Frage von Bacchata, 80

Bereits unterschriebener Arbeitsvertrags soll vor Arbeirsantritt noch einmalgeaendert werden wegen falscher Eingruppierung?

Nach der Zusage, das ich die Stelle einer Teamleiterin in einem Fach Bereich in einem Krankenhaus bekomme,habe ich eine vorläufige schriftliche Information bekommen, wie hoch der Verdienst sein wird, bzw. wie ich eingruppiert werde. Das wurde später im Arbeitsvertrag manifestiert. Der vom Personalleiter bereits mit Datum unterschriebene Vertrag wurde mir zugeschickt in zweifacher Ausführung. Ein Exemplar wurde von mir unterschrieben zurückgeschickt. Gestern informierte der Personalleiter mich telefonisch,dass es einen Fehler gegeben hätte,ich wäre zu hoch eingruppiert,ich müsste mit dem Unterlagen noch einmal vorbei kommen, zum aendern.Die Runtergruppierung wäre für mich zum Nachteil. Für mich ist dieser unterschriebene Vertrag rechtens, da der Persolaleiter bereits unterschrieben hatte. Ist das korrekt?

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Antwort
von DerSchopenhauer, 35

Grundsätzlich gilt, was im Arbeitsvertrag vereinbart wurde, es sei denn, es liegt ein offensichtlicher Fehler vor; dann kann der Vertrag durch den Arbeitgeber angefochten werden (das könnte hier der Fall sein).

Im Grunde kannst Du auf der Vergütung des Arbeitsvertrages bestehen - allerdings unterliegst Du in den ersten 6 Monaten eines Beschäftigungsverhältnisses nicht dem Kündigungsschutzgesetz; daher kann sofort die Kündigung kommen.

Ansonsten kann der ArbG den Vertrag wegen Irrtums anfechten.

Das wäre kein gelungener Einstand in dem neuen Unternehmen....

Antwort
von toomuchtrouble, 32

https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/tvoed-office-professional/eingruppieru...

Nimm zur Absicherung evtl. Kontakt mit dem Personalrat auf. Dieser musste eh' seine Zustimmung zu Deiner Einstellung erteilen und hat möglicherweise den "Irrtum" bemerkt. Möglicherweise hat der Personalleiter getrickst, um eine qualifizierte Kraft zu bekommen, die in der Entgeltgruppe x nicht anfangen würde.

Kommentar von Bacchata ,

Das sehe ich genau so !!!!

Antwort
von DODOsBACK, 42

Bestehe nur weiter auf deinem "Recht" - "Verständnis" wird überbewertet.

Aber wundere dich bitte nicht, wenn dein Arbeitgeber auch auf seinen Rechten besteht und dir sofort kündigt. Das ist in der Probezeit bekanntlich ohne Angabe von Gründen möglich...

Kommentar von Bacchata ,

Das ist mir bekannt, ich hätte gern etwas habdfestes,schriftliches in der Hand,das er aus der Nummer nicht mehr raus kommt.Bin noch bis Mitte August im alten Arbeitsverhältnis,soll zum 1.9. anfangen,eine komplett neue Abteilung aufbauen,weil ich sie Einzige bin mit der nötigen Erfahrung. Für mich sieht das wie ein Lockmittel aus, dan heißt ach, leider verschrieben. Welcher halbwegs intelligente Mensch möchte das den glauben? 

Kommentar von berlina76 ,

Wurde dir denn von Anfang an, also schon bei der Bewerbung, diese Lohngruppe zugesagt? Oder stand sie erst im endgültigen Vertrag? 

Wenn sie schon als Stellenausschreibung zugesagt wurde dann hättest du eventuell eine Chance, aber wie hier schon gesagt, es währe ein schwerer Einstand, wenn du das duchsetzen willst.

Wenn du erst bei Unterschrift unter den Vertrag deine Lohnzuweisung erfahren hast ist das nicht als Lockmittel zu bewerten.

Zudem haben behördliche Institutionen ja ein Lohngruppenverfaren von dem Sie eigentlich nicht abweichen können und dürfen.

Kommentar von Bacchata ,

Es wurde mir TU nächst vorläufig, aber schriftlich mitgeteilt. Dieser Wortlaut wurde original im Arbeitsvertrag uebernommen erst vom Personalleiter unterschriebene und dann von mir.Abgeschickt am 25.7.16 per Einschreiben

Antwort
von SchakKlusoh, 26

Ich würde Kontakt mit dem Personalrat (Betriebsrat) aufnehmen. Die können Dich beraten und für Dich mit dem Arbeitgeber reden.

Bist Du in der Gewerkschaft? Auch die beraten Dich gerne.

Antwort
von jimpo, 23

 Es könnte für Dich von Nachteil sein, wenn Du auf den Vertrag  bestehen würdest.

Antwort
von berlina76, 56

Du bist in der Probezeit. Nimmst du die Vertragsänderug nicht hin was glaubst du wielange du den Job hast.

Kommentar von Bacchata ,

Der Vertrag ist rechtskräftig,zumal der Personalleiter zuerst unterschrieben hat.

Kommentar von berlina76 ,

Es ist auch rechtens jemanden innerhalb der Probezeit mit 2 Wochen Kündigungsfrist ohne Angabe von Gründen zu kündigen.

Also kannst du dir Aussuchen einen Job für 2 Wochen mit mehr Lohn oder einen Job für längerfristig dafür mit etwas weniger Lohn. 

Ebenfalls steht es dir zu zu kündigen und dir was neues zu suchen.

Kommentar von Nightstick ,

Genau so ist es!

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