Frage von zetra, 84

Bertha von Suttner."Die Waffen nieder".Warum gibt es heute keine engagierten Kriegsgegner mehr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JBEZorg, 55

Was erwartest du von der Smartphone-Generation? Sie sind viel zu beschäftigt damit ihre friendfeeds zu durchforsten.

Kommentar von zetra ,

Was die Pubertierenden denken ist ja wohl bekannt, die reichlich naiven gestellten Fragen, geben ja da ein gutes Spiegelbild von ab.

Aber wir haben doch eine große Population von Leuten mit hoher Intelligenz, oder haben nur die "Wenigsten" Interesse daran, diesen Kriegstreibern in den Arm zu fallen?

Kommentar von JBEZorg ,

Die Pubertrierenden sind die Erwachsenen von Morgen. Und übrigens ist Infantilismus eine grassierende Krankheit in Europa. Wann werden diese neuen Generationen je erwachsen? Bei vielen ü30 entdeckt man heute oft das geistige Niveau der Pubertierenden eben.

Ich bezweifle stark, dass es eine wirkliche Masse von Intelligenten gibt. Die überwiegende Mehrheit gibt sich mit den "Alles wird gut"-Nachrichten ab und denkt an garnichts ausser dem eigenen Vergnügen und Wohlbefinden.

Antwort
von DoktorSelstsam, 21

Wahrscheinlich weil sie nicht begreifen was Krieg bedeutet. Ich weiß auch nicht. Ich habe den Eindruck viele leben wie im Wolkenkuckucksheim. Krieg? ist alles soweit weg und so. Vielleicht denken bzw vielleicht denken noch nicht mal darüber nach, dass Frieden grundsätzlich keine Selbstbeständlichkeit ist. Sonst gäbes es Weltfrienden. Ich bin Ü30, kein Pazifist, aber ich will in meinem Leben niemals in den Krieg ziehen müssen oder auf Menschen schießen müssen die mir nichts getan haben. Bzw irgendwie anders Menschen umbringen müssen, wie Granaten schießen oder Bomben werfen. Aber auch Brot und Spiele wie einige hier bereits geschrieben, stimmt.

Antwort
von imehl47, 46

Ja, auch "Schwerter zu Pflugscharen" ist inzwischen unmodern. Ganz einfach und sarkastisch gesagt, weil Krieg eine große Profitbeschaffungsmaßnahme ist........

Kommentar von imehl47 ,

P.S. Bislang scheint auch noch die Ruhigstellung durch Brot und Spiele zu funktionieren.

Kommentar von zetra ,

Dann bleibt eigentlich nur noch die Wahlurne übrig, allerdings gehört dazu auch ein Haufen an aufklärender Arbeit.

Antwort
von voayager, 29

Wie kommste denn darauf, natürlich gibt es auch heute engagierte Kriegsgegner, wenn auch nicht zahlreich.

Kommentar von zetra ,

Da kann man ja nur hoffen, dass diese Zahl merklich mehr wird? Ein gutes Beispiel ist ja TTIP und Glyphosat, hier zeigt ja der Protest schon Früchte. 

Antwort
von Maxieu, 43

Du musst da was verwechseln.

Ausgenommen ein paar ganz Naive (zu denen du doch wohl hoffentlich nicht gehörst) haben die meisten Menschen in Westeuropa begriffen, dass  allgemeine Abrüstungs-  und Antikriegsparolen zuerst die Friedfertigsten erreichen, die Kriegstreiber hingegen eher noch ermuntern.

Engagierte Kriegsgegner sind daher auch nicht diejenigen, die schon in der eigenen Küche abrüsten und nur noch mit Stäbchen essen, sondern diejenigen, die keine Lust verspüren, sich den Falken "deeskalierend" als Taubenmahlzeit anzubieten und deshalb entsprechend vorbeugen.

Kommentar von zetra ,

Ohne Rückgrat geht es nicht, sich durchlavieren, den lieben Gott einen guten Mann heißen, alles Unangenehme beiseite schieben. Damit kommen wir in Teufels Küche. Denk an die jetzige Debatte: Die Schuld unserer Eltern und Großeltern. Hier kommt genau dieser Vorwurf, sie waren Täter, haben sich mindestens weggeduckt.

