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Beruf, Ausbildung, Weiterbildung ?

Frage von hoessmagni hoessmagni

Hallo, vorab es wird ein längerer Text und ich danke euch schonmal, dass ihr ihn euch durchgelesen habt.

Ich interessiere mich sehr für das komplette Fachgebiet der Psychologie. Ich denke das Ganze fing auch durch meine Erkrankung an. Ich bin seit 2 Jahren Hypochonder, mehr oder weniger. Früher war es ganz schlimm. Es fing an dass meine Freundin an Krebs erkrankte und so suchte ich auch nach Symptomen bei mir, das steigerte sich immer weiter. Dann habe ich eingesehen, dass ich Hilfe brauche und da nicht mehr alles raus komme, also Hilfe gesucht. Mache auch erfolgreich eine Therapie, ambulant, 1x die Woche Sitzung, läuft alles super. Habe die Angst mitlerweile auch gut im Griff. Klar habe ich manchmal immer noch Angst, aber ich kann sie gut kontrollieren.

Ich mache seit August meine Ausbildung zur Notarfachangestellten. Mein Berufswunsch ist aber wie oben schon gesagt, etwas im psychologischen Bereich.

Ich habe gerade mit Ach und Krach meinen Realschulabschluss geschafft. Es war auch wirklich schwer, es war eine private Schule, wir hatten anderen Stoff als die staatlichen Schulen.

Ich habe mich schon viel informiert und fand immer nur Berufe bei denen man vorher studieren muss. Ich meine, es muss ja nicht gleich Psychologin oder Psychiaterin sein, ich möchte lediglich gerne mit psychisch Kranken, sei das jetzt Anorexia Nervosa, Bulimie, Schizophrenie, Depressionen oder was auch immer. Ich finde es sehr spannend und sehr interessant und es ist mein Wunsch sowas beruflich zu machen.

Nur leider habe ich rausgefunden, dass ich mit einem Realschulabschluss da fast keine Chancen habe ? Oder wisst ihr vielleicht eine Möglichkeit?

Ich werde in den Winterferien bei unsere Psychiatrie hier nachfragen, ob ich mal ein Praktikum dort machen darf für 2-3 Wochen.

Ich selbst fühle mich auch stark genug dass zu machen. Ich habe damit kein Problem, wenn andere von ihren Problemen erzählen. Ich möchte nur nicht mit beispielsweise Krebskranken Menschen konfrontiert werden, denn das könnte ich nicht, psychisch gesehen.

Ich hatte ja die Idee dass ich Krankenschwester auf der psychiatrischen Station lenren könnte, aber bei der Ausbildung wäre ich nicht nur auf der Station sondern eben auch mal auf der Krebsstation und das ist eben genau das, was ich nicht will und auch nicht kann.

Es wäre schön, wenn ihr noch Ideen habt? Ich weiß, es sind keine guten Vorraussetzungen aber es ist mein Wunsch und ich werde um meinen Wunsch kämpfen.

Danke schonmal

Lg hoessmagni

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Antworten (1)

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    Antwort von milbe milbe

    Hi - ich kann dir insgesamt nur davon abraten etwas soziales bzw. etwas im psychologischen Bereich zu erlenen um eigene Erfahrungen aufzuarbeiten oder ähnliches. Das funktioniert weder für dich noch für dein eventuelles späteres Klientel gut!

    Zusätzlich wird es schwierig mit einer diagnostizierten psychischen Krankheit selber in dem Bereich zu arbeiten - bei allen Ausbildungen in therapeutischer Richtung die ich kenne wird eigene geistige Gesundheit gefordert.

    Zu deinem allgemeinen Schulwerdegang : Auch mit Psychologiestudium arbeitest du in der Regel nicht mit Erkrankten. Dann müsstes du die 3-jährige Ausbildung zum Therapeuten NACH dem Studium zusätzlich machen, das wissen viele nicht. Wirklicher "Therapeut" braucht also nicht "nur" ein Studium sondern dauert noch länger, kostet recht viel und hat nochmal Hürden.

    Krankenpflegerin oder ähnliches könntest du machen, müsstest dich dann halt in einer Klinik deiner Wahl bewerben wo mit den von dir genanannten Erkrankungen gearbeitet wird.

    Nochmal zur Sicherheit : Ich möchte dir deinen Wunschberuf nicht madig reden, aber wegen eigener Erkrankungen so etwas zu lernen ist insgesamt keine gut Idee.

    Kommentar von marieausparis marieausparis

    Das sehe ich ganz genauso, dass man die Ausbildung nicht als "Eigentherapie", o.ä. verwenden sollte.

    Wenn du allerdings unbedingt gerne mit psychisch kranken Menschen arbeiten möchtest, und ausreichend belastbar bist, kannst du,hoessmagni z.B.

    • Gesundheits- und Krankheitspfleger (z.B. Abt. Psychiatrie)

    • Erzieher (z.B. in einem Kinder- und Jugendheim, oder im betreuten Wohnen)

    • Heilerziehungspfleger (Einsatzbereiche hier ähnlich wie bei Erzieher)

    • Ergotherapeut (Bereiche: Gerontopsychiatrie oder Psychiatrie)

    • Altenpfleger (in der Abt. Gerontopsychiatrie)

    • Psychologischer Heilpraktiker

    • ...

    werden.

    Kommentar von marieausparis marieausparis

    Der Lesbarkeit halber habe ich die männliche Form verwendet. ;)

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