Frage von DvanDijk, 88

Berufsunfähigkeitsversicherunf genaue Angabe vom Beruf wichtig?

Hallo, ich bin nun dabei nach meinem Studium mir eine BU zu suchen. Nun war ein Kumpel (Vertreter) bei mir und hat mir ein Angebot gemacht. Nur gab es meine Berufsbezeichnung nicht exakt. Ich bin Sozialarbeiter/Sozialpädagoge B.A. nur gab es diese Möglichkeit nicht zum auswählen. Aus diesem Grund meinte der Vertreter, dass wir einen Beruf nehmen der ähnlich ist, nämlich Dipl. Pädagoge. Jetzt habe ich gelesen, dass das zu Problemen im Leistungsfall kommen kann,da die genaue Berufsbezeichnung nicht stimmt und es schon ein Unterschied gibt zwischen Dipl. Pädagoge und Sozialpädagoge.

Stimmt das, dass eventuell nicht geleistet wird im Fall der Fälle?

Antwort
von RudiRatlos67, 52

Die unterschiedlichen Berufe sind schon sehr differenziert, da könnte er auch gleich Kaufmann oder Elektriker schreiben. Da besonders bei Berufsunfähigkeitsvversicherungen jedes i Tüpfelchen im Leistungsfall seziert wird und die Angabe des aktuell ausgeübten Berufes der vorvertraglichen Anzeigepflicht unterliegt, sollte die korrekte Berufsbeichnung auf jeden Fall im Antrag deutlich sichtbar vermerkt werden.

Übrigens bist Du zur Zeit Student wie Du oben geschrieben hast..... folglich musst Du dich als Student versichern.... Das gilt bis zur Unterzeichnung eines Arbeitsvertrag oder der Ausübung eines anderen Beruf.

Um das mal deutlich zu machen: ein Schüler muß sich solange als Schüler versichern bis er einen Ausbildungsvertrag unterzeichnet hat. Sobald dieser unterzeichnet wurde gilt der zukünftig ausgeübte Beruf für den Antrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Kommentar von DvanDijk ,

Das Studium ist abgeschlossen und ich arbeite in dem Beruf. Ich weiss hätte ich früher machen sollen😉

Kommentar von RudiRatlos67 ,

okay, das verwirrte ein wenig bei Deiner Frage.

Antwort
von Dickie59, 14

Hallo,

"Kumpels", Freunde sollten so ehrenhaft sein und ein Angebot erstellen, ja. Aber sie sollten sehr vorsichtig sein, für sich in Anspruch zu nehmen, dass sie das bessere Produkt haben. Wenn sie den Beruf nicht in der Berufsliste haben, sollen sie von Ihrer Fachabteilung ein Formular Tätigkeitsbeschreibung abfordern. Dann bekommt man ein Angebot entsprechend der beruflichen Qualifikation.

Sowas versuche ich zu vermeiden.Ich arbeite im Schnitte mit 120 Tarifen von 40 Versicherer. So vielfältig kann die Welt sein.Die richtigere Berufsbezeichnung ist wichtig, da bleiben immer noch Versicherer, die genau diese versichern.

Selbst wenn mal hier und da ein Ausschließlichkeitsvertreter (1 Gesell-schaftvertreter) für sich in Anspruch nimmt, ein gutes Preis Leistungsverhältnis zu haben, dann trifft das aus meiner Erfahrung sehr selten zu. Die besseren BU Versicherer sind nur über den Maklervertrieb oder Mehrfachagenturen zu bekommen.

Ausserdem hat ein Makler mehrere Punkte zu prüfen wie:

http://www.morgenundmorgen.com/analysen/ratings/mm-bu-rating/

hier genannt.

Außerdem ist der Makler dem Kunden verpflichtet und kann dir sehr gut bei der leistungsbeantragung helfen, da ist der Ausschlißlichkeitsvertreter schon sehr an die Interessen seines Unternehmens gebunden, weiterhin ist die Beratungsdokumentation oft sehr dürftig und selten für den Kunden verwendbar (unsere Anwälte haben gerade 2 Fälle auf dem Tisch), da hat der Makler wohl doch die höchste Haftung. Außerdem kann dieser sich dann nicht hinter dem Versicherungsunternehmen verstecken.