Kommentar von Maxieu ,

Du kennst deine Eltern und Großeltern, aber kennst du auch meine?

Für einen engagierten Kriegsgegener entwickelst du hier eine erstaunlich nationale Perspektive.

Ich bin froh, dass die Eltern und Großeltern der heute lebenden Engländer und US-Amerikaner sich im Allgemeinen nicht so weggeduckt haben wie deine (Groß-) Eltern. Sie haben den Krieg auch für dich, das deutsche (Enkel-) Kind, gewonnen und das zum Teil mit ihrem Leben bezahlt.

Dafür sollen sie sich jetzt von dir auch noch im Nachinein belehren lassen, dass sie zur Besitigung des NS nicht die richtige Methode, nämlich die bewaffnete Verteidigung, gewählt haben?

Sie hätten beten oder Lichterketten bilden sollen?

Sag mal, schämst du dich nicht wenigstens ein bisschen?

Kommentar von zetra ,

Mein Vater ist im Februar 1945 gefallen. Seine Witwe hatte drei kleine Kinder durch die Kriegs- und Nachkriegswirren bringen müssen, warum sollte ausgerechnet ich mich schämen?

Sicher hast du was in die falsche Kehle bekommen, meine Einlassungen behandeln die jetzigen Zeiten.

Kommentar von Maxieu ,

"Sicher hast du was in die falsche Kehle bekommen..."

Nein. Absolut nicht.

"...meine Einlassungen behandeln die jetzigen Zeiten."

Ausrede.

Du zitierst Bertha von Suttner (nicht gerade aktuell) und beklagst, dass "es heute keine engagierten Kriegsgegner mehr" gebe - m. a. W.: Früher (in den guten alten Zeiten, die bis wann zurückreichen?) gab es sie.

Da ist es wohl mehr als legitim, dich darauf hinzuweisen, dass es die von dir propagierte entwaffnende Friedensapostelei auch schon vor dem 2. Weltkrieg gab, z. B. in Frankreich - und zwar sowohl im bürgerlichen als auch im sozialdemokratischen Lager. Die hatten jeweils zwar nicht ganz die selben Motive, die Konsequenz war aber die selbe: Niederlage gegen NS-Deutschland im Blitzkrieg.

Auch seniles Friedensunions- oder Kirchentagsgeschwafel hätte dagegen sicher nichts ausgerichtet und tut es auch heute nicht dort, wo tatsächlich Krieg herrscht oder unmittelbar droht.

 

Kommentar von zetra ,

Kompromiss:Ich werde mir mal deine Einlassungen ansehen, du könntest das Gleiche mit meinen Berichten und Antworten tun.

Solltest du auf meiner Seite erscheinen, dann sehen wir noch einmal, ob wir die Kuh vom Eis bekommen?

Kommentar von zetra ,

Wenn du schon den Schwenk zu den Befreiern von den Nazis vollziehst, dann schreibe bitte richtig. Von den Alliierten gesamt, denn das die Sowjetunion die Hauptlast getragen hat, das wirst du ja sicher Wissen? Wer anderen das Wort umdreht, nicht die richtigen Schlüsse daraus zieht, muss sich diese Korrektur gefallen lassen.

Übrigens, in deinen Antworten habe ich keine detaillierte Aussage über Themen, die uns Heute unter den Nägeln brennen, gefunden. Somit gibt es im eigenen Haus noch viel Arbeit.  

Antwort
von Sergggej, 25

Heutzutage stellt man den überwiegenden Teil der Bevölkerung mit Spielen etc. still

Da bleibt gar keine Zeit mehr um sich auf so "unwichtige" Sachen wie Politik zu konzentrieren.

Kommentar von zetra ,

Diese Einstellung könnte der Anfang vom Ende sein.

Antwort
von priesterlein, 39

Die werden meistens von Leuten, die Waffen mögen, getötet.

Kommentar von zetra ,

Angsthasen waren diese Leute nicht, Anfeindungen gab es reichlich. Die Dame ist allerdings im Bett gestorben, später wurden die Zeiten ruppiger z. B. Martin Luther King/Rosa Luxemburg.

Antwort
von RasThavas, 25

Wie kommst du auf diese irrige Annahme?

Kommentar von zetra ,

Du musst schon deine Frage präziser stellen, ansonsten kann da keiner etwas mit anfangen.

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