Frage von DerChacker, 76

Berufsmägöichkeiten in der freien Wirtschaft für Physiker und Mathematiker?

Ich befasse mich gerne mit dem Thema studieren. Bis vor kurzem dachte ich, dass Mathematiker oder Physiker nur in der Forschung und Lehre vorankämen, aber einige befreundete Lehrer meinten die hätten derzeit die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Wieso? Klar, Finanz und Versicherungsbranche leuchtet noch ein, aber angenommen ein Master Mathematiker schreibt jetzt ne blindbewerbung an irgendein größeres Unternehmen, wie würden die den einsetzen?

Angeblich sollen Großbanken -und industrielle so CIA mäßig in die Vorlesungen kommen, vorher mit den Proffs quatschen wer die Überflieger sind und dann direkt abwerben...

Mal ehrlich, stimmt das?

Antwort
von Rubezahl2000, 32

Risikomanagement ist da z.B. ein ganz großes Thema mit stark steigendem Bedarf an Mathematikern, da die Auflagen der Aufsichtsbehörden an die Unternehmen immer weiter steigen.

Bin selbst Mathematiker und bekomme öfters mal Anrufe von Headhuntern, die versuchen Mathematiker abzuwerben ;-)

Und z.B. bei Jobmessen an den Uni's ist unsere Personalabteilung immer präsent, um "gute" Mathe-Studenten für unser Unternehmen zu interessieren.

Kommentar von DerChacker ,

"Gute"?

Kommentar von Rubezahl2000 ,

Nun ja, diejenigen, die den Ansprüchen unserer Personalabteilung genügen:
• (sehr) gute Noten
• (sehr) gute Englisch-Kenntnisse
• Praktikums-Erfahrungen
• Team-Fähigkeit
• ...

Antwort
von thetee99, 34

Ein Bekannter von mir macht gerade seinen Dr. in Physik und er hatte erzählt, dass bereits nach seinem Bachelor-Abschluss die Unternehmen (nicht "CIA-mäßig", sondern ganz offen), quasi vor der Uni anwerben wollten mit Einstiegsgehältern von bis zu 40k jährlich. Welche Branchen das genau waren weiß ich leider nicht, ich glaube Umwelttechnik, Energie usw.

Da Mathematik ohnehin eher eine Hilfswissenschaft ist und erst in Kombination mit einem konkreten Themengebiet auch anwendbaren Sinn ergibt (theorethische Mathematik ist bestimmt fürs Rechnen schön, bringt aber keinem was...), bist du damit ohnehin flexibel einsetzbar.

Kommentar von DerChacker ,

An welcher Uni promoviert dein Bekannter denn, bzw an welcher hat er seinen Bachelor

Kommentar von thetee99 ,

Das war und ist in Hessen. Kann sein das es natürlich auch regionale Abhängigkeiten gibt, wie schnell man Jobangeboten bekommt oder abgeworben wird, oder wie namenhaft die Uni ist... in dem Fall wohl eine ganz normale TU.

Antwort
von Schilduin, 42

Im Zweifel werden die Unternehmensberater, hat zwar nichts direkt mit Mathe zu tun, ist aber ein Beruf bei dem einen die abstrakte Denkweise zugute kommt.

Antwort
von rotreginak02, 21

Besonders Mathematiker werden in den Bereichen gern eingesetzt, bei denen analytisches Denken vorausgesetzt wird. So zum Beispiel im Risk oder Treasory Management.

Wenn sie noch eine Affinität zu IT haben, dann auch gerne als Projektplaner/-leiter von Groß konzernen in der IT.

Antwort
von Kitharea, 25

Nachdem Mathematiker immer seltener werden und Mathematik aber in jeder Branche unabdingbar gebraucht wird, denke ich nicht dass man diesbezüglich Probleme haben wird einen Job zu finden.
Das mit dem Abwerben ist bei jedem Studium so - besonders gute Leute dort nach Silicon Valley pp. abkommandiert wenn sie sich abwerben lassen. Ob das die CIA macht weiß ich nicht, aber ich kenne definitiv Fälle, wo Leute abgeworben wurden in andere Länder.

Antwort
von GedankenGruetze, 44

Also das mit dem Abwerben kann sein, darauf würde ich mich aber nicht verlassen. Hab ich auch schon in anderen Studiengängen erlebt.

Prinzipiell ist es halt so, dass du überall da eine Chance hast, wo es um Mathematik im weitesten Sinne geht. Warum? Weil viele andere Wissenschaften (Informatik, E-Technik, Wirtschaft, etc.) teilweise aus Mathematik bestehen. Besonders, wenn du dich während dem Studium darum bemühst in andere Bereiche Zugang zu haben, dann kann es später durchaus sein, dass Unternehmen das sehr interessant finden, da man von einem Mathematiker/Physiker einfach ausgeht, dass er auf dem Gebiet einfach fitter ist und somit eine gewisse Tiefe im Wissensstand mitbringt, die anderen womöglich verborgen bleibt.

Ohnehin ist es ein Trugschluss, dass man mit einem Studium nur das machen kann, was man letztlich studiert hat. Gibt viele Mathematiker oder andere Wissenschaftler, die beispw. auch im HR eingesetzt werden. Also nur als Beispiel.

Kommentar von DerChacker ,

HR heißt was?

Kommentar von GedankenGruetze ,

Human Resources. Sprich in der Rekrutierung von Personal.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community