Ich gehe davon aus, das in den nächsten 10 Jahren die Quote der Leistungsabwesiungen wegen vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung drastisch steigen wird und diese Verträge überwiegend aus der Ausschließlichkeit , Vertriebe wie DVAG, MLP, Tecis (habe ich bisher 2 rückwirkend aufheben lassen) usw. kommen werden.

Grundsätzlich gibt es aber auch ehrenhafte Kollegen.

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von DolphinPB, 57

"Nun war ein Kumpel (Vertreter) bei mir und hat mir ein Angebot gemacht."

Ein Vertreter ist der falsche Ansprechpartner für sowas. Der bietet Dir eine BU an, nämlich genau die von der Versicherung die er vertritt. Das ist mit größter Wahrscheinlichkeit nicht optimal. Ein Versicherungsmakler ist der weitaus bessere Ansprechpartner, der sollte Dir dann auch nicht einfach so "ein Angebot" machen.

"Ich bin Sozialarbeiter/Sozialpädagoge B.A. nur gab es diese Möglichkeit nicht zum auswählen. Aus diesem Grund meinte der Vertreter, dass wir einen Beruf nehmen der ähnlich ist, nämlich Dipl. Pädagoge"

Das ist hochgradig unprofessionell und allerhöchstens akzeptabel mit einer entsprechenden schriftlichen Stellungnahme der Versicherung.

Bei einem Berufsbild welches sich nicht zu 100 % einem Beruf(sbegriff) zuordnen lässt (und das trifft für fast alle zu) bedarf es einer genauen Tätigkeitsbeschreibung. Dann erklärt der Versicherer, in welche Riskogruppe man eingeordnet wird. Und da wird nicht mal so eben der nächste im Alphabet hergenommen.

Ich denke nicht dass es im Leistungsfall dazu kommen würde das überhaupt nicht gezahlt wird, aber willst Du das ausprobieren ?

Tatsache ist, es könnte ggf. als arglistige Täuschung ausgelegt werden, und alleine dieses Risiko ist unvertretbar.

Wie gesagt, das Ganze spricht absolut nicht für die Berufseinstellung Deines Kumpels. Du solltest Dir unbedingt auch von einem unabhängigen Makler beraten lassen der bei einer so wichtigen Absicherung sehr gewissenhaft und detailliert vorgeht. Dann erhälst Du ggf. auch, nach Auswertung aller Kriterien, mehrere Angebote die es zu vergleichen gilt.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Ich stimme Dir bei Deiner Argumentation hundert Prozent zu.... Abgesehen davon das es nun unbedingt ein Makler sein muß. Ich bin in der Ausschließlichkeit und habe für viele Berufe ein vorbildliches Preis / Leistungsverhältnis. Wichtiger als der letzte Euro ist Kompetenz und Vertrauen sowie Produkte zu einem annehmbaren Preis.

Kommentar von DolphinPB ,

Das sehe ich bei einer BU anders. Da geht es um so viele verschiedene Bedingungen dass ein von vorne herein feststehendes Produkt ganz selten und eher zufällig optimal ist.

Kommentar von Apolon ,

@DolphinPB,

tja, deine Antwort war fast richtig.

Aber solche fehlerhaften Beratungen, bringen auch Versicherungsmakler fertig.

Gruß N.U.

Kommentar von schleudermaxe ,

.... und Versicherungsfachfrauen und -männer ebenso.

Kommentar von DolphinPB ,

Versicherungsfachmann ist eine Ausbildung / Qualifikation die überhaupt nichts überd en Vermittlerstatus aussagt und den man i.d.R. eher in der Ausschliesslichkeit findet (weil sie ursprünglich vom BWV stammt).

Kommentar von DolphinPB ,

Stimmt

Kommentar von MoechteAWissen ,

 @ Norbert

Was soll an DolphinPB ´s 
Antwort falsch sein?

@RudiRatlos67

Ein Einfirmenvertreter kann niemals ein starkes Preisleistungsverhältnis
anbieten.

Er kann vielmehr nur das anbieten, was er in der Tasche hat. Und das ist nun mal, nur 1 PRODUKT!

;)

Antwort
von kevin1905, 38

Der soll lieber erstmal eine anonyme Vorabanfrage starten und von seiner HV eine verbindliche Antwort auf die Frage, welcher Beruf stattdessen zu nehmen sei.

Krieg schon wieder Brechreiz...

