Frage von geell, 150

Berechnung von Unterhalt durch das Jugendamt?

Unser Sohn hat für die Kindesunterhaltsberechnung die Lohnbescheinigungen der letzten 12 Monate an die Kindesmutter gegeben. Nun hat das Jugendamt den Unterhalt berechnet, aber den Durchschnitt von nur 10 Monate berechnet. 2 Monate von 12 war er arbeitslos, also sehr wenig verdient oder vom Amt bekommen. Also es wurden nur die 10 Monate berechnet wo er im Arbeitsverhältnis stand. Dadurch wurde der Unterhalt natürlich höher. Kann man das dem Jugendamt mitteilen, oder können die berechnen was sie wollen. Danke für ehrliche Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von petrapetra64, 97

Das ist so korrekt, er ist ja jetzt nicht arbeitslos und kann daher auch mehr zahlen. Sollte er erneut unverschuldet arbeitslos werden, kann er eine Neuberechnung beantragen. Die 12 Monate werden nur verlangt, damit Sachen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder hohe Schwankungen im Einkommen berücksichtigt werden können bei der Berechnung.

Wenn also jemand Beispielsweise 1500 netto hat, aber noch hohe Sonderzahlungen, dann wird sein netto eben auf 1650 Euro angesetzt. Bei hohen Schwankungen wird der Durchschnittsverdient genommen, aber eben der, wo man auch gearbeitet hat, daher waren die 10 Monate korrekt. Evtl. hat er jetzt ja sogar mehr Sonderzahlungen in der Zukunft als bei Arbeitsbeginn und fährt bei der Berechnung damit sogar gut. Das Einkommen kann aber alle 2 Jahre neu überprüft werden.

Antwort
von RoentgenXRay, 105

Hallo,die Berechnung ist so richtig, da sie auch den zukünftigen Unterhalt berechnet und es ist nicht davon auszugehen, das Ihr Sohn in den zukünftigen Jahren nur 10 von 12 Monaten arbeiten wird.

Antwort
von Menuett, 33

Nein, die Berechnung ist so korrekt.

Wenn er nichts verdient hat, kann auch nichts angerechnet werden und der Zeitraum verkürzt sich logischerweise auf die Zeit, in der verdient wurde.

Ich finde das ja frech, wie man sich hier um den Unterhalt drücken will.


Kommentar von geell ,

Er hat doch verdient, und zwar ALG I für 2 Monate.

Wer sagt denn das man sich um Unterhalt drücken will, es muss aber alles seine Richtigkeit haben und was berechnet wird, wird auch bezahlt. Aber oftmals haben Rentner weniger Geld zur Verfügung. Also was Recht ist, sollte auch Recht bleiben.

Kommentar von RoentgenXRay ,

Da es einen Mindestselbstbehalt gibt ist auch das Überleben des Unterhaltpglichtigen gesichert.

Kommentar von Menuett ,

ALG ist eine Lohnersatzleistung, kein Verdienst.

Das ist so richtig, wie es berechnet worden ist.

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