Frage von patricia96,

Berufsunfähig?

Wer oder was ( welches Amt oder welche Institution) stellt fest oder legt fest ob jemand berufsunfähig ist? z.B. nach einem Unfall, oder jemand hat Krebs? Dann muss doch eine Einstufung erfolgen zu wieviel % der Mensch berufsunfähig ist. Wer macht so etwas? Vielen Dank! VG

Hilfreichste Antwort von Grolltroll,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Moin und hallo - das machen meißt die Gesundheitsämter mit dem dortigen Amtsarzt oder die Kreisgesundheitsämter, wenn Du außerhalb einer Großstadt wohnst. Eine Einstufung hingegen wird beim Versorgungsamt vorgenommen - auch dort ist dann ein Arzt, der alle Krankenunterlagen sichtet und dann nach Aktenlage und der Patientensichtung vor Ort die Einstufung vornimmt. Geht es um eine Rente, werden dann auch die Ergebnisse der Ärzte der Gesundheitsämter mit benutzt und zur Bewertung berücksichtigt. Beste Grüße und frohes Fest - der Grolltroll

Kommentar von patricia96,

Danke - sorry, das ich noch mal nachfrage, aber das Versorgungsamt und das Gesundheitsamt haben doch keinerlei Unterlagen von mir und eigentlich nichts mit mir zu tun wenn ich Anspruch aus einer z.B. Unfallversicherung habe?

Kommentar von Grolltroll,

nun, ja - das kommt da drauf an, was Du möchtest - wenn Du % haben möchtest, dann geht das nur über das Versorgungsamt und die fordern dann die Unterlagen ein - wenn Du zusätzlich Anspruch auf eine UV hast - bist Du evtl. etwas glücklicher dran, als andere Menschen mit einer Behinderung oder Krankheit - denn dann wirst Du verutlich gut Dein Geld bekommen - egal ob als Monatsversorgung oder Unfallrente - aber die % stellt dann trotzderm das V-Amt fest und die Unterlagen des V-Amtes werden dann widerum von der UV eingelesen, bewertet und dann zur Ausschüttung der Geldsumme die Du dann ja evtl. bekommst ,oder die Dir zusteht - benutzt. Ich wünsche Dir viel Glück dabei und lass Dir unbedingt von einem Rechtsanwalt dabei helfen bzw., Dich dabei unterstützen, denn es wird eine Papier und Anfragenflut auf Dich zukommen (meine Erfahrung) - ein Anwalt für Unfallrecht, bzw Unfall- und Sozialrecht wäre dann der Richtige für Dich - Frohes Fest - der Grolltroll

Antwort von rayondesoleil,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Liebe(r) patricia96,

das wird alles über den Rentenversicherungsträger geregelt.

Viele Grüsse

Kommentar von patricia96,

ja, in der Regel schon, aber wenn ich z.B. einen Unfall habe und habe ggf. Anspruch auf eine kleine Rente aus einer Versicherung wegen Berufsunfähigkeit - wer macht es dann?

Kommentar von rayondesoleil,

Sie meinen eine private BU-Rente? Da müssten Sie mal in den Vertragsunterlagen nachsehen, was da steht.

.

Vielleicht hilft Ihnen dieser Link bezüglich BM-Rente weiter. Dort sind alle Leistungen der Rentenversicherung, sowie die Bedingungen für den Bezug genannt:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Leistungen/emrentennode.html

.

Die Versorgungsämter haben mit der Feststellung der Erwerbsminderung übrigens nichts zu tun. Dort wird lediglich der Grad einer Schwerbehinderung festgelegt.

Antwort von DerHans,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn der Proband eine BU-Versicherung hat, stellt ein Arztgutachten den Grand der BU fest. Gesetzlich gibt es den Status "berufsunfähig" gar nicht mehr. Da kann man nur eine Erwerbsminderungsrente bekommen. Diese stellt nicht auf den Beruf ab, sondern es wird lediglich die Arbeitsfähigkeit insgesamt bewertet. Nach einem Unfall wird der Grad der Erwerbsmiderung ebenfalls von einem Arzt festgestellt. Meistens im Auftrag der BG

Antwort von MichaelSelm,

Unter welchen Umständen kann Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente gewährt werden?