Expertenantwort
von siola55, Community-Experte für Versicherung, 16

Hey DvanDijk, Vorsicht bitte - da will jemand schnell große Kohle mit dir machen! Ich rate dir deshalb, unbedingt zu einem Versich.maklerbüro in deiner Nähe zu gehen und dich kostenlos über verschiedene Angebote zu informieren und vor allem von verschiedenen Gesellschaften dir Angebote geben zu lassen! Dein Kumpel kann dir da nur bedingt weiterhelfen als Ausschließlichkeitsvertreter / Einfirmenvertreter...

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

Antwort
von constein, 23

Hall, den günstigste Anbieter für seinen Beruf finden ist oft nicht so schnell realisierbar, besonders bei deinem Beruf. Dafür gibt es Formulare der Anbieter, wo das  Tätigkeitsbild und Ausbildung usw. abgefragt werden. In einem Tag gibt da schon eine Antwort. Um ganz sicher zu gehen kannst du auch auf dem Antrag unter Berufsbezeichnung auch eine Kurzform deine Tätigkeitbeschreibung zufügen. Spätestens in Antragsabteilung wird dann eine Prüfung erfolgen. Damit sollte dfas Problem erledigt sein.( Natürlich die Antragsunterlagen immer aufbewahren) Es kann wichtig sein mehrer Anbebote zu vergleichen, denn auch  die Bdingungen und Leistungsaussagen sind nicht gleich. Besonders, wenn mal eine Selbständigkeit angestrebt wird. Finanz- und Versicherungsmakler sollten eine gute Adresse sein für eine unabhängige Beratung. Gruss constein

Kommentar von constein ,

Hallo, hatte o vergessen!

Antwort
von Apolon, 31

@DvanDijk,

deine Berufsbezeichnung hört sich an, als wenn du im öffentlichen Dienst beschäftigt bist.

Dann solltest du darauf achten, dass der Vertrag bei Wechsel in den Beamtenstatus (was ja möglich wäre) gleichzeitig eine Dienstunfähigkeitsabsicherung enthält.

Außerdem bei Leistung der Zusatzversorgungskasse keine weitere Arztuntersuchung zur Prüfung der Berufsunfähigkeit  mehr erforderlich ist und die BU-Rente automatisch gezahlt wird.

Und ja, die Berufsbezeichnung sollte richtig gewählt werden. Wenn das Programm/Antrag dies nicht hergibt, sollte man den tatsächlichen Beruf unter ergänzenden Informationen - in den Antrag reinschreiben.

Antwort
von schleudermaxe, 27

Das verstehe ich nicht.

Mit Angabe Student sind die Beiträge doch sogar günstiger und ein späterer Abschluß bleibt komplett unberücksichtigt, so jedenfalls bei mir.

Kommentar von constein ,

"Das verstehe ich nicht"

Es gibt unterschiedliche Studententarife bei den Anbietern. Es kommt oft auf den Studiengang an. Versicherer die nur Student versichern mit Übernahme bei Beruf sind oft teuerer, da dann z.B die Einstufung wie Bürofachkraft verwendet wird. Es gibt viele Möglichkeiten, wichtig ist nur das auch die Tätigkeit Student versichert ist.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Mit Angabe Student sind die Beiträge doch sogar günstiger und ein
späterer Abschluß bleibt komplett unberücksichtigt, so jedenfalls bei
mir.

Es gibt meistens vier Berufsgruppen:

A = rein kaufmännische Berufe mit wenig Verantwortung (geringes psychisches / physisches Risiko)
B = Berufe mit überwiegend Kaufmännischer Tätigkeit oder verantwortungsvollen Tätigkeiten
C = ungefährliche Handwerke mit wenig Risiko zu Berufskrankheiten (hier werden meist auch Schüler u. Stundenten verswichert da man nie weiß welchen Beruf sie später mal ausüben werden)
D = Berufe mit hohem Risiko entweder/und/oder gefährlichen Handwerklichen Tätigkeiten / Berufskrankheiten

Darüber hinaus gehen einige Anbieter dazu über auch noch Tarife in A+ / A++ / A+++ sowie D- / D-- oder E bzw. E und F anzubieten.

Die meisten Berufe befinden sich in den Tarifen C oder schlechter. Bedeutet dass ein Schüler / Student nicht unbedingt in einem günstigen Tarif landet.

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