Frage von Dori98, 48

Berufsauswahl, Ärztin die richtige entscheidung?

Hallo zusammen. Ich bin derzeit 18 jahre alt und gerade mit meiner 3 jährigen schule ohne matura (abi) fertig geworden. Nun stellt sich die frage was ich in zukunft machen soll, mit dieser entscheidung beschäftige ich mich nun schon länger. Seit ich nun meine letzte 3 jährige schule begpnnen habe mit dem schwerpunkt gesundheit und soziales, in dem ich wirklich sehr viel über den körper gelernt habe, habe ich einfach das gfühl dass ich unbedingt ärztin werden will und das auch der einzige job wäre des für mich infrage kommen würde, und mir auch gefallen würde. Da ich aber kein abi habe wird das ein langer und sehr steiniger weg und wenn ich ihn starte, möchte ich dass ich das auch nicht bereuen werde. Was ist der schnellste weg um nun Ärztin zu werden? Und sind vielleicht einige Ärzte unter euch die mir ein paar tips, bzw informationen über das medizinstudium und den beruf geben können? Wie finde ich heraus ob dieser job wirklich zu mir passen würde und nicht nur eine phase ist (was ich nicht glaube)? Nun zu mir: ich bin sportlich, hilfsbereit, freundlich, kann gut mit menschen umgehen und kann gut entscheidungen treffen

Danke für eure hilfe

Antwort
von Ronja2794, 13

Wenn es wirklich dein Traum ist, dann mach das Abitur
Ja, man kann Medizin auch ohne Abitur studieren, aber das ist - wie du schon sagtest- ein langer und steiniger Weg. 
Du könntest jetzt natürlich eine Ausbildung zur z.B. Krankenschwester anfangen und dein Abitur auf dem Abendgymnasium nachholen (falls du die Doppelbelastung aushalten willst). 
Während der Ausbildung kriegst du einen ersten Einblick was es denn eigentlich heißt Arzt zu sein - das würde ich dir sehr empfehlen. Viele haben leider eine ganz andere/ verdrehte Ansicht. 

Falls du dich für das Abitur entscheiden solltest, dann sollte der Durchschnitt natürlich eine 1,X sein.
Wie mein Vorredner bereits gesagt hat, kann man allerdings auch mit einem durchschnittlichen Abitur im Ausland Medizin studieren. Ich vermute allerdings du kommst aus Österreich.... dann einfach beim MedAT anstrengen :) 

Ich wünsche dir viel Erfolg! 

Antwort
von Referendarwin, 9

Das wichtigste bei einem guten Arzt ist nicht der Umgang mit Menschen, auch wenn er nicht unbedeutend ist.

Ich zitiere einen Mediziner, der auf die Frage, was denn einen guten Arzt ausmache, folgendes geantwortet hat:

1. Fachkunde
2. Fachkunde
3. Fachkunde
4. Fachkunde
5. Fachkunde
...
100. Empathie, Sozialkompetenz und das ganze übrige Geblubber

Auch wenn es stimmt, dass viele Ärzte zu wenig Zeit für Patienten haben und durchaus einfühlsamer sein könnten: Der vertrauenvollste Redner der Welt ist dennoch kein guter Arzt, wenn er keine brauchbaren Diagnosen
zustande bekommt, Leiden verkennt, in der OP gesunde Organe mit anschlitzt oder falsche Medikamente verschreibt.

Deinen Traum vom Medizinstudium kann man nur unterstützen, es ist das ertragreichste Studium der Welt. Als Absolvent hast du europaweit ein sehr gutes Einkommen, hohes Ansehen und sicheren Arbeitsplatz. Zudem ist die Arbeit anspruchsvoll und erfüllend.

Du brauchst aber Abitur. Wenn dieses nicht gut ist, kannst du im Ausland (Kroatien, Litauen, Bulgarien,...) für Geld studieren. Diese Investition (locker 50.000 euro) lohnt sicher aber extrem und ist die beste Anlage für eine sichere Zukunft, sollten die Noten nicht für einen direkten Platz ausreichen.

Jemand, der Wartesemester sammelt, verspielt damit viele Jahre Arzt-Endgehalt und zahllose Karrierechancen. Sowas lohnt sich einfach nicht.

Antwort
von Dori98, 13

Ich glaube falls ich es nicht versuche, wird mich der gedanke mein leben lang nicjt mehr loslassen, dass ich es nicht wenigstens versucht habe

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