Hinsichtlich der Frage, ob Berufs-, oder Erwerbsunfähigkeit gewährt wird, kommt es nicht darauf an, ob entsprechende Arbeitsplätze auf dem Arbeitmarkt vorhanden sind. Es kommt lediglich darauf an, ob aus medizinischer Sicht gesehen noch eine (Rest-)Erwerbsfähigkeit theoretisch vorhanden ist.

Es gibt also keinen Berufsschutz in dem Sinne, dass Rente gewährt wird, weil der zuletzt ausgeübte Beruf gesundheitsbedingt nicht mehr verrichtet werden kann. Auch ist es vollkommen unbeachtlich, ob man auf Dauer für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit krankgeschrieben ist.

Wann liegt Berufsfähigkeit vor?

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die Berufsfähigkeit des Versicherten krankheitsbedingt auf weniger als die Hälfte der vollen Berufsfähigkeit eines gesunden Angehörigen seiner Berufsgruppe herabgesunken ist. (Berufsgruppe ist hier allgemein zu sehen, es ist hiermit nicht der zuletzt konkret ausgeübte Beruf gemeint)

Berufsunfähig ist jemand, dem eine Erwerbstätigkeit in seinem bisherigen oder einen Verweisungsberuf aufgrund seiner gesundheitlichen Situation nicht mehr zugemutet werden kann. Zumutbar ist dabei eine Verweisungstätigkeit in die jeweils nächstniedrige Stufe (von insgesamt vier Stufen) in einer Staffel von Berufen der jeweiligen Berufsgruppe.

Wann liegt Erwerbsunfähigkeit vor?

Erwerbsunfähig ist jemand, der aufgrund Krankheit zeitlich unabsehbar keine, oder nur noch geringe Einkünfte (bis 1/7 der monatlichen Bezugsgröße § 18 SGB V, 1997 DM 610,--) aus Erwerbstätigkeit erzielen kann Übt jemand eine selbständige Tätigkeit aus, selbst, wenn dies auf Kosten seiner Gesundheit geschieht und/ oder er nur geringfügige, ja sogar nahezu unbedeutende Einkünfte erzielt, wird unwiderlegbar vermutet, dass keine Erwerbsunfähigkeit vorliegt. Es wird daher vor Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit gewarnt, da diese zunächst zum Verlust der Rente führen kann.

Erwerbsunfähigkeit ist danach zu beurteilen, ob der Versicherte auf dem allgemeinen Arbeitsfeld, ohne Begrenzung auf zumutbare Tätigkeit wie bei der Berufsunfähigkeit, noch entsprechende Tätigkeiten verrichten, bzw. Arbeitseinkommen erzielen kann.

Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Arbeitsunfähigkeit. Auch längere Arbeitsunfähigkeitszeiten beweisen noch nicht das Vorliegen von Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit. Auch der sogenannte Grad der Behinderung nach dem Schwerbehindertengesetz ist keine Feststellung für das Vorliegen von Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit, allenfalls ein Indiz.

Welche Umstände müssen erfüllt sein, um Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrente beantragen zu können?

Liegt Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vor, ist Anspruch auf Rente gegeben wenn in der Vergangenheit ausreichende Rentenversicherungsbeiträge erbracht worden sind. Die Forderung gilt als erfüllt, wenn der Patient sechzig Kalendermonate versichert war und in den letzten fünf Jahren mindestens sechsunddreißig Beiträge als Pflichtversicherter entrichtet hat.

Ein Rentenanspruch kann auch bestehen, wenn der Patient nach ärztlichem Dafürhalten nur noch Teilzeitarbeit ausführen kann, ein solcher Arbeitsplatz jedoch nicht verfügbar ist. Die Höhe der Rente richtet sich nach Höhe und Zeitraum der eingezahlten Beiträge.

