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Berufsunfähigkeitsversicherung - Auszahlung im Ernstfall

Frage von usain8x usain8x

angenommen man schließe eine BUV in höhe von 500 euro ab, aber das monatsgehalt wäre nur zb 800 netto. gesetzt den fall man würde berufsunfähig + erwerbsunfähig, würde man ja ohnehin erwerbsunfähigkeitsrente ( ist so knapp 700e) beantragen können. hieße das dann man bekäme nur den unterschiedsbetrag zum damaligen gehalt, also 100 noch obendrauf oder bekommt man 500 obendrauf?

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Antworten (6)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Linkenscheuche Linkenscheuche

    kannst du ausgestalten wie du willst, du kannst mit sicherheit auch versichern, dass du mehr als dein eigentliches gehalt bekommst, ich denke auch 100,000 im monat sind drin

    die prämie orientiert sich natürlich daran...

    Kommentar von usain8x usain8xusain8x

    also verstehe ich das richtig, dass es sich in erster linie am unterschied zwischen gehalt und erwerbsunfähigkeitsrente orientiert wieviel berufsunfähigkeitsrente man bekäme? das wäre hier ja nur 100e .... somit bräuchte man ja garkeine 500 euro absichern sondern nur 100

    Kommentar von Linkenscheuche LinkenscheucheLinkenscheuche

    die prämie orientiert sich daran, wie viel die versichrung dir bezahlen muss im schadensfall

    du versicherst nur den betrag bei ihnen, was du dir woanders noch holst, interessiert sie nicht

    es interessiert nur, was sie netto dir dann auszahlen müssen, wenn das nur 100 sind, ist die prämie auch nur für 100, es juckt sie gar nicht, was du sonst noch wo dir holst

    du kannst auch 1000 bei ihnen versichern und dir noch 700 holen, es interessiert sie nicht, solange du für 1000 bezahlst

    wieviel du woher bekommst, weiss ich leider nicht, also wie hoch du dich versichern musst, im allgemeinen finde ich sie sowieso zu teuer....

    aber ich bin auch ohne arbeit reich...

    Kommentar von usain8x usain8xusain8x

    ok danke für die info. aber ich schließe sowieso keine ab, privathaftpflicht u kfz haftpflicht reichen schon. alles andere klingt nach abzocke

    Kommentar von Linkenscheuche LinkenscheucheLinkenscheuche

    nein, es ist einfach nur teuer, aber ist klar bei dem risiko und der leistung

    Kommentar von usain8x usain8xusain8x

    hast du eine?

    Kommentar von Linkenscheuche LinkenscheucheLinkenscheuche

    ne

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    @Linkenscheuche Du kannst NICHT mehr als Dein eigentliches Gehalt versichern. Es gibt bei jedem BU-Antrag eine Angemessenheitsprüfung, die vom Berater vorzunehmen ist, da es auf diesem Gebiet ein Bereicherungsverbot gibt. Streng genommen darfst Du eigentlich max. 90% netto versichern, die meisten Anbieter lassen aber 100% oder min. 1.000 durch. 100.000 kannst Du also nur absichern, wenn Du 100.000 verdienst. Und selbst dann gibts nen kompletten Arztcheck inkl. HIV-Test. Was Du Dir bei anderen holst, interessiert die Versicherung aus dem gleichen Grund genauso, steht alles in den Gesundheitsfragen.

    @usain1982 Wer so viel Mißtrauen gegen Versicherer hat, sollte sich mal im SGB belesen, wann der Staat Dir wieviel Rente zahlt. Wenn alles außer Kfz und Haftpflicht Abzocke ist, wünsche ich Dir im BU-Fall viel Glück mit HartzIV bis zur Kiste. Leider stammt ein Teil davon von mir, DAS nenne ich Sozial-Abzocke ;-)

    Kommentar von DerMakler DerMaklerDerMakler

    @candeljack : Eindeutiger und vernüftiger Kommentar zu beiden ! Glaubt man im ersten Moment ,das es hier um die "Bereichungsklausel" gilt, die man wahrscheinlich irgendwo mal mitbekommen hat im Gespräch ,wurden hier B.U. / E.M.R. Grundsätze ,Zahlen ,Daten ,Fakten mal prinzipiell falsch erklärt, von wem auch immer !

    Der (S .?) .B.U. Vertrag sollte nicht nur auf Grund der Höhe mal überprüft werden und die Grundsätzlichkeiten zum sozialen Rentengefüge richtig rüber gbracht werden, da erübringt sich wahrscheinlich so ein Tread von ganz alleine...

    HG DerMakler

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    Antwort von VersBerater VersBerater

    Hallo, erst einmal müssen ein paar Fachbegriffe richtig geklärt werden. Für Menschen ab Geburtsjahr 1961 gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeit mehr. Dies wurde 2001/2001 gesetzlich geändert. Dafür gibt es nur noch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Diese zahlt aber nur dann, wenn der Betroffene die entsprechenden Voraussetzungen rechtlicher Art erfüllt hat, und dann gibt es diese volle EMR nur dann, wenn derjenige unter 3 Std. tgl. arbeiten kann. Kann er über 3 Std. aber unter 6 Std. arbeiten bekommt er nur eine anteilige Rente, und wer über 6 Std. arbeiten kann bekommt garnichts.

    Jetzt kommt der wichtigere Punkt: Der Vertrauensarzt des Rentenversicherers prüft nur, ob ich überhaupt arbeiten kann, die Tätigkeit dabei spielt überhaupt keine Rolle. Auch wenn ich vorher studiert habe kann ich evtl. immer noch als Pförtner arbeiten. Der Rentenversicherungsträger muss also nur feststellen, dass ich über 6 Stunden arbeiten kann, ohne dass er mir einen solchen Job auch anbieten muss. Es kann also durchaus sein, dass ich keinen Arbeitsplatz finde, ich aber auch keine EMR erhalte, weil ich ja arbeiten gehen könnte. Damit ist dann der Sozialfall vorprogrammiert.

    Nur im privaten Versicherungsrecht gibt es noch die Berufsunfähigkeits-Rente. Diese ist, im Gegensatz zur gesetzlichen EMR, auf den zuletzt ausgeübten Beruf ausgerichtet. Darin unterscheiden sich beide Renten also ganz erheblich.

    Eine private BU ist immer wichtig, weil sie ein Einkommensersatz darstellt bzw. darstellen soll. Bei einem Hartz IV Empfänger wird die BU-Rente als Einkommen berücksichtigt und entsprechend angerechnet.

    Kommentar von usain8x usain8xusain8x

    das weiß ich doch schon lange.

    die antwort geht auch etwas arg an meiner präzise gestellten frage vorbei. außer der letzte absatz, der ist mir wichtig. weil dort im umkehrschluss steht, dass leute, die bei berufsunfähigkeit mit hartz4 zufrieden wären, auch keine private BUV brauchen. so what

    Kommentar von VersBerater VersBeraterVersBerater

    Hallo, das war mir klar, der erste Teil war auch nicht unbedingt für Dich gedacht sondern für diejenigen, die nur mit den Fachbegriffen so um sich werfen und keine Ahnung haben wovon sie reden bzw. worüber sie schreiben. Auch zur Aufklärung für künftige Leser. Nichts für Ungut.

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    Antwort von MarkusBe MarkusBe

    Hier steht ja viel unwesentliches, kann das sein??

    EMR ca. 29% vom letzten Brutto, aber nur wenn mind. 5 Jahre Pflichtbeiträge in die DRV geflossen sind (bei Azubis gibts Sonderregelungen)

    BU-Rente darf höchstens 70% vom derzeitigen Brutto betragen, höher ist gesetzlich nicht erlaubt

    Bei Handwerklichen Berufen gibt es zudem sehr gute Alternativen. Diese sichern nicht das Risiko eines Burn-Out-Syndroms ab, dafür aber Körperliche Leiden, die das Arbeiten im vorigen Beruf unmöglich machen. Preislich reden wir hier z.B. bei einem Schreiner oder Krankenpfleger von 1/3 der Kosten bei trotzdem vernünftiger Absicherung.

    Wichtiges Thema mit BU, sollte man nicht vernachlässigen =) Wirklich nicht.

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    Antwort von Candlejack Candlejack

    angenommen, hätte, wäre... gibts auch mal ne konkrete Frage dazu ? wenn Du 800 Gehalt bekommst, hast Du im Leben keine EUR von 700 über die staatliche Rente, das funktioniert mit den Rentenpunkten nicht. Ein Berater, der mit Dir 500 abschließt, sollte sich seine Berufswahl überlegen. Entweder den Kunden ordentlich absichern oder gar nicht. Eine private BU interessiert nicht, wieviel EMR Du vom Staat bekommst, die wird ausgezahlt.

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    Antwort von constein constein

    Hi, wer viel rechnet kann sich auch verrechnen. Ich verstehe das Ziel nicht? VersBerater hat erst mal versucht Klarheit reinzubringen und schreibt das ok. Wenn du eine vernünftige Absicherung deiner Arbeitskraft und Lebensstandard halten willst, solltest du mindestens 850 € Bu Rente abschließen. Mit der Erwerbsminderungsrente zu rechnen auf voller Basis deiner Rentenauskunft ist gewagt. So lande eine Anstellung und daraus Krankengeld noch kommt mag alles noch ok. sein, aber sei nicht ALG oder Hartz dann werden die 500 € Bu Rente mit angerechnet und dann sind sie wirklich unbrauchbar. Mache dich unabhängig von Sozialleistungen Darum nicht rumrechnen und eine deinem Lebensstandard angepasste BU absichern. Gruß constein

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    Antwort von assimueller assimueller

    Du erhälst zur gesetzlichen Frührente den Betrag der Versicherung. Also demnach 700 + 500

    Kommentar von usain8x usain8xusain8x

    ok, habs verstanden.

    Kommentar von assimueller assimuellerassimueller

    Aber erst mal die Unterlagen prüfen. Ferner gibt es einen Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit (diese wird noch zwischen volle EU und teilweiser EU aufgeteilt). Die Höhe der Rente ist abhängig von Dauer und Höhe der Beitragszahlungen insgesamt, nicht alleine vom letzten Gehalt

    Kommentar von usain8x usain8xusain8x

    willst du damit sagen, dass ein voll-erwerbsunfähiger bei antragstellung mit weniger geld rechnen muss wie ein arbeitsfähiger hartz4-empfänger? hmmm wieso stellt dann der erwerbsunfähige nicht gleich einen hartz4-antrag? grübel

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Ja, die haben oft weniger als Hartz4. Antrag wird ja oft gestellt, weil die meisten Berufsunfähigen (gerade die Jungen) aufstocken müssen auf Hartz4.

    Kommentar von assimueller assimuellerassimueller

    so ist es. So kann es passieren, das der Bezug von Hartz 4 wegen erreichen der Altersrente eingestellt wird. Reicht dann die Rente nicht aus, wird nicht mit Hartz 4 aufgestockt, sondern vom Sozialamt als Grundsicherung. Die Grundsicherung ist aber weniger als Hartz 4.

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Danke für Deine Zustimmung. Leider kann ich Dir nicht ganz zustimmen. Die Grundsicherung steht auch im SGB, wird etwas anders berechnet als H4, ist aber nach Regelsätzen + Miete, Nebenkosten, Heizung + Krankenkasse mit Pflege + Mehrbedarf nicht weniger als das.

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