Frage von kartoffelsonja,

bereitschaftsdienst ambulante Pflege?

Was für Anrufe und Notfälle landen bei Euch auf dem Bereitschaftsdienst-Handy? Arbeite selbst im ambulanten Pflegedienst und suche auf diesem Wege eventl. Optimierung. Vielen Dank für hilfreiche Antworten und kurze generelle Abläufe, Sonja

Antwort von Nicole75,

Hallo, bin seit 15 Jahren im ambulanten Pflegedienst. Unser Bereitschaftsdienst hilft entweder telefonisch oder fährt zu den Patienten. Meist handelt es sich hier um Stürze, Stomawechsel oder ausgelöste Notrufe durch einen Notruffinger. Dann gibt es noch eine Hintergrundbereitschaft, die im Notfall ebenfalls einsetzbar ist.

Antwort von poeps,

Moin,

bei uns ist die Bereitschaft auf verschiedene Bereiche aufgeteilt: HNR-Hintergrunddienst: meist abgedeckt durch Aushilfen- die übernehmen die 24h-passiv-Alarme, "Bagatell"-Notrufe, bei denen vorher schon klar ist, dass keine pflegerische und/oder medizinische Versorgung notwendig sein wird. Pflegerische HNR: abgedeckt durch examiniertes Pflegepersonal- die sind zuständig für sämtliche pflegerische Leistungen. Einzige Ausnahme ist die Medikamentengabe, da wir auch substituierte Patienten haben und auch der ein oder andere Abusus dabei ist, werden diese Einsätze an den Notdienst habenden Arzt weitergegeben, der dann entscheiden muß.

Als 3. Einheit gibt es bei uns dann noch den KTW, der in der Regel mit 2 Sanitätern besetzt ist und die Einsätze fährt, wo es sich um medizinische Versorgung handelt.

In der Realität können die Bereiche natürlich nicht so strikt getrennt werden, deshalb kommt es durchaus vor, dass der Hintergrunddienst vor Ort dann doch Hilfe braucht und dann die Pflege dazu gerufen wird. Oder der KTW hat einen Nacht-Transport in eine andere Stadt zu fahren und steht nicht zur Verfügung, oder aber der Hintergrunddienst (Aushilfen) ist aus welchen Gründen auch immer nicht besetzt.

Die pflegerische Bereitschaft muss ( und ist!) allerdings immer besetzt. Das will ja nun schon der Gesetzgeber so.

Wir sind halt ein großes Unternehmen in einer großen Stadt, und haben viele der ortsansässigen Pflegedienste als Kooperationspartner, d.h., wir übernehmen von 21.00h bis 7.00h sämtliche Notrufe dieser Pflegedienste. Insofern hat unser Unternehmen auch die Mittel, um die 24h-Versorgung so zu organisieren.

Hoffe ich konnte Dir etwas weiter helfen.

Kommentar von kartoffelsonja,

Wo arbeitest du denn? Rettungsstelle? Hausnotruf?

Kommentar von poeps,

Ich arbeite in der ambulanten Pflege- bin also für den pflegerischen HNR-Bereich zuständig. D.h., zusätzlich zu meinem "normalen Dienst" habe ich durchschnittlich 7 Nächte zusätzlich in denen ich Rufbereitschaft habe.

Antwort von MrsDeluxe84,
  • Als ich im ambulanten Dienst gearbeitet hab,hatten wir eine Dame, die 3 mal die Nacht angerufen hat, weil ihr Stoma nicht gehalten hat. ( Das war extrem )!
    • Durchfall
    • Stürze
    • Verwirrtheit

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