Die Berufsunfähigkeitsrente ist etwa ein Drittel niedriger als die Erwerbsunfähigkeitsrente und soll nur die Lohneinbußen ausgleichen, die durch Minderung der Erwerbstätigkeit eingetreten sind.

In welchem Maße ist ein Hinzuverdienst zu Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrente möglich?

Bezieher einer Berufsunfähigkeitsrente können rentenunschädlich bis zu weniger als die Hälfte ihres früheren Verdienstes hinzuverdienen. Beziehern einer Erwerbsunfähigkeitsrente können rentenunschädlich nur bis 1/7 der Bezugsgröße hinzuverdienen. Verdienste über der Geringfügigkeitsgrenze sind sozialversicherungspflichtig.

Wie geht man bei Ablehnung eines Rentenantrages vor?

Widerspruch: Wird eine beantragte Leistung nicht gewährt, kann bei der Behörde, die den Antrag ablehnt, Widerspruch eingelegt werden. Hierzu genügt ein einfacher schriftlicher Widerspruch aus dem hervorgeht, gegen welche Entscheidung Widerspruch einlegt wird und dass man Widerspruch einlegt. Eine Begründung ist nicht erforderlich, sollte aber zweckmäßigerweise erfolgen.

Die Frist zur Einlegung des Widerspruch und ggf. einer Klage beträgt jeweils ein Monat nach Zustellung des entsprechenden Bescheides (maßgeblich ist nicht der Zeitpunkt der Entgegennahme, z.B. bei Niederlegung, sondern der Zeitpunkt des Zustellungsversuches).

Aus Nachweisgründen sollte man sich den Eingang bestätigen lassen.

Klage: Wird auch der Widerspruch negativ beschieden, kann danach Klage beim zuständigen Gericht erhoben werden. Bei Leistungen der Krankenkasse und der Rentenversicherung ist die Klage beim Sozialgericht, bei Leistungen des Sozialamtes beim Verwaltungsgericht einzureichen.

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen zusammengestellt, sind aber ohne Gewähr

Antwort von Pifendeckel,

Hi,

welche Berufsgenossenschaft für dich in Frage kommt erfährst du bei deinem Arbeitgeber.Normalerweise meldet das dein Arzt deiner BG wenn das ein Arbeitsunfall oder Berufserkrankung ist.Aber tritt auch selbst in Aktion wenn du denkst die kämen in Frage(BG).Ich weiß aus Erfahrung wenn man sich nicht selber kümmert passiert auch nichts.

MfG Sophia

Antwort von Karl10,

das entscheidet derjenige, der ein Interesse am Ergebnis hat, z.B. die Rentenversicherung. Wenn Du nen Antrag auf Rente wg. Berufsunfähigkeit stellst, wird Dich die Versicherung schon irgendwo hinschicken. In der Regel ist das ein Arzt (=Gutachter). Bist Du aber schon lange in Behandlung, wird es der Versicherung ausreichen, wenn die Einblick in die beim Arzt liegenden Unterlagen nehmen.

Antwort von kummi666,

erst zum amt - dann zum amtsarzt - danach zum arzt der rentenversicherungsträger lva/bka^^

PS Oder ??? (Kommis pls^^)
Antwort von guinan,

Amtsarzt, Ärzte des Arbeitsamtes, dort wo du Schwerbehindetenausweise beantragst usw

Kommentar von patricia96,

schwerbeschädigung hat nichts mit berufsunfähigkeit zu tun!

Kommentar von guinan,

Neee, aber da waren auch nach Prozenten gefragt, also Einschränkungen

Antwort von Blubber9,

Nach einem Arbeitsunfall -> Berufsgenossenschaft.
Und sonst werden das auch gleichwertige "Institute" machen, im Notfall der Arzt/Krankenhaus/Reha.

Kommentar von patricia96,

ja, aber wer und welche?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community