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Bergpredigt Gottes Auslegungen in der Tora - Hilfe!

Frage von KleinIch KleinIch

Hallo, bald schreibe ich eine Reliklausur über Jesus, Gott und die Tora. Leider war ich sehr oft krank, sodass ich gar nicht weiß. Ich verstehe es nicht mal. In der Bergpredigt stellt Jesus Antithesen zu den Worten Gottes in der Tora auf. Stimmt das? Und wie kann ich das alles verstehen? Ich meine, ist "dieser" Gott denn nicht der christliche und warum sollten dann seine Inhalte in der jüdischen Tora drinnen sein? Kann mir das jemand irgendwie erklären oder ne hilfreiche Seite posten?

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Antworten (4)

  • 8
    RatgeberHelden Antwort von asteppert asteppert

    Hallo,

    In der Bergpredigt stellt Jesus Antithesen zu den Worten Gottes in der Tora auf.

    Nein, das stimmt nicht. Jesus erläutert nur das Gesetz Gottes, er ist auch gekommen, nicht um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen. In den Kapiteln 5-7 ist diese Predigt von Jesus aufgezeichnet.

    Jesus ging bei seinen Bezugnahmen auf das Gesetz über das rein formale hinaus, er stellte sich dabei keineswegs gegen das Gesetz, nein, er verteidigte es.

    EIN BEISPIEL: Den Israetliten waren die Worte "Du sollst nicht töten" sehr gut bekannt. Was aber sagte Jesus? „Es steht geschrieben“ dass der, der seinen Mitmenschen hasst, gegen den Geist dieses Gesetzes verstößt.

    NOCH EIN BEISPIEL:

    Ebenso würde jemand, der Leidenschaft für eine Person nährt, mit der er nicht verheiratet ist, den Grundsatz hinter dem Gesetz gegen Ehebruch verletzen (Matthäus 5:17, 18, 21, 22, 27-39).

    Ich meine, ist "dieser" Gott denn nicht der christliche und warum sollten dann seine Inhalte in der jüdischen Tora drinnen sein?

    Die Tora wurde von JWHW an Moses gegeben, und zwar NUR für das Volk Israel. Und ja: Gott ist genau der christliche, seine Inhalte stehen deswegen in der Tora, weil Gott immer derselbe ist, er ändert sich nie.

    Wie kannst du alles verstehen? Nun, um die Bibel zu verstehen, sind neben dem Lesen noch ZWEI wichtige Dinge erforderlich:

    1.) Demut. Man muss anerkennen, dass man die Hilfe Gottes nötig hat, sich nicht auf sich selbst verlassen.

    2.) Gottes Geist. Ohne den Geist Gottes kann man die Bibel nicht verstehen. Bekommen kann man diesen Geist, wenn man aufrichtig darum bittet.

    Gruß Alfred

    Kommentar von santoberger santobergersantoberger

    Im Grunde stimme ich Deiner Antwort zu.

    Ergänzung: Gottes Gebote sollten nicht nur Israeliten, sondern alle Menschen befolgen. So lehrt es unter anderem Salomo, der PREDIGER12:

    13 Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das soll jeder Mensch! (1. Timotheus 1.5) 14 Denn Gott wird jedes Werk ins Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse. (Römer 2.16) (1. Korinther 4.5)

  • 5
    RatgeberHelden Antwort von Sonnenschnauz Sonnenschnauz

    Die Bergpredigt findet sich im Matthäus-Evangelium, Kap. 5 - 7. Matth. stellt Jesus dar als den "Lehrer der Gerechtigkeit". Gerecht ist jemand vor Gott, der die Tora (das "Gesetz", die Weisung Gottes) erfüllt. Er erfüllt sie, wenn er die Gebote der Tora nicht buchstabengetreu, sondern mit dem Herzen, mit der Liebe zu Gott hält.

    Jesus redet nicht in "Antithesen", gegen die Tora. Das ist eine falsche Übersetzung des griechischen "de". Das bedeutet nicht "aber" (ich aber sage euch), sondern so viel wie "nun".

    "Ihr habt gehört, dass gesagt ist" - "Ich nun , Jesus, sage euch, was das bedeutet." Jesus gibt der Tora den ursprünglichen Sinn wieder. Der findet sich bei vielen Zeugen im AT, den Propheten und den Psalmen.

    Für Matthäus gibt es keinen Gegensatz zwischen dem Gott der Tora und dem christlichen Gott. Der Gegensatz zwischen Kirche und Synagoge kommt erst sehr viel später.

    Matthäus legt sein Evangelium frommen Juden vor, in Antiochien, und er sagt, du kannst als Pharisäer (er war selber einer) Christ sein, wenn du dem Lehrer Jesus und seiner Lehre folgst. Zur Theologie, die Juden und Christen gemeinsam haben, kommt bei den Christen noch die Christologie hinzu.

    (Ich halte mich an den neuen Matthäus-Kommentar von Peter Fiedler.)

    Kommentar von quopiam quopiamquopiam

    Sehr schön erklärt! DH!! Gruß, q.

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    Antwort von Thandu Thandu

    Die Tora basiert überwiegend auf den Inhalten des alten Testaments der Bibel (bzw. es ist eher umgekehrt ^^). Da sind u.a. die Mosaischen Gesetze drin, und auf die beruft sich Jesus in der Bergpredigt in etwa mit folgenden Worten: "euch wurde gesagt, dass....." um anschließend darauf zu sagen "aber ich sage euch, ihr sollt..... " Das bedeutet für mich, dass es zum einen Teil Erweiterungen zu den Mosaischen Gesetzen der Tora sind. Und zum anderen auch Widersprüche zur Tora. Lies auch ruhig nochmal die Bergpredigt, um diese Querverweise zum alten Testament (Tora) zu finden.

    Dies ist u.a. eines der Punkte, weswegen die Religionen sich getrennt haben. Für Juden war Jesus so eine Art Revolutionär, der die bisherigen mosaischen Regeln teilweise über den Haufen warf. Und dementsprechend beim religiösen Establishment auf Kritik und Ablehnung stieß.

    Kommentar von quopiam quopiamquopiam

    Ich sehe es ein wenig anders, es handelt sich nicht um Gegensätzlichkeiten, sondern um ein Darüberhinausgehen und ein Tieferhineingehen über die Thora hinaus und in die Thora hinein.

    Die Thora - mithin die mosaischen Gesetze - fordern etwas ein, das auch in menschlichen Augen als gerecht gelten kann, etwas, mit dem jeder sein Recht bekommen soll und das Recht des anderen achten soll. Jesus schaut aber auf den Geist, der dahinter steht, nämlich die Nächstenliebe, letztlich die Liebe Gottes zu den Menschen. Und er sagt so etwa: "Gerecht ist dies und das, damit können wir leben - wenn ihr aber den Geist des Gesetzes erfüllen wollt, müßt ihr noch über das Gesetz hinausgehen und zwar mit der Liebe." Wenn das Gesetz sagt, jemand muß etwas, das er gestohlen hat, zurückgeben - und man kann ihn vor den Richter schleifen, wenn man will -, dann sagt Jesus sinngemäß, daß Du mit Güte darüberhinausgehen und dem Dieb noch etwas drauflegen sollst.

    Das Gesetz ist gegeben, weil die Menschen zu schwach und nicht bereit sind, um diese Forderung zu erfüllen, um diese Form von Größe und Mitgefühl zu zeigen. Also haben sie ein Gesetz, nachdem sie sich richten können. Aber eigentlich soll es in Gottes eigenem Volk ganz anders zugehen... Gruß, q.

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    Antwort von Kakarot1000 Kakarot1000

    lern sowas nicht die tora wurde verfälscht wenn du die echte Tora haben wielsst das ist der quran der quran ist das gleiche wie die orginalle auszeichnung von der Bibel und tora!

    Kommentar von quopiam quopiamquopiam

    Das ist nicht wahr. Und es wird auch nicht wahrer, wenn man es wieder und wieder kolportiert. Die Texte der Thora sind historisch sehr gut belegt. Du kannst das selber nachprüfen, wenn Du Dir mal die Mühe machst. Die hebräischen und aramäischen Texte liegen ja vor, man kann sie lesen.

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