Frage von Googliota, 47

berufliches - Wieso ursprünglich die ganzen Praktika im Studium, wenn man in einen Beruf des Managements übergehen möchte?

Hi,

mich würde mal interessieren, wieso im Studium soviele Praktika tiefere Einsicht in Themen der Naturwissenschaften geben, wenn man darauf folgend in einen Management-Beruf wechseln möchte.

Die praktischen Kenntnisse in Biologie (wie Mikroskopieren), in Physik (wie Reihenschaltungen und Energiekreisläufe) und Chemie (Versuche im Labor) sind doch nicht sinnvoll, wenn man später in einen Bereich übergeht, in dem man managen, also Verwalten und Planen muß.

Und alleine um sich das besser vorzustellen, ist doch ein bischen zu luxuriös, oder nicht ?

Wieso ursprünglich die ganzen Praktika im Studium, wenn man in einen Beruf des Managements übergehen möchte ?

Wozu also das Verständnis für Wissenschaft im Praktischen, wenn man verwalten wird.

Ich freue mich auf Antworten.

MfG! gota

Antwort
von quanTim, 28

Ich selbst arbeite im Labor, erhalte meine übergeordneten aufgaben vom managemant. jedes mal, wenn es eine teamsitztung gibt, müssenb aktuelle probleme geklärt werden. wenn die werten herren von da oben keine ahnung von der laborarbeit hätten, dann würde das im vollen chaos enden.
außerdem verbringen sie auch viel zeit bei großkunden und die stellen häufig auch mal fragen, für deren beantwortung praktische erfahrung sehr nützlich ist.

Antwort
von Herb3472, 47

Ich denke, dass es für einen guten Manager zwingend erforderlich ist, dass er nicht nur auf der abstrakten ikonischen Ebene daherschwebt, sondern auch von der Materie, die er managt, zumindest ein wenig mehr versteht als nur "Bahnhof".

Kommentar von Googliota ,

Hi,

doch wie wesentlich ist das, wenn man in einen Bereich des Energiemanagements oder Prozeßmanagements gehen möchte? Das hat nichts mehr mit Kenntnissen des Titrierens oder Mikroskopierens zu tun.

Lg! gota

Kommentar von Bevarian ,

Ein wenig Wissen um die Arbeiten und Arbeitsmittel sowie das Umfeld an der Basis hat bestimmt noch keinem geschadet - wobei das (frühe) Aufstehen und zur geregelten Arbeit gehen, ja selbst das Unterordnen während des Praktikums auch einen Lerneffekt fürs Leben hinterlassen sollten.    ;)))

Kommentar von Herb3472 ,

Dann hast Du möglicherweise im Hinblick auf Deine späteren beruflichen Pläne das falsche Studium gewählt - was eigentlich als falsche Managemententscheidung interpretierbar wäre....keine guter Einstieg in die Karriereleiter, weder bezüglich Energieeffizienz noch hinsichtlich Prozessmanagement?

Kommentar von Bevarian ,

Kann immer noch Banker werden oder zu VW gehen,,,   ;)))

Antwort
von Hegemon, 24

Aus dem Elfenbeinturm heraus "managt" es sich ganz schlecht. Als Entscheider sollte man schon einschätzen können, was seine Entscheidungen bewirken. Ansonsten macht man sich schnell lächerlich - von den wirtschaftlichen Folgen solcher Fehlentscheidungen mal ganz abgesehen.

Wer Menschen anleiten und beaufsichtigen will, muß wissen, was sie machen. Um deren Tätigkeiten wirklich einschätzen zu können, sollte man sie vorher selbst durchgeführt haben. Und da sind irgendwelche Praktika eigentlich nur Notbehelf. Ein Architekt z.B., der einen Bau plant und überwacht und früher mal ein Bauhandwerk gelernt hat, ist einem Architekten, der nur die Hörsääle gesehen hat, deutlich überlegen.

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