Ich bin seit langem Restaurator für Archäologische Objekte. Mir macht der Beruf nach wie vor viel Spaß weil er so abwechslungsreich ist. Kein Restaurierungsobjekt gleicht dem anderen und man lernt ständig dazu. Ich habe den Beruf gewählt weil ich die Auseinandersetzung mit Gegenständen der Vergangenheit spannend finde. Ausserdem kenne ich sonst keinen Beruf der meine Interessen an Kunst, Kultur, Alltagsleben, Handwerkstechniken, Naturwissenschaften, Materialkunde, Geschichte, ... so "unter einen Hut" bringt. Für viele Menschen gehört "Restaurator" zu den Traumberufen, aber nur wenige üben diesen Beruf wirklich aus. In vielen Spezialisierungen verlassen jedes Jahr insgesamt weniger als 20 Absolventen die Hochschulen.
Seit zwei Jahrzehnten hat sich die Hochschulausbildung für Restauratoren etabliert. Das ist bei dem vielfältigen Berufsbild auch gut so! Die Bezahlung trägt der gestiegenen Qualifikation und Anforderung z.B. an kontinuierlicher Weiterbildung jedoch meist nicht Rechnung. Oft sind die Stellen auch nur befristet ausgeschrieben und man hangelt sich von einem Jahresvertrag oder einem Projekt zum nächsten, bis man dann mit Glück irgendwo auf Dauer unterkommt. Die Bezahlung für angestellte akademische Restauratoren entspricht meist demjenigen des "gehobenen Dienstes" (Entgeltgruppen 9 bis 12). Was das in Euro heißt kannst Du leicht googeln.
Weil es nicht genug feste Stellen gibt machen sich viele selbständig, bzw. bilden Arbeitsgemeinschaften. Zumindest im Bereich der Archäologischen Restaurierung, wo ich einen ganz guten Überblick habe, üben die meisten ihren studierten Beruf auch wirklich aus. Die deutschsprachigen Hochschulen mit Restauratoren-Studiengängen findest Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Restaurierung
Danke für die Antwort (: wirklich sehr hilfreich!