Frage von MissChummy, 103

Berufstätige vs. Mamies?

Sind frischgebackene Mamis einer größeren Belastung ausgesetzt als die in VZ beschäftigte verheiratete Berufstätige ohne Kinder die einen neuen, durchschnittlich-stressigen Job mit einem weiten Arbeitsweg (2,5 Std./Tag) ausüben und ihren Haushalt genauso selbst übernehmen müssen?

Hilfreich wären Antworten von Menschen, die beides kennen (nicht unbedingt parallel). 

Antwort
von NameInUse, 39

Wie ich das hasse!!! Die Mamis liegen ja nur faul rum und die armen beruftätigen Frauen oder wie? Oder die sich selbstverwirklichende Karrierefrau, die von den Kindern der Mami leben wird, die dafür aber eine kleinere Rente bekommt? Warum, warum lassen sich Frauen!!! immer wieder darauf ein, dass sie gegeneinander ausgespielt werden? Warum sollen/müssen sich Frauen rechtfertigen/entschuldigen für das von ihnen (manchmal niciht freiwillig) gewählte Lebensmodell? Warum müssen hier einige so stark betonen, dass sie trotz Kind voll arbeiten?

Aus eigener Erfahrung: Beide Lebensmodelle lassen sich in keiner Weise miteinander vergleichen oder gegeneinander aufrechnen, allerdings ist man Mami 24/7/365

Kommentar von MissChummy ,

Es regt mich ebenfalls auf, dass die beiden Gruppen sich andauernd vergleichen.

Deine Antwort auf meine Frage lautet also: Nein. Weder die eine noch die andere Gruppe ist besser oder schlechter gestellt, weil man sie nicht vergleichen kann.

Hab ich das richtig aufgefasst?

Es geht bei mir an sich eher in die andere Richtung. Mami zu sein ist eine ehrenvolle und verantwortungsvolle Aufgabe. Das will ich keinesfalls abstreiten.

Aber berufstätig zu sein und nebenbei den Haushalt zu schmeißen ist ebenfalls nicht einfach.

(Mami zu sein, die 24 Std., die fast alle erwähnt haben, beinhalten ja bereits den Haushalt und das Kochen für die Familie). Man kümmert sich ja um das Kind indem man einkauft, Essen kocht, wäscht, bügelt usw. plus natürlich die persönlichen Bedürfnisse des Kindes.

Für Berufstätige ist der Haushalt ein ganz separater zweiter Job.

Aber es ist doch so: jeder trifft die Entscheidung, welche Rolle er im gewissen Lebensabschnitt übernimmt doch meist eigenständig und ganz freiwillig. Ich finde, keine der beiden Personengruppen sollte sich über die andere stellen. Man kann es, wie du sagst, offensichtlich nicht vergleichen. 

Was mich stört ist, dass zum aktuellen Zeitpunkt eine Mutter (definitiv nicht alle Mütter sind so) aus meinem Freundeskreis, die bislang nur Aushilfsjobs gemacht hat, der Meinung ist, sie verdiene mehr Rücksichtnahme und Verständnis und dass man sich stets an IHRE Umstände anpassen MUSS, weil sie (nicht berufstätig und mit Ehemann an der Seite) ein Kind erzieht. Sie setzt es leider direkt voraus, dass man als Dritte Person zuerst ihre Bedürfnisse berücksichtigt und dann vielleicht noch die eigenen. 

Solch eine Grundeinstellung ist meiner Meinung nach, unerheblich von welcher Personengruppe sie ausgeht, schlichtweg arrogant. 

Man muss schon vermutlich beides gut kennen um dem ganzen überhaupt eine Wertung geben zu können.

Solange ich beide Rollen noch nicht kenne, bleibe ich bei meiner  Einstellung, dass beide Rollen gleich viel Kraft- und Aufwand an Emotionen benötigen und genauso gleich behandelt und belohnt werden müssen. Mit Verständnis, Respekt,Anerkennung und Rücksichtnahme. 

Kommentar von Robert7194 ,

ja aber in einem möchte ich dir widersprechen: Haushalt ist kein Job, JEDER muss den Haushalt machen, und wenn er dem nicht nachgeht, sieht es eben nicht top in der Wohnung oder in dem Haus aus - muss es auch nicht ! Wenn mir jetzt eine verdammte Mutter sagen will, sie hätte soviel im Haushalt zutun und blablabla, dann ist sie selbst Schuld ! Sie kann sich frei einteilen was wann und überhaupt erledigt wird und vor allem hat sie noch einen verdammten Mann !

Kommentar von Ela33333 ,

also, ich bin überzeugte "Daheimbleib-Mama" und mache alles was damit zusammen hängt von Herzen gerne 😍 ich war viele Jahre Vollzeit berufstätig und kenne somit beide Seiten. In einem Punkt muss ich dich leider korrigieren : Haushalt und Kinderbetreuung geht mit einem Kleinkind definitiv nicht parallel.... Ich kann z.B. auf keinen Fall bügeln, oder mit Putzmitteln hantieren, Fenster putzen, etc... wenn meine Kleine wach ist. Also mache ich das alles abends, genauso wie vollzeit Berufstätige. Einkaufen mit Kleinkind ist auch nicht immer spaßig , somit erledigt man das dann freiwillig ebenfalls am Abend. So gesehen habe ich also auch den Haushalt als "zweiten Job", kann aber keine entspannte Kaffeepause oder Mittagspause tagsüber machen, mein Mann und ich haben keinen erholsamen Urlaub, kein freies Wochenende.... nachts ist dann "Bereitschaftsdienst", wenn die Kleine gerade mal wieder zahnt, fiebert etc.... Wir schlafen also sehr oft wenig, Kind ist aber um 5:30 wach... 😉 ja, so ist das Mami- Leben 😊 Aber da ich auch weiß , wie es ist Vollzeit zu arbeiten, kann ich dir sagen: Es ist beides sehr anstrengend, aber als Mutter arbeite ich ja für mein eigenes "Familienunternehmen", investiere quasi 100% in den eigenen Betrieb 😇 Ich vermute deine Bekannte verhält sich deshalb so fordernd, da sie nur ihre Sichtweise kennt und nie Vollzeit gearbeitet hat. Du muss ihr bestimmt nicht in jedem Punkt entgegen kommen, v.a. wenn du merkst, dass sie die Kinder nur als Begründung "vorschiebt" 😉

Kommentar von Robert7194 ,

pass auf, dass du noch genug Rente bekommst 

Antwort
von Caila, 22

Wieder diese leidliche Thema. Traurig das Mütter immer wieder betonen müßen das sie ja noch arbeiten gehen.

Ich persöhnlich finde einen durchschnittlich-stressigen Job mit weitem Arbeitsweg weniger belastend als Mutter zu sein.

Der Vorteil einen Job aber keine Kinder zu haben ist du hast Feierabend, du hast Feiertage, Urlaub , Wochenende. 

Wenn du krank bist kannst du dich daheim in RUhe auskurieren

Als Mutter gibt es sowas nicht.  DU stehst 24 Stunden auf Abruf bereit. Egal ob du krank bist oder dergleichen.

Mütter die es schaffen Arbeit, Kinder und Haushalt zu packen OHNE das sie sich überbelastet fühlen oder die Kinder zu kurz kommen.....ich bezweifel das das wirklich machbar ist aber gut

Ich finde es nur schlimm das Mütter die Zuhause bleiben und sich vollzeit um Kind und Haushalt kümmern gleich als weniger gut angesehen werden.

Als ob Kind und Haushalt ja mal nebenbei machbar ist. Als ob das keineswegs anstrengend wäre. Und Frau trotz Kinder den Haushalt immer blitzblank haben muß.  Sie hat ja den ganzen Tag nichts zu tun richtig?

Kommentar von MissChummy ,

Ja, das ist ein gutes Argument. Ich hab nicht daran gedacht, dass man als Berufstätige Urlaub und dergleichen hat, die Mütter nicht beanspruchen können. 

Meine Frage war ganz unvoreingenommen. Ich habe mir lediglich eine objektive und ehrliche Meinung von Personen gewünscht, die bereits mit beidem eine Erfahrung gemacht haben.

In meiner persönlichen Situation gibt mir eine Mami (nie in VZ tätig gewesen) aus dem Freundeskreis leider deutlich zu verstehen, dass es für eine Frau nichts auf der Welt schwierigeres gibt, als Mutter zu sein. Sie betont immer wieder, dass sie im Gegensatz zu mir "besondere Lebensumstände" hat und ich dafür jederzeit Verständniss haben müsse. Sie setzt auch leider voraus, dass ich mich jederzeit an ihre Umstände anpassen muss. (man kann ja darum bitten, ich tue dann mein bestes um ihr den Wunsch zu erfüllen). Voraussetzen finde ich ziemlich arrogant. 

Was ich mir wünsche, ist einfach ein wenig Verständniss dafür, dass mein Leben als voll Berufstätige ebenfalls anstrengend und stressig ist auch wenn ich zurzeit noch kein Kind habe.

Kommentar von Caila ,

Ok sowas habe ich noch nie erlebt, aber geht  mal gar nicht.

 Das würde ich der guten Dame auch mal deutlich verstehen zu geben. 


Verständnis sollte man nicht nur erwarten sondern auch geben.  Und genauso wie man sich an Umstände die ein Kind mit sich bringt muß man sich an die Umstände die Vollzeit-Arbeit mit sich bringt anpassen.



Antwort
von EinGast99, 14

Das kann man nicht wirklich vergleichen. Gerade der Streß einer Mutter hängt stark vom Alter des Kindes etc. ab.

Ich war und werde nach meiner Elternzeit Vollzeit arbeiten. Ich habe auch schon 1 Jahr einen etwas weiteren Arbeitsweg von einfache Strecke 90 km gehabt (mit Auto über Autobahn eine gute Stunde Fahrt).

Im Moment bin ich mit meinem Schatz zu Hause.

Gerade in der Stillzeit bei uns bis zur 52 Lebenswoche finde ich es streßiger. Immerhin kann der kleine Wurm nicht ohne Mama. Am Anfang ist es ein 24 h Job .... und auch jetzt ohne Stillen ist man in einer 24 h Rufbereitschaft ;-) Vom Aufstehen meist gegen halb sechs bis zur Bettgehzeit abends um 20 Uhr ist man für das Baby da und muss funktionieren und 100 % geben. Und auch nachts kann es schonmal sein, dass man stündlich aufsteht weil was ist (Schnuller fehlt, man liegt falsch im Bett ...)

Dies kenne ich aus dem Job nicht. Auch bei 8 Stunden Arbeit, vielleicht auch mal Überstunden und die Fahrerei - man konnte wenn man zu Hause war auch mal ne Stunde oder so ausspannen. Das geht im Mom. nicht wirklich. Wenn Baby im Bett, dann wird Post gemacht oder Emails gelesen, Haushalt das notwendigste gemacht .... dann noch 10 min. ausspannen auf der Couch und dann ist der Tag vorbei ....

Aber man kann es nicht vergleichen .... als Mutter macht man es fürs geliebte Kind und da kommt man auch nur mit drei Stunden Schlaf aus und hat eben auch viele schöne Momente ....


Aber ich freue mich auch wieder arbeiten zu gehen. Immerhin hab ich dann auch mal wieder Andere um mich und kann über mehr als das Kind reden. Und ja auch das Geld ist wichtig ... ohne dies können wir langfristig nicht leben!

Antwort
von JuliaHutarm, 21

Hey,

Ich habe einen VZ-Job als Führungskraft (und Bereitschaft) mit Pendelei von 75km und gerade zum zweiten Mal Elternzeit. 

Ich  arbeite nicht wegen des Geldes, sondern wegen mir (eigenes Geld, Bestätigung außerhalb der Familie, man hat außer der Kinderthema etwas zu erzählen.

In meiner Elternzeit gibt es Tage, die entspannter als Arbeiten sind und Tage, die andersrum sind. Der größte Stressfaktorist mMn die 24h Zuständigkeit/Aufmerksamkeit - besonders bei Kleinen. Ich freue mich schon sehr aufs Arbeiten, musste aber auch einsehen, dass Pendeln, zwei Kinder und VZ nicht möglich ist.

VG

Antwort
von kindgottes92, 33

Hängt vom Kind ab. Würde aber sagen, bei den meisten neugeborenen ist das anstrengender als mit 2,5h Job. Ist nämlich ein 24h Job plus Haushalt.

Antwort
von Denise1993i, 48

Ich denke auch das es sich die Waage hält, allerdings stell ich mir immer vor, dass wenn ich vollzeit mami und hausmutter wäre, ich diese Arbeit (sich um das Kind kümmern, Haushalt etc.) lieber tun würde als in einem normalen Job zu arbeiten. Du machst es eben für dein eigenenes Kind und deine Familie. Deswegen würde ich sagen es ist genauso anstrengend aber eben auf eine schönere Art und Weise

Kommentar von Seanna ,

Dann hast du vermutlich einen Job, den du nur fürs Geld machst... das ist nicht bei allen so.

Kommentar von Denise1993i ,

Nein ich hab geschrieben dass ich es mir so vorstell bei mir selbst. ICH würde einfach lieber Zeit und Nerven in meine eigene Familie und mein eigenes Kind stecken als zB in meinen Chef. Es gibt aber auch Berufe wie zB Mediziner, Psychater, Sozialarbeiter etc. bei solchen könnte ich persönlich es akzeptieren wenn sich die Interessen Beruf und Familie die Waage halten würden.

Antwort
von silberwind58, 42

Ich denke ,das hält sich die Waage! Du bist voll ausgelastet,Du musst auf Zeit arbeiten,schliesslich will Dein Kleines auch alle zwei Std essen!Du musst voll da sein,trägst Verantwortung! Ich war aber auch mit einem behinderten Kind Vollzeit berufstätig! 

Antwort
von beangato, 41

Sind frischgebackene Mamis einer größeren Belastung ausgesetzt

Nein - meiner Meinung nach.

Ich war mit 3 Kindern als Alleinerziehende Vollzeit berufstätig.

Antwort
von MelHan, 24

Ich denke beide sind auf ihre Art stressig, kann man so nicht vergleichen.

Als Mutter hat man oft Tage, wo man nicht einmal in Ruhe auf dem Klo sitzen kann oder mehr als 3 Minuten mit duschen verbringen darf.

In der Arbeitswelt hat man seine Pausen und Auszeiten, wird aber vom Kopf her viel mehr gefordert.

Antwort
von diePest, 40

Da gibt es keine pauschal richtige Antwort .. aber .. Mutter ist man eben 24 Stunden am Tag .. und man hat eine Verantwortung nicht mehr nur für sein Leben, sondern auch für ein anderes. 

Stress kann man sich überall machen .. oder ..man kann gegen ihn ankämpfen .. aber nun sagen eine Mutter oder eine berufstätige Frau ist "besser" als die andere, hat mehr auszustehen etc. .. das geht nicht. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten