Computermagic am 22.04.2007 um 8:59 Uhr
Was mich schon immer mal wissen wollte: Warum driftet bzw. kippt die Erde nicht, wo es doch die hohen Berge gibt?
erstens sind die Berge nicht hoch, im Verhältnis zum Erddurchmesser. zweitens ist von der Berspitze aus gesehen das Tal tief. Tiefe Täler und hohe Berge mitteln sich also logischerweise. Problematisch würde es nur, wenn alle Berge auf der einen Erdseite wären und alle Täler auf der anderen. Denn dann wäre es keine leicht zusammengedrückte Kugel mehr, was es jetzt ist (trotz der Berge ;o)

Selbst, wenn die Berge so hoch und schwer wären, dass es im Verhältnis zur restlichen Erdmasse etwas ausmachen würde: wohin sollte sie denn im freien Raum kippen? Gibt ja kein Oben oder Unten, bzw. nur auf unserer Landkarte. ;-)
Eine interessante Frage, die unterschiedlich beantwortet wird.
Es gibt Meinungen, die besagen, dass die Landmassen auf der Erdoberfläche keinen Einfluss auf die Unwucht der Erde haben, da die kontinentale Kruste gesamt zu dünn sei und zu wenig Masse im Verhältnis zum Rest der Erde habe.
Allerdings gibt es auch interessante, gegenteilige Studien. Veröffentlicht im „Geological Society of America Bulletin 118: 1099-1124 (2006)”. Hier wird ein Kippen des Erdballs beschrieben.
Hier bitte nachlesen:
http://apollo.zeit.de/wo/article.php?id=849772

Die Erde "läuft" tatsächlich "unrund", so wie auch ein realer -- im Gegensatz zu einem gedachten, idealen -- Kreisel immer ein wenig wackelt. http://www.zeit.de/2005/51/Stimmts_51?page=all
Ohne Berge keine Täler. Alle Berge auf einer Seite und die Täler auf der anderen? Wie sähe dies denn aus? ;-)
.. vielen Dank für die netten Erläuterungen .. ! Arthur