort von bernie65 bernie65

    Ich würde mich anderweitig umsehen, den Ausschluss vermeiden mit Beitragszuschlag oder Ausscluss gegen Beitragssenkung. Lieber einen Sparvetrag?

    Kommentar von Thommy06 Thommy06Thommy06

    Lieber einen Sparvetrag?

    Das ist nicht Dein ernst, oder ?

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Kein Anbieter in Deutschland wird aufgrund eines Ausschlusses den Beitrag senken ! Ich glaube das Prinzip Versicherung wurde nicht richtig verstanden. Die normalen Prämien gehen immer von mehr oder weniger gesund aus. Alles andere kostet mehr oder wird ausgeschlossen, damit es nicht mehr kostet.

    Einen Sparvertrag ? Diese Idee treffe ich auch immer wieder :-(

    Stell Dir vor, die Dame sichert 1.000 EUR im Monat ab und hat noch 35 Jahre bis zur Rente. Dann reden wir über eine Absicherungssumme von 420.000 EUR (!!!), die bis zur Rente benötigt wird und die die BU zahlen würde. Wie willst Du diese Summe mit einem Sparvertrag von 95 EUR im Monat auch nur annähernd abdecken ? Selbst wenn Du jedes Jahr 3% kriegen würdest, hättest Du zur Rente knapp 71.000 EUR zusammen. In einem Jahr 1.200, das reicht dann für einen Monat Leben ;-) Wie schrieben schon Finanztest und Verbraucherschutz vor Jahren: "Zur BU gibt es keine vernünftige Alternative".

    Kommentar von Joliebertone JoliebertoneJoliebertone

    Sparvertrag ???? Dann wird sie in einem Jahr BU und hat doch tatsächlich schon 1200 Euro zusammengespart.

    Und eine Beitragssenkung wegen Ausschluss gibt´s gar nicht.

    Oh je, ich hoffe, Du bist nicht selbst im Versicherungsgeschäft tätig und berätst so Deine Kunden

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    Antwort von bernie65 bernie65

    Zum halben Betitrag evtl.

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Eine Friseurin ist Risikogruppe C aufgrund der Tätigkeit und der Arbeitsmittel. Da kriegst Du nichts für die Hälfte.

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    Antwort von hyfi01 hyfi01

    Hallo,

    die Versicherung hat schon einen Sinn, weil ja alle anderen denkbaren BU-Ursachen versichert wären. Vor allem der bei Friseuren beliebte Allergiefall gegen chemische Stoffe.

    Zusatzinfo: Die BU-Absicherung sollte aber mindestens im Bereich von 1.000 € oder mehr monatlich liegen und bis 65 oder besser 67 (Leistungs- und Versicherungsendalter) reichen. Sonst ersetzt man im BU-Fall nur das individuelle ALG-II oder hat eine Lücke.

    Außerdem muss man beachten, dass im BU-fall natürlich keinerlei weitere Rentenansprüche in der Gesetzlichen Rentenversicherung aufgebaut werden, die müssten also in geeigneter Form kompensiert werden. Dadurch wird es aber noch einmal prämienintensiver, als Variante bietet sich hier zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge an.

    Viel Erfolg, wenn Sie diese Fragen dem Vermittler stellen. Sollte er ausweichend antworten, sind sie dort übrigens schlecht aufgehoben!

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Keinerlei weitere Rentenansprüche stimmt so nicht. Der Rentenfaktor ist wesentlich geringer als bei einer Normaltätigkeit, aber keinerlei stimmt nicht.

    Es sollte einfach beachtet werden, dass mit der BU-Rente auch die Altersvorsorge weiter bezahlt werden kann.

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    Antwort von Thommy06 Thommy06

    Bei Wirbelsäulenschädigungen sind die Versicherungen alle sehr vorsichtig, ich glaube kaum das es bei anderen Gesellschaften keine Ausschlüsse geben wird. Bei einer Friseurin würde ich generell dazu raten, da es u.a. oft in späteren Jahren z.B. zu Hautreaktionen kommt, da der ewige Umgang mit Chemikalien oft nicht auf Dauer gut geht. Mein Tip: Nehmt eine reine BU-Absicherung, nichts mit gekoppelten Produkten.

    Sollte Deine Frau selbständig sein, so sollte sie auch in eine eventuelle Eürup-Rente zumindest die Beitragsbefreiung bei BU mit einschließen. Einige Versicherer verzichten dabei sogar auf eine Gesundheitsprüfung.

    Achtet auch bitte auf ein vernünftiges Endalter, mindestens bis 63 !

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    Antwort von user1074 user1074

    Müsst ihr abschätzen.... wenn ihr fürchtet, dass sie sich die Hände verbrennt oder sonst was passiert, dann schon....

    Wenn aber so eine Gefahr besteht, dann würde ich eher mal schauen, ob das bei anderen Versicherungen nicht ausgeschlossen wird und dann evtl. etwas mehr zahlen.

    Kommentar von user1074 user1074user1074

    Oder es ganz sein lassen ... ich bin kein Fan von zu vielen Versicherungen.

    Kommentar von SgtMiller SgtMillerSgtMiller

    was für ne sinnvolle Antwort ???

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Zu viele Versicherungen ? Da gehe ich mit, wenn es um Kfz-Insassen-Unfall oder Reisegepäckversicherung geht. Eine Rechtsschutz braucht auch nicht jeder... Aber eine BU, die auch von Finanztest und Verbraucherschützern seit Jahren als die wichtigste für Erwerbstätige angesehen wird, ist für die meisten existenziell, denn sonst heißt es HartzIV bis zur Kiste.

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