Frage von julianmx, 52

Berufsentscheidung und welche Bezahlung?

Ich wollte schon immer Polizist werden , doch es wird immer wieder gesagt das der Verdienst relativ schlecht ist... Ich gehe aufs Gymnasium und von den Noten her 2 en . Mir gefällt auch Notarzt sehr aber beim Arzt braucht man ja wiederum sehr gute Noten.Habt ihr Tipps welche Berufe in die gleiche Richtung gehen aber besser bezahlt werden ? Bzw welche Abteilung bei der Polizei oder beim Arzt?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dommie1306, Community-Experte für Polizei, 29

Grüß dich,

ich  kann nur von dem Blickwinkel der Polizei sprechen:

Ich denke nicht, dass wir schlecht bezahlt werden. Klar kann man in der freien Wirtschaft reicher werden - aber das muss man erst mal schaffen:)

Leider hast du dein für dich zutreffendes Bundesland nicht in deiner Frage ausgeführt, daher kann ich dir nur mal exemplarisch Bayern nennen. Gehen wir davon aus, dass du nach dem Abitur mit ~18/19 zur Polizei im mittleren Dienst (QE2) beginnst.

Nach 2 1/2 Jahren bist du Polizeimeister und genießt bei Steuerklasse 4 ohne Kinder ein Nettogehalt von ca. 1800 Euro, zusätzlich ~250 € Zulagen. Während deines Dienstlebens steigst du regelmäßig in den sogenannten Besoldungsgruppen (Beförderung), sowie in den Altersgruppen auf. Jede Stufe erhöht dein Netto nicht unbeachtlich.

Hier findest du ein paar Gehaltsbeispiele:

http://www.polizei.bayern.de/bepo/wir/beruf/bieten/index.html/1853

Des weitern kannst du - bei guten Beurteilungen und einem guten Lehrgang - die Möglichkeit erhalten, in den gehobenen Dienst (QE3) zu wechseln. Auch dies bedeutet noch einmal einen ordentlichen Bezügeschub.

Desweiteren sollte nicht vergessen werden, dass Beamte keine Rente erhalten, sondern Pension. In unserem Fall sind das pro Dienstjahr 1,74% des letzten Nettogehaltes - max 40 Jahre (also in der Regel 70% der letzten Bezüge). Bei einem Verdienst als Polizeihauptmeister mit Alterstufe 10 von ~3600 brutto ergibt das 2500 €, abzüglich der Steuern, bleiben in etwa 1800€ übrig... das muss man als Arbeitnehmer erstmal als Rente beziehen...

Fazit: Nein, bei uns wird keiner reich, ja mit unseren Bezügen lässt sich mehr als gut leben. 

Kommentar von Sirius66 ,

Mit einem guten Abi in Mittleren Dienst zu beginnen, wäre ziemlich dumm.

Gruß S.

Kommentar von furbo ,

Ist tatsächlich so, dass genügend Abiturienten im mD anfangen. Gründe sind z.B. dass keine Stellen im gD oder die Einstellungsprüfung nicht geschafft wurde.,

Kommentar von Dommie1306 ,

Sirius mein Freund, ich hatte ein 1,9 Abi und hab im mittleren Dienst begonnen.. und da war ich nicht der einzige aus meinem Ausbildungsjahrgang....

Und jetzt bin ich bei der KriPo auf meiner Heimatdienststelle:)

Kommentar von julianmx ,

Darf ich fragen wieso du nicht im gehobenen Dienst angefangen hast?

Kommentar von Dommie1306 ,

Weil es in Bayern pro Jahr ~4000 Bewerber für den mittleren Dienst gibt, bei ca 300 offenen Stellen... und ~6000 Bewerber für den gehobenen Dienst bei 60 offenen Stellen... und wenn man dann auf dem Ranglistenplatz 62 ist (und sich ärgert^^) fängt man halt im mittleren Dienst an, wenn das sein Traumberuf ist;) 

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 24

Die beiden Berufe lassen sich woh kaum miteinander vergleichen. Wenn du nur den Verdienst im Kopf hast, sind wohl beide nicht zu empfehlen.

Ein Abitur ebenet den Weg in den Gehobenen Dienst der Polizei. Das Studium dürfte im Vergleich mit Medizin relativ locker sein. Besodungstabellen lassen sich googeln. Dabei muss man bedenken, daß es Grundgehälter sind. Hinzu kommt Polizeizulage, Schichtzulage, Familienzuschläge und DUZ.

Gruß S.

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