Frage von Johann242, 47

Bereits "kaffeesüchtig"?

Am Wochenende merke ich es zunehmend stärker. Ich bin eigentlich ein sehr aktiver Mensch, räume sehr viel auf, lerne sehr viel und vor allem: sehr umfangreich. Mein Freund bemerkt es inzwischen aber auch immer öfter: Wenn ich noch keinen Kaffee am Tag hatte und er sich dann mit mir unterhält, bin ich abwesend, ich kann mich nur schwer konzentrieren und irgendwie habe ich immer so eine Lustlosigkeit am Tage und ich bekomme recht schnell Kopfschmerzen und bin dann extrem reizbar.

Wenn ich meine normale Dosis (2-3 Tassen täglichm gern auch mal 5) bekommen habe, läuft es wieder flüssig dahin und alles funktioniert. Würdet ihr das schon als Abhängigkeit bezeichnen? Ich frage bewusst so, Kaffee kann schließlich nicht süchtig machen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mastema666, 15

Wenn du bei den Mengen schon abhängig wärst, dann wäre ich glaube ich ein "Hardcore Junkie" ;) Ich trinke jedenfalls teils 3-4 Mal so viel am Tag, und außer, dass ich halt etwas müder bin (logisch), spüre ich da keine Auswirkungen wenn ich mal keinen mehr da habe. 

Übrigens wirkt Koffein afaik auch wie ein leichtes Schmerzmittel, speziell bei Kopfschmerzen kann das schon mal helfen, von daher wäre es durchaus möglich, dass du nur deshalb Kopfschmerzen hast, weil diese schmerzstillende Wirkung weg fällt (und nicht weils irgendeine "Entzugserscheinung" wäre oder so), also dass du z.B. vielleicht sowieso etwas "anfällig" für Kopfschmerzen bist, es wegen dem Koffein aber meist nicht merkst..

BTW: Ich weiß die genaue Zahl grad nicht mehr, aber ich hab letztens noch irgendwo gelesen, dass jeder Deutsche im Schnitt etwa 2 Tassen (war glaube ich genau irgendwas mit 1,9x) pro Tag trinkt, bedenkt man da noch die Leute, die gar keinen Kaffe trinken, kommt man pro Kaffeetrinker bestimmt auf durchschnittlich 3-4 Tassen am Tag, also vergleichbar mit den Mengen die du, wie du sagst, ja zu dir nimmst. Da würde ich mir also noch keine Gedanken machen.

Antwort
von Malavatica, 21

Ohne Kaffee läuft bei mir morgens auch nichts. Es ginge zwar, aber nicht ohne schlechte Laune. 

Mehr als 2-3 Tassen sollten es aber nicht sein. Das ist dann nicht mehr gesund. Ist in etwa dasselbe mit energy Drinks. Wenn du da viel trinkst, wirst du auch reizbar, weil du ständig Nachschub brauchst. Dürfte am Koffein liegen. Bei Entzug gibt das Kopfschmerzen.. 

Kommentar von Slatkimeda ,

😂 morgen wieder: Dodji na kaficuuuuuu ☕️☕️

Kommentar von Malavatica ,

Haha 😂 

Antwort
von Peter501, 19

Dir fehlt ganz einfach die anregende Wirkung des Kaffees um in die Gänge zu kommen,hat aber nichts mit Suchtverhalten zu tun. 
Ganz nebenbei,ich brauche auch meinen morgentlichen Kaffee um mich als Mensch zu fühlen.

Antwort
von Rendric, 28

Koffein kann süchtig machen und abhängig. Man merkt die Entzugssymptome und da du sie auch bereits merkst, bist du wohl bereits Kaffeesüchtig.

Kommentar von Johann242 ,

Koffein kann nicht süchtig machen, denn es ist nur ein Reizmittel, die Dosis muss nie erhöht werden. Frag mal einen 80 Jährigen Kaffeetrinker, der trinkt seinen Kaffee noch genauso stark wie vor 20 Jahren.

http://www.drogen-aufklaerung.de/kaffee-macht-nicht-suechtig

Kommentar von Rendric ,

Dann hier einmal für dich der Unterschied zwischen Abhängigkeit und Sucht:

Sucht wird als Kontrollverlust definiert wie auch Kaufsucht, Computersucht.

Abhängigkeit ist eine Krankheit nach ICD10 wie Alkoholabhängigkeit, Morphinabhängigkeit usw.

Also ist man definitv Kaffeesüchtig, ob man von Koffein auch abhängig sein kann, darüber kann man noch mal diskutieren. Da es nicht als Krankheitsbild zählt, ist es wohl keine Abhängigkeit.

Kommentar von Johann242 ,

Die Sucht (vom althochdeutschen sôuken) heißt: etwas suchen, etwas dringend benötigen. In der Etymologie heißt es also: nicht mehr ohne Hilfe von etwas loskommen, so besonders im Mittelhochdeutschen sukken.

Die Abhängigkeit ist ein Neologismus des 19./20. Jahrhunderts um den Psychologen Sigmund Freud, der mit Abhängigkeit ürsprünglich den Hang zum Bleiben meinte, er schreibt: "So will ich sagen, man ist unterwürfig des Gefühls, abhängig von ihm." So, da haben wir den Begriff. Man merkt den Unterschied!

Sucht --> stoff- oder verhaltensgebundene Handlungsweise, meist zwangähnlich

Abhängigkeit --> gefühlsgebundene Leere, die nur durch einen Reiz ersetzt werden kann.

Du hast kein Freud gelesen, aber schlau daherreden kannst du ...!

Kommentar von Rendric ,

Nein, Freud habe ich nicht gelesen. Ich hatte aber Sucht und Abhängigkeit in meinem Unterricht. Ich betrachte es auch nicht aus philosophischer Sicht, sondern aus medizinischer.

Sucht ist noch im Volksmund gebräuchlich. Mittlerweile hat man die "Sucht" im pathologischen Sinne durch Abhängigkeit ersetzt, da Sucht zu viele Bedeutungen hat.

Man kann also immer und zu allem Sucht sagen. Wenn wir aber von einer Abhängigkeit sprechen, sprechen wir von einer Krankheit.

Antwort
von tuedelbuex, 19

Kaffee kann schließlich nicht süchtig machen.

Sicher? Ich nicht! Mir geht es ähnlich! Allerdings ist diese "Sucht" natürlich nicht so extrem, wie sie abhängige harter Drogen erleben....aber die persönliche Stimmung leidet schon.....



Kommentar von Johann242 ,

Deshalb schrieb ich ja abhängig und nicht süchtig.

Kommentar von tuedelbuex ,

....ich mache keinen Unterschied zwischen "abhängig" und "süchtig".....zwei Worte, eine Bedeutung. Es ist eher ein "Schönreden", wenn man von einer Abhängigkeit statt einer Sucht spricht. Wobei eine Koffein-Sucht m.E. weniger problematisch ist.....

Kommentar von Johann242 ,

Nein, das sind zwei völlig grundverschiedene Begriffe.

Kommentar von tuedelbuex ,

Nein! Die Bedeutung ist völlig identisch! Es ist egal, ob jemand von einer Droge "abhängig" ist, oder ob er süchtig ist.....das macht kein Unterschied, das ist das Gleiche!

Kommentar von Johann242 ,

Nein, Süchte sind stiffgebunden, Abhängigkeiten sind psychologischer Art.

Kommentar von tuedelbuex ,

.....na, meinetwegen....wirkt sich nur im realen Leben nicht aus....denn die Psyche macht, nach überwundener Sucht (Deiner Definition nach die körperliche Abhängigkeit), nicht mit und läßt den "Süchtigen" weiterhin von seiner Droge abhängig sein